"Warum, liebe Leser, sollten wir nicht die Anti-EU- Partei gründen. Sie sollte nur einen Zweck haben: raus aus der EU! Wenn ich mir diese vielen Leserbriefe in ihrer Tendenz ansehe, dann müsste das recht schnell und erfolgreich realisierbar sein." http://www.welt.de/wirtschaft/article6865777/EU-will-mehr-Kontrolle-ueber-Haushalte-der-Laender.html?page=10#article_readcomments

Deutschland Debatte - tiefgründig - informativ - partizipativ
wir fragen heute für morgen

Artikel schreiben

Informationsstrategie

Kurzform:

  • logisch Gedanken aufbauen, nachvollziehbar für Leser; machen Sie es den Lesern einfach, die Gedanken nachzuvollziehen
  • möglichst kurze Sätze mit jeweils einem neuen (!) Kerngedanken oder -ergebnis
  • bei langen Artikeln vorweg Zusammenfassung ( Ergebnis möglichst komprimiert zusammenfassen )
  • Respektvoll schreiben, denken Sie an das Recht
  • besondere Vorsicht bei Zitaten ( nicht zu viel ); Zitatelänge sollte maximal 20% der Gesamtlänge sein
  • bei Zitaten immer (!) die Links dazu
  • Bilder sind sehr wirkungsvoll, wenn sie inhaltlich zum Text passen; ACHTUNG: höchste Gefahr der Abmahnung, Bilder aus dem Internet kopieren ist verboten – verwenden Sie www.pixelio.de und schreiben Sie an dem Schluß des Artikels: “Bild: www.pixelio.de”, entsprechend Nutzungsanweisung von pixelio.de
  • Seien Sie sparsam mit farblichen Trexten: maximal einmal je Artikel und nur eine Farbe!

Ein guter Text …

  1. sollte auch für Laien verständlich sein. Wenn das Verständnis eines Themas Spezialwissen erfordert, dann sollte die Einleitung dem Laien ermöglichen, den Artikelgegenstand zumindest einzuordnen.
  2. Fachausdrücke, die nicht allgemein bekannt sind, möglichst sparsam einsetzen. Lässt sich ein Fachausdruck nicht vermeiden, erklären oder verlinken
  3. Behandle die einfacheren Aspekte des Themas möglichst am Anfang und die schwierigeren am Ende des Artikels
  4. so allgemeinverständlich wie möglich, aber das jeweilige Thema in angemessener Breite und Tiefe darstellen, und
  5. den Zugang zum Thema so einfach wie möglich gestalten (besonders in der Definition und Einleitung, da diese i.a. zuerst gelesen werden)
  6. Siehe auch: Oma-Test
  7. keine Sammlung von Vermutungen, Recherchen anstellen
  8. Zu formalen Konventionen, die ein guter Artikel einhalten sollte, siehe Wikipedia:Wie sehen gute Artikel aus
  9. Aufbau und Gestaltungstips:

a) Formuliere Überschriften kurz und prägnant und vermeide Wiederholungen

b) Begriffsdefinition und Einleitung eröffnen den Artikel und leiten zum ersten Abschnitt über

c) Unmittelbar darauf sollte eine kurze Einleitung mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte des Artikelinhalts folgen. Die Einleitung sollte dem Leser einen kurzen Überblick über das Thema ermöglichen

d) Der Leser sollte die Einleitung mit einem Blick erfassen können. In ihr sind Hauptsätze besonders wichtig. Kurze, einfache und aussagekräftige Formulierungen sind besser als lange oder geschachtelte Erklärungen.

e) Übersetze fremdsprachige Lemmata, selbst wenn sie bereits in den deutschen Sprachgebrauch übergegangen sind.

f) Verweise stets kurz auf die historische Bedeutung des Begriffs, sofern es sich nicht selbst um ein historisches Thema handelt.

g) Erwähne Superlative (ältester, größter) in der Einleitung nur, wenn sie zur Erklärung des Lemmas maßgeblich beitragen oder sich das Lemma ausdrücklich auf solche Besonderheiten stützt. Andere Superlative gehören an passende Stellen im Fließtext

h) Voraussetzung eines guten Artikels sind ganze Sätze. Die Sätze können kurz sein, wichtig ist aber, dass sie eine Aussage enthalten. Aufpassen heißt es hier besonders bei den Verben „sein“ und „haben“ – solche statischen Informationen lassen sich meist in den vorhergehenden oder anschließenden Satz integrieren; Verschachtelte Satzkonstruktionen mindern die Verständlichkeit und lassen sich häufig vermeiden

i) Konzentration auf das Wesentliche, ein Satz sollte nicht zu viele verschiedene Themen berühren, und einem wichtigen Ereignis solltest Du einen eigenen Hauptsatz gönnen

j) Vermeide Passagen in Klammern oder Anführungszeichen, wenn, dann nur Zitate so setzen

k) Wer seine Leser erreichen will, der stellt das Prädikat so weit nach vorne wie möglich. Mit günstiger Satzstellung lassen sich auch lange Sätze verständlich fassen, Autoren geben sich Mühe, damit die Leser es leicht haben.

l) Verben sind die Seele des Satzes. Substantivierte Verben wirken spröde und oft ungenau (Nominalstil).

m) Passivsätze machen einen Artikel steif und langweilig

n) Entferne gegebenenfalls Wörter, die weder dem Sinn etwas hinzufügen (d. h. die man ohne Aussageänderung weglassen kann) noch eine wichtige Funktion bei der Gedankenführung erfüllen

o) Die Sprache sollte sachlich und unaufdringlich sein

p) Die Sprache eines Artikels muss grammatikalisch korrekt sein

q) Ein Artikel, in dem jedes zweite Wort kursiv oder fett ist, wirkt unruhig und liest sich schlecht

r) Bei Darstellung von Ereignissen sollte man bei Namensnennungen immer die Verweisform wählen „nach Angabe von …“, „soll Herr Meier …“, weil sich sonst das rechtliche Problem ergibt, selber die Tatsache nachweisen zu müssen ( abmahnfähig )

s) Bei Links sollte man nur sehr sparsam einzelne Sätze verlinken; entsprechend geltender Rechtsprechung muss ein angemessenes Verhältnis zwischen aus Links kopiertem Text und dem Artikel bestehen; genaue Daten sind hier nicht festgelegt und sind von Richter zu Richter unterschiedlich.

  1. Nach der Einleitung beginnt der Hauptteil des Artikels, der ab hier mit Überschriften gegliedert werden kann. Die erste Überschrift sollte den wichtigsten Teil der Erklärung oder geschichtliche Aspekte enthalten.
  2. Gliedernde Zwischenüberschriften erhöhen die Lesbarkeit eines Artikel. Hier ist allerdings auf das rechte Maß zu achten: Einzelne Sätze rechtfertigen noch keine eigene Überschrift.
  3. Zu einem guten Artikel gehören – wie in einem gedruckten Lexikon – auch weiterführende Literaturhinweise
  4. Die Bebilderung eines Artikels sollte immer dem besseren Verständnis des Textes dienen, nie allein der Zierde. Passende Illustrationen lockern einen Text auf.

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