Drama: die USA verlieren auf eigenem Kontinent!
“Die USA und Kanada müssen draußen bleiben: 32 lateinamerikanische Staaten planen die Gründung einer eigenen Organisation. Diese soll “die regionale Integration anregen”.
Mit einem neuen Zusammenschluss wollen die Staaten Lateinamerikas und der Karibik künftig den Einfluss der USA in der Region eindämmen. Kanada und die Vereinigten Staaten würden der Organisation nicht angehören, teilte der mexikanische Staatschef Felipe Calderón zum Abschluss des Lateinamerika-Gipfels in Cancún mit” schreibt n-tv.
- Was mit den BRIC- Staaten begonnen hat
- Was einen ersten Ansatz, eine eigene internationale Bank als Konkurrenz zur IWF aufzubauen
- Nach den Drohungen von Venezuela gegenüber den USA, das Land nicht militärisch einzukreisen
beginnt eine völlig neue Ära auf dem amerikanischen Kontinent: “Die neue Organisation ist ganz offensichtlich als Alternative zur Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) mit ihren 35 Mitgliedsstaaten gedacht”, so n-tv. Damit wird Amerika eine klare Grenze aufgezeigt, eine Dominierung Nord- und Südamerikas durch die OAS. Damit wäre ein wichtiges Projekt gescheitert: eine einheitliche Währung über Nord- und Südamerika.
Besonders schmerzhaft für Amerika ist, dass auch Mexiko, der Billiglohnstandort, die verlängerte Werkbank Amerikas und Europas, sich diesem lateinamerikanischen Zusammenschluss angeschlossen hat. Billionen Dollar Investitionen stehen nun auf dem Spiel.
Immerhin haben die US- Potentaten im Zusammenspiel mit den EU- Dikatoren zwei Jahre Zeit, den einen oder anderen Staat aus der Konzeption auszubrechen, weil erst in zwei Jahren in der venezolanischen Hauptstadt Caracas die Staatengemeinschaft formell gegründet werden soll. Es ist damit zu rechnen, dass die Vereinigung kapitalistischer Staaten alles unternehmen werden, durch Druck und Machtgehabe einerseits, durch Geheimdienstoperationen andererseits eine möglichst breite Bresche zu schlagen: bereits heute ist sichtbar, dass es zwischen Venezuela und Kolumbien zu heftigen Auseinandersetzungen kommen könnte. Immerhin haben sie die USA in Kolumbien eingekauft und für viel Geld militärische Basen eingekauft. Sollte nun Kolumbien mit weiteren Billionen wertlosen Greenbacks geködert werden, könnte sich Kolumbien als “Stachel im Fleische” wiederfinden. Ob das eine so begrüßenswerte Lage ist, in einem Bereich total allein zu überleben, das ist sicherlich die Frage. Ebenfalls ist nicht ausgeschlossen, dass konservative und kapitalorientierte peruanische Gruppen geködert werden.
Das bedeutungsvolle “Spiel” der 32 Abtrünnigen ist noch nicht auf die siegreiche Schlussbahn eingekehrt. Für die Welt, insbesondere auch für die BRIC- Staaten ergibt sich ein erstes deutliches Warnsignal: die USA werden in den Keller geschickt.
So sehr man hoffen kann, dass amerikanischen Diktatoren ihre Grenzen aufgezeigt bekommen, dass die Dominanz als Weltherrscher sich dem Ende zuneigt, man wird sich vergegenwärtigen, dass zwei Risiken entstanden sind: ein solcher realisierter Prozess des Zusammenschlusses der 32 Staaten
- wird den Konsum in Amerika einbrechen lassen, mit allen Folgen für die Weltkonjunktur,
- wird die Kriegsgefahr oder die Gefahr angezettelter Unruhen in lateinamerikanischen Staaten deutlich anwachsen lassen.
Für Freudentaumel ist es zu früh! Für Häme erst recht!
Ergänzung: Heise berichtet, dass Bohrungen britischer Firmen nach Öl in riesigen Mengen bei den Falkland Inseln zu schweren Zerwürfnissen zwischen Argentinien und Großbritannien führt.
“Starke Unterstützung erhält Argentinien in der gesamten Region. Beim Treffen der so genannten Rio-Gruppe im mexikanischen Cancún stellte sich nun die Mehrzahl der 32 Mitgliedsstaaten hinter die Forderungen des Landes. Sogar der konservative mexikanische Präsident Felipe Calderón sprach von den “legitimen Rechten der Argentinier im Streit mit Großbritannien”. Das Land werde, anders als im Konflikt 1982, nicht alleine dastehen, war die Botschaft des Gipfels. Ecuadors Präsident, Rafael Correa, sicherte Argentinien die “bedingungslose Unterstützung” zu.”
Man sieht also, dass die mögliche Vereinigung der 32 Staaten Sinn macht, weil konkrete vorteilsbehaftete Pläne dahinter stehen! So etwas schweißt zusammen!

















