Hot News: "Deutschland muss sparen, ab 2011 gilt die Schuldenbremse. Doch im neuen Haushaltsentwurf finden sich Posten wie die Finanzssteuer. Luftbuchungen also", http://www.morgenpost.de/politik/article1337597/Deutscher-Haushalt-enthaelt-Luftbuchungen.html => der Zerfallsprozess erreicht die konservative Presse; diese ist nicht mehr bereit, Büttel für die konservative Regierung unter Merkel zu sein.

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256.407 Mitarbeiter plus ~ 300.000

Worüber reden wir? Über folgende direkten und indirekten Mitarbeiterzahlen ( alle geschätzt ):

http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Daimler
Mitarbeiter Werke 256.407
Service ~ 40 Prozent *) 40% 102.563
Zulieferungen nach StatBuAmt ~ 60 Prozent *) 60% 153.844
Service Zulieferanten ~ 30 Prozent  *) 30% 46.153
Summe 558.967
*) Setzung

Fragt man das Statistische Bundesamt bezüglich der PKW- Zulieferungen aus dem Ausland erfährt man, dass rund 40 Prozent zugeliefert werden. Dazu kommen dann noch die Belieferungen aus dem Inland.

Wir reden also bei einem Konzern über 500.000 bis 600.000 Mitarbeitern; nicht einberechnet sind nicht firmengebundene Servicebetriebe und Teilezulieferer.

Erschreckend:

Ausstieg bei den Indern – Daimler stößt Tata ab!

Daimler verabschiedet sich aus einer Beteiligung, die gerade das preisgünstigste Auto der Welt baut, den Nano. Die Deutschland-Debatte berichtete darüber:

Globalisierung zerstört unsere Wirtschaft.

Wir schrieben: “Mächtigstes Argument bei einer ausgebrannten Bevölkerung, die kaum noch verfügbares Einkommen hat: 1700 Euro, das entspricht einem Kilopreis von 2,83 Euro/kg! Im Vergleich ein europäisches Kleinfahrzeug: 9490 Euro mit 600 kg ergibt 15,81 Euro/kg! Das sind unschlagbare Größenordnungen!”

Warum stößt Daimler Tata ab? “Der Verkauf spült rund 265 Mio. Euro in die klammen Kassen der Schwaben. Daimler hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von 2,6 Mrd. Euro abgeschlossen”, schreibt n-tv. Wegen des Verlustes lohnt sich ein Verkauf nicht, zumal der Nano gerade erst einmal begonnen hat, das Laufen zu lernen. Was dann?

Am 10. Februar 2010 berichtet Auto Motor Sport “Die Gespräche über die geplante Kooperation zwischen Daimler und Renault-Nissan kommen in eine entscheidende Phase. Nach Informationen von auto motor und sport haben sich die Konzernchefs Dieter Zetsche und Carlos Ghosn in wesentlichen Eckpunkten geeinigt.”

CLS

cls - nicht unbedingt ein Volumenprodukt für Jedermann

Da Renault Kleinwagen im Programm hat, sich gar auf diese Klasse spezialisiert hat, würde ein Nano als Konkurrenzprodukt überhaupt nicht in eine Zusammenarbeit Daimler-Renault passen! Es ist vorstellbar, dass der Verkauf des Nano eine Forderung von Renault war, um das Joint Venture zu realisieren. Dieses vorausgesetzt könnte bei einer engen Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Firmen die Zukunft von rund 560.000 Beschäftigten sichern, weil Renault das kleine Paket mitbringt. Daimler ist stark im mittleren und oberen Segment, Renault stark im unteren Segment. Die alte Formel 1+1=3 für Firmenkooperationen könnte damit aufgehen und die Mitarbeiter und ihre Arbeitsplätze könnten zunächst einmal “gerettet” sein.

Allez Les Bleus

5 Reaktionen zu “256.407 Mitarbeiter plus ~ 300.000”

  1. Bernd Mueller

    Wetten, dass niemand auf den Artikel kommentiert? Was sind schon eine halbe Millionen Mitarbeiter, eine halbe Millionen Familien?

  2. Seismograph

    Hallo Herr Müller,
    wieso so negativ in Bezug auf nicht eintreffende Kommentare?
    Hier ist schon der erste:

    Eine halbe Million Mitarbeiter und deren Familien ist natürlich eine ganze Menge.

    Ich denke, Herr Müller,
    wir sollten uns allmählich aus dieser Arbeitsplatzerhaltungsneigung verabschieden, denn,
    machen wir uns nichts vor, “so wie es mal war”, wirds nie wieder werden und das kann auch nicht das Ziel sein.
    Gerade in Bezug auf die hier beschriebenen Arbeitsplätze in der Automobilherstellung mit all den destruktiven Nebenerscheinungen, was z.B. die Umweltauswirkungen betrifft( Rohstoffverbrauch, Landschaftsverbrauch durch Strassenbau, nicht zu vergessen das zu Ende gehende Öl usw. usf.), das kann nicht und es wird auch nicht so weitergehen.
    Je eher dieser ganze Wahnsinn ein Ende hat, desto besser.
    Dann können wir uns, oder besser müssen uns endlich etwas anderes einfallen lassen.

    Die gesellschaftliche Reproduktion kann nicht auf Dauer vom Handel und Konsum von irgendwelchem Schrott, und damit meine ich nicht nur Autos, abhängig bleiben, wir erleben derzeit gerade quasi live, wie diese Ära ein leider unrühmliches Ende findet.
    Für einen humanen Übergang in eine andere, vllt. bessere Zeit, ist der Mensch dank seiner Borniertheit nicht im Stande.
    Er, der Mensch, muss eben immer auf die “Schnauze”fallen, bevor er kapiert, dass er auf dem Holzweg ist.

    Das letzte Kapitel der vor über 300 Jahren begonnenen technischen Revolution wurde in diesen Tagen eigeläutet, und ich weine dieser Schinderei keine Träne nach.
    Lieber ein Ende mit Schmerzen, als Schmerzen ohne Ende!

    In diesem Sinne, Kopf hoch:-)

  3. Udo Herrmann

    @Seismograph

    100% Aber so lange unsere Reichswehrwirtschaftsführer das tote Pferd weiter reiten wird es für sehr viele Menschen noch sehr elend werden wenn nicht gar tötlich

  4. Bernd Mueller

    wir sollten uns allmählich aus dieser Arbeitsplatzerhaltungsneigung verabschieden

    ok, es wird sehr viele geben, die nicht jenen einen Krumen Brot geben, die dann hungern! Viel Spaß bei dem Unsinn! Ich empfehle Ihnen einmal eine Lektüre von Professor Antal E. Fekete, der in einer Analyse sehr richtig schreibt:

    “Die Welt lebt in einer Illusion. Sie hält große Stücke auf das keynesianische Patentrezept und hofft, über Staatsausgaben, die durch öffentliche Verschuldung finanziert werden, oder aber über die Aufblähung des Geldangebots aus der Krise kommen. Doch das wird nicht funktionieren. Das zuerst genannte keynesianische Heilmittel wird nicht anschlagen, weil hier private Schulden durch öffentliche Schulden ersetzt werden – also vom Regen in die Traufe … Die USA werden direkt wieder mit der Tatsache konfrontiert, dass sie während der Boom-Jahre ihren Industriepark abgebaut haben, der Gebrauchsgüter für den Massenmarkt produzierte. Es gibt diese Fabriken nicht mehr, die man dringend bräuchte, um die Armeen von Arbeitslosen einzustellen, welche aus dem Finanzsektor entlassen wurden: aus den Maklergesellschaften, Immobilienagenturen, Versicherungsgesellschaften – ganz zu schweigen von den Banken. “

    Gerade die Position der Reindustrialisierung ist die absolut richtige Position! Dieser Unsinn der EU, die Volkswirtschaften der EU sollten zu Dienstleistungsgesellschaften umgeformt werden, das ist der Tod. Aber vermutlich haben Sie sich mit diesen Dingen noch nicht beschäftigt und es wird nur substanzlos polemisiert!

  5. John Atkins

    Ich denke, Ihr solltet, bevor Ihr der Wirtschaft, insbesondere der Automobilwirtschaft das Unvermögen aussprecht, sich mal genauer wenigstens in Bezug auf Ressourcen, Umweltverträglichkeit, Rohstoffeinsparung durch Recycling unsw. beschäftigen. Sicherlich sind wir hier von der Perfektion noch weit entfernt, aber immerhin auf dem richtigen und guten Weg.

    Das Scheren über den berühmten Kamm liest sich eher wie grüne Propagandamaschinerie der 1980er Jahre.

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+++ der Sumpf hat Deutschland vollständig erreicht. Man kann gar nicht so viel schreiben ... +++

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