Diese Volkswirtschaft wird zugrunde gerichtet ( Fortsetzung )
Die wirtschaftliche Betrachtung:
Diese Volkswirtschaft wird zugrunde gerichtet
Einführung
Fragen Sie sich doch einmal: sind Sie glücklich? Fühlen Sie sich wohl? Die Deutschland-Debatte hat den monatlichen Wohlfühlfaktor eingeführt; hier fragen Sie sich:
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Wert |
Bedeutung | |
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1 … 2 |
es geht mir gut, ich bin sehr zufrieden | |
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ich komme zurecht, manchmal bin ich zufrieden | |
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ich komme gerade zurecht, Zufriedenheit kannte ich mal | |
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ich komme kaum zurecht, der Mangel belastet mich | |
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6 |
ich kann gerade überleben, bin sehr unzufrieden, hadere mit vielem |
Dabei wird durch diesen Wohlfühlfaktor gerade einmal das Minimum abgefragt. Schauen Sie einmal bei Maslow nach, wie umfangreich unsere Beurteilungssphäre eigentlich ist:

In der Basis sind die Dinge des Lebens abgebildet, die uns gerade überleben lassen, die zudem noch durch unsere Bezahlung „einkaufbar“ wird:
Wir sind eine Generation der einkaufbaren Zufriedenheit geworden. Zufriedenheit als Geschäftsmodell, dass ist die „Soziale“ Marktwirtschaft.
Aber in Wirklichkeit klemmt es an allen Ecken und Kanten! Sie verwünschen Säufer? Sie verwünschen Herumlungerer? Sie verwünschen Arbeitslose? Sie verwünschen die alte Rolli- Frau? Sie verwünschen die Frau, die gestern an der U-Bahn Station Nollendorfplatz über ihrem Koffer eingeschlafen saß, eine Weinflasche vor ihr stehend? Sie verwünschen die Autoanzünder? Sie verwünschen die Schmierereien an U- Bahnen oder öffentlichen Gebäuden? Sie verwünschen den, der letztens ein Stück Brot vom Bürgersteig aufnahm und aß?
Dann gehen Sie nach Friedrichshain, dreißzig Prozent Kinderarmut. Dann gehen Sie nach Moabit, vierzig Prozent Arbeitslosigkeit. Dann gehen Sie nach Kreuzberg, verkommener Dreck.
Dann gehen Sie in einen Laden und fragen das Personal nach etwas: pampige Antworten, wenn überhaupt. Dann stehen Sie an der Kasse und von hinten kommt wieder ein Ellenbogenmann und meint „Tschuldigung“ und drängt sich somit vor.
Dann gehen Sie in eine Kirche: uralte Mütterchen sitzen da. Und der Typ auf der Kanzel redet von Philosophien, von einer anderen Welt, die uns deshalb nicht interessiert, weil wir den Überlebenskampf heute haben.
Dann gehen Sie zur ARGE und werden abgestempelt als das letzte Arschloch. Gestern bei der Maischberger: fragt die ARGE- Bedienstete, warum die Mutter keine Pille genommen hat, weil sie eine Nachtarbeit ihres Kindes wegen ablehnte.
Sie bekommen mit, dass Behörden Sie mobben, willkürlich und scheinbar planlos auf den Kieker nehmen, Sie pisaken: die Behörden als Diener des Volkes? Pha, bullshit, sie sind die Vollstrecker der Gewalt! Warum heißt es Gewaltenteilung? Weil der Führer die Gewalt mitteilt!
Wo Sie hinkommen: Deutschland ist verlottert, moralisch verkommen, ein Sauhaufen ohne Ende.
Klar: Sie – Sie Leser mit einer Million auf dem Konto, Sie werden sich sagen „moralisch verkommen, seh’ ich nicht. Bei mir ist allen in Ordnung!“.
Zufriedenheit als Geschäftsmodell, dass ist die „Soziale“ Marktwirtschaft? Nicht nur: ethisch-moralische Werte wurden substituiert, wurden materialisiert und damit zu Staub aufgelöst. Alles ein Scheißdreck, der dem Geschäft, dem big business nur hinderlich ist.
Was sagen Sie, das gibt es nicht? Die Deutschland-Debatte spinnt, die lebt auf einer anderen Welt. Die Deutschland-Debatte hat gestern einen Rentenbescheid über monatlich 548,74 Euro gezeigt – und jeder der Leser hat geschwiegen! Es interessiert scheinbar die Leser nicht mehr, dass ein Mensch mit 548,74 Euro vor sich hin vegetiert!
Das ist zudem der eigentliche Skandal in unserer Gesellschaft: der Nächste ist uns egal geworden! Komme mir keiner und sage, er müsse sich schließlich um sein eigenes Überleben kümmern. Ausrede! Abschieben des Problems ins Auflösungslose!
Dabei ist der Wandel zu unserem heutigen Modell so vielschichtig, dass man sich fragen muss, ob man es wagt, überhaupt dieses Thema anzuschneiden, weil du weißt, was immer du schreibst, es ist nur ein Ausblick einer viel größeren, umfangreicheren Problematik: das ethisch-moralische Drama Deutschland.
1. Familien ohne Bindungskraft
Wikipedia: „Mit dem Wachstum der Städte und der Entwicklung des Bürgertums und der Verbürgerlichung des Industrieproletariats in Europa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand auch eine stark normative Vorstellung der Familie als bürgerliche Kleinfamilie. Diese Vorstellung entwickelte sich bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, um dann folgendes Bild zu bieten:
- verheiratetes Elternpaar (Entscheidung für Ehepartner aus Liebe)
- eigene (leibliche) Kinder (Entscheidung für Kinder aus Liebe, kaum noch aus wirtschaftlichen Überlegungen)
- Haushaltsgemeinschaft aus einem verheirateten Paar und dessen in der Regel leiblichen, unmündigen Kindern
- lebenslange, monogame, heterosexuelle Ehe
- Traditionelle Rollenverteilung innerhalb der Geschlechter: Vater war der Haupternährer, besaß höchste Autorität („Familienvorstand“); Mutter für den Haushalt und den emotionalen Bereich zuständig
- Wohn- und Arbeitsstätte waren räumlich getrennt.“
Man überlege einmal: um 1900 war die Heirat eine lebenslange Bindung ( „bis dass der Tod Euch scheide“ ); heute sind Scheidungen eine Normalität – 2, 3, 4 Ehepartner je Leben, es werden Lebensabschnittspartnerschaften gegründet! Kinder – immer weniger; morgen sprechen wir vielleicht von ( ich habe es wo gelesen ) „Funktionspartnerschaften“, weil die Funktionen, die man sucht, der eine Ehepartner gar nicht alle erfüllen kann.
Das Leben, die Liebe, hat aufgehört ein Raum der Gelassenheit zu sein, ein Raum der akzeptierten Unbefriedigtheit zu sein: uns hat das Kaufen auch hier erfasst; wir reichen Geld und bekommen eine Leistung dafür. Wie sehr Liebe materialisiert, kann man am besten sehen, wenn ein Paar sich trennt: die streiten sich zumeinst wie die Kesselflicker um jedes Stück, um jeden Cent. Generationen von Anwälten feiern darob fröhliche Urständ’.
Ehe, Liebe, ein Hort der seelischen Ruhe? Seltenst! Solche Vorzeigeobjekte werden raritätenhaft in bunten Blättern aufgezeigt – daneben auch die andere geifernde Art, samt buckeliger Verwandtschaft.
Und überall dort, wo finanzielles Elend noch hinzu kommt, da gedeiht Unfriede, Hinterhältigkeit und Zank. Nicht selten kommen ( verbotene ) handgreifliche Auseinandersetzungen vor, ob man/frau will oder nicht.
So ist der Traum der Großväter ausgeträumt: eine „kleine“ Familie, eins, zwei Kinder, alle wohl erzogen, gut ausgebildet, sie wissen was von Werten, kennen Leistung als einen positiv besetztes Lebensprinzip, nennen friedliche Gemeinschaft als erstrebenswertes Gut und achten Demokratie in ihren Urfesten. In fast allen Familien ist das ein Zerrbild geworden, ein Zerrbild, das zerstört wurde durch ein krankhaftes Leistungsprinzip, das auch in Kleinfamilien das kleine Haifischbecken entstehen lässt.
Es kann einfach nicht wundern, dass es in rechtesten Kreisen einen Gedanken an ein besseres Leben gibt und damit hausieren gehen.
2. Bildung als Schmalspurbildung
Wikipedia: „Bildung (von ahd. bildunga, “Schöpfung; Bildnis, Gestalt”) bezeichnet das Lernen als Formung des Menschen im Hinblick auf sein „Menschsein“.
Humboldt
Der Begriff bezieht sich sowohl auf den Prozess („sich bilden“) als auch auf den Zustand („gebildet sein“). Dabei entspricht die zweite Bedeutung einem bestimmten Bildungsideal (zum Beispiel dem humboldtschen Bildungsideal), das im Laufe des Bildungsprozesses angestrebt wird. Ein Zeichen der Bildung, das nahezu allen Bildungstheorien gemein ist, lässt sich umschreiben als das reflektierte Verhältnis zu sich, zu anderen und zur Welt.
Der moderne dynamische und ganzheitliche Bildungsbegriff steht für den lebensbegleitenden Entwicklungsprozess des Menschen, bei dem er seine geistigen, kulturellen und lebenspraktischen Fähigkeiten und seine personalen und sozialen Kompetenzen erweitert. Es kann aber keinen perfekten Menschen geben; individuelle Anlagen, sowie zeitliche, räumliche und soziale Bedingungen, setzen der Verwirklichung eines wie auch immer definierten Bildungs-Ideals Grenzen.“
Fragen Sie einmal Lehrer von weiterbildenden Schulen oder Hochschulen! Man muss oft von Adam und Eva neu anfangen und viele fragen sich, wo/wie haben die eigentlich ihren Abschluss gemacht?
Längst ist die Breite der Bildung der Haushaltsleere geopfert worden. Längst ist das gern geübte abrufbare Wissen dem geopfert worden zu wissen, wo und wie man sich das Wissen aneignen kann. Bildung wird heute verstanden als methodisches Wissen und nicht als inhaltliches Wissen.
Nochmals Wikipedia: „Nach Daniel Goeudevert ist Bildung „ein aktiver, komplexer und nie abgeschlossener Prozess, in dessen glücklichem Verlauf eine selbstständige und selbsttätige, problemlösungsfähige und lebenstüchtige Persönlichkeit entstehen kann“. Bildung könne daher nicht auf Wissen reduziert werden: Wissen sei nicht das Ziel der Bildung, aber sehr wohl ein Hilfsmittel. Darüber hinaus setze Bildung Urteilsvermögen, Reflexion und kritische Distanz gegenüber dem Informationsangebot voraus. Dem gegenüber stehe die Halbbildung, oder, wenn es um Anpassung im Gegensatz zur reflexiven Distanz gehe, auch die Assimilation (Soziologie).“
Daniel Goeudevert, der ehemalige Chef von FORD Köln, Einkaufsvorstand VOLKSWAGEN, ein überaus ehrenwerter Geist und Denker, sieht also Bildung als ein Konglomerat aus Wissensinhalten, Wissenstechnologie und Persönlichkeitsbildung an, eine wahrhaft anspruchsvolle Breite, von der heute, husch-husch, überall nur genippt wird, hoffend, dass das Leben es schon richten möge. Aber das Leben ist gnadenlos, schlägt gnadenlos zu: „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!“ Goeudevert würde diesen Satz in erster Näherung ablehnen, er beinhaltet jedoch, dass das Lernen in der Jugend eine Aufnahmefähigkeit beinhaltet, die deutlich höher ist als im Alter.
Unser Bildungssystem wird dem nicht gerecht! Wir verkommen nicht nur methodisch, strategisch, wir verkommen vor allem am Althergebrachten: die Mutter zu Hause weiß es immer noch besser, sie erzieht, nicht eine altersgemäße staatliche/städtische Einrichtung! Und welche Ethik/Moral bekommt das Kind mit ins Leben? Dass Saufen nun mal gut ist! Das Arbeitslos eine Normalität ist! Dass das Geld automatisch vom Staat kommt! Dass Stärke sich durchsetzt!
Hatten wir jemals eine Zeit, in der es so viele neurotische Kinder gibt? Hatten wir jemals eine Zeit, in der in dieser Weise Kinder auf der Straße sich durch gruppendynamische Prozesse Selbstbestätigung holen mussten? Das Leben, das Aufwachsen ist pervertiert: hier die gut situierte Familie, deren Kinder Klavierunterricht haben, Mussorgski und Rachmaninov spielen, dort die HARTZ IV- Familie, bei der wieder die Polizei vor die Tür kommt, weil der Sohn, die Tocher nicht zur Schule gegangen ist.
Wir haben uns entwickelt zu einer Zweibildungsklassengesellschaft – die ausgedünnte Mitte kann man nicht ernsthaft als Gruppe ansehen. Diese Zweibildungsklassengesellschaft gebiert auch die Zweiethikklassengesellschaft! An der einen Ecke jene, die lernen im Haifischbecken zu überleben, an der anderen Ecke jene, die wissen, wie Haifische vorgehen und die Strategien entwickeln können.
Es kann einfach nicht wundern, dass es in rechtesten Kreisen einen Gedanken an ein besseres Bildungssystem gibt und damit hausieren gehen.
3. Das Wirtschaftssystem als Haifischbecken
Wieder einmal Wikipedia: „Gegenstand der Wirtschaftsethik ist die Anwendung ethischer Prinzipien auf den Bereich wirtschaftlichen Handelns. Zentrale Werte sind dabei Humanität, Solidarität und Verantwortung. Die Rechtfertigung wirtschaftsethischer Normen ergibt sich aus den Folgen wirtschaftlichen Handelns auf andere Menschen und die Umwelt. Maßstäbe hierfür sind soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Dabei ist es nicht Aufgabe der Wirtschaftsethik, Handlungsanweisungen auszuarbeiten. Ihre Funktion ist vielmehr die einer Orientierungshilfe für aktuelle Debatten durch Reflexion, Methoden und kritische Analyse.“
Was verlangen wir eigentlich von unserem Wirtschaftssystem? Dass wir einer Tätigkeit nachgehen, die uns in unserer Heimat ein auskömmliches Leben ermöglicht, dass wir als abhängig Beschäftigte würdevoll vor uns selber bestehen können und nach eigenem Empfinden gerecht entlohnt werden, dass wir als Unternehmer unsere Geschäftstätigkeit wahrnehmen können und dass wir alle in Humanität, allseitiger Solidarität und gesamtgesellschaftlicher Verantwortung zufriedenstellend leben.
Diese Wirtschaftsethik ist – bezogen auf die heutige Realität – was für den Arsch! Wer von 25 Prozent Eigenkapitalrendite träumt, erwirtschaftet mit 92 Prozent geliehenem Geld, wer die Pfade eines ehrbaren Kaufmanns verlassen hat und räubergleich Wetten auf Tode abschließt, wer filetiert, weil Unternehmensteile mehr Geld bringen, als eine gewachsene Gesamtstruktur, wer Managerärsche in Ledersesseln polstert, wer Leitungsfunktionen nicht einmal nach Erfahrungen und Kenntnissen auswählt, der hat die Basis der Ethik verlassen! Wenn hunderte Mitarbeiter mit Tränen in den Augen erzählen, ‚wisst ihr noch, als der Chef samstags mit gebratenen Hühnern rein kam und uns die Gockel zum Dank gab’, dann weiß man auch ohne sentimentale Nostalgie, dass das Wirtschaftssystem sich nur noch nach nackten Zahlen richtet, die die Ethik nicht vertragen!
Die perverseste Argumentation für eine Entlassung ist, „wenn ich Sie nicht entlasse, dann könnten alle anderen Arbeitsplätze von Entlassung betroffen sein!“ Es wird hier eine Einsicht und Solidarität gefordert, die ein vernünftiger Mensch niemals abgeben kann!
Dass gerade die SPD Mitbegründer des Haifischbeckens ist, das wird ihr noch manchen Jahren sehr schwer fallen: Clement,
Clement
der Vollstrecker der Schröder’schen Gnadenlosigkeit Protektor für Leihsklavenarbeit, gilt vielen als Symbolfigur einer völlig fehlgeleiteten Wirtschaftsethik, in der der Mensch – wie in der betriebswirtschaftlichen Wissenschaft üblich – als „Produktionsfaktor“ genannt wird. Man mache sich allein an dem Begriff „Produktionsfaktor“ klar, dass wir in der Wirtschaft von einer Entmenschlichung reden, während Wirtschaftsethik den Menschen zum Betrachtungsgegenstand hat.
Wie man es dreht und wendet: Wirtschaftsethik ist gescheitert, ist einem Turbokapitalismus geopfert.
Es kann einfach nicht wundern, dass es in rechtesten Kreisen einen Gedanken an eine bessere Wirtschaftsethik mit dem Menschen im Mittelpunkt der Betrachtungen gibt und damit hausieren gehen.
4. Kirche als moralische Instanz hat völlig versagt
Es wird jede Menge kluges Zeug geschrieben und würde man denken, dass das, was Professoren oder die gelehrten Doctores schreiben auch Eingang in die kirchliche Ethik findet, der sieht sich getäuscht.
Überrascht horcht man auf, wenn der Papst zur Welternährungsproblematik meint „Die Probleme liegen vorrangig in der Verteilung und unzureichenden Nutzung der weltweit verfügbaren landwirtschaftlichen Ressourcen.“ Solche Sätze sind nicht nur oberflächlich, dumm und eigentlich einer päpstlichen Funktion unwürdig, solche Sätze verdecken die wahren Ursachen des zunehmenden Hungers in dieser Welt! Solche Sätze, und das ist in diesem Zusammenhang wichtig, betonieren die Funktion der Kirche, die eigentlich sich schon das gesellschaftliche Grab geschaufelt hat. Wer es weiß, steht diesem oberflächlichen Quatsch kopfschüttelnd zur Seite, wendet sich zunehmend ab.
Welch ein Unterschied zu früheren Jahrhunderten, als die Kirche sogar Regierende in die moralische Pflicht nahm, als die Kirche ethisch-moralische Richtwerte darstellte. Heute ist nichts davon übrig. Die Kirche ist bestenfalls für alte Leute der Seelenanker. Mehr nicht. Eine Kirche, die es nicht geschafft hat, ihre Sprache in die heutige Zeit zu übertragen, die Bibel verständlicher zu machen, anzupassen an das 21. Jahrhundert, hat es nicht verdient zu überleben. Im Mittelalter war die Kirche sogar strategisch klüger als heute: man entwickelte Bilder, um über Bilder die Philosophie darzustellen, weil die Menschen nicht lesen konnten. Heute können Sie lesen, aber nicht verstehen. Und die Menschen wollen keinen „Übersetzer“ der Bibel, sie wollen selber lesen und verstehen.
Dabei ist eigentlich das Fundament geradezu ideal, eine ethisch-moralische Institution darzustellen. „Auch der Kapitalismus brauche ein “Herz” – ein Ordnungsprinzip, und zwar das der Klugheit. Sonst fresse der Kapitalismus die Kapitalisten und all jene, die von ihnen abhingen. Nicht die Marktwirtschaft per se sei zu allererst schuld an der aktuellen Krise, sondern einige von der Politik ermunterte Akteure, die deren grundlegenden Prinzipien außer Kraft gesetzt hätten. Denn die Soziale Marktwirtschaft setze auf Werte wie Freiheit, Eigeninitiative, Selbstentfaltung sowie Selbstverantwortung und soziale Verantwortung für Mitarbeiter und Marktteilnehmer; ihre Prinzipien basierten auf Ideen des Humanismus, der Aufklärung und der christlichen Überlieferung – all die genannten Faktoren würden mehr oder weniger den Menschen direkt einschließen. Der Kapitalismus sei so gut oder so schlecht, wie der Mensch diszipliniert bzw. undiszipliniert sei, der ihn benutze“, schreibt am-finanzplatz.de über eine Betrachtung des Jesuitenpaters Christoph Wrembek. Nette Worte, wie immer aus der Kirche, nutzlos wie ein Kropf, weil diese Gedanken nicht machtvoll getrieben werden. Die Kirche hat Millionen Anhänger, Millionen, die zumindest der Kirche einen Obolus geben. Wenn die Kirche in ihrer gesellschaftlichen Verantwortung diese Millionen Menschen mobilisieren würde, dann würde sie den Dank verdienen. So aber macht sie sich mitschuldig an dieser Entwicklung des Turbokapitalismus. Nicht wenige werden an dieser Stelle denken, dass die Kirche den Turbokapitalismus aus Eigennutz unterstützt, weil sie sonst zu geringe Einkünfte hat – ja, dem wäre zuzustimmen und das zeigt auf, auf welchem dünnen Eis die Institution Kirche läuft. Und täglich wird dieses Eis mit jedem weiteren Austritt dünner.
Die Kirche vegetiert dahin, anstelle zu gestalten. Sie hat ihre ethisch-moralische Leitfigur aufgegeben. Die Kirche beginnt Geschichte zu werden, weil sie das Heute nicht machtvoll genug vertreten hat. Von salbungsvollen Worten wird man nicht satt!
5. Egozentrik statt Gemeinsinn
Wo wir auch als Bürger auftreten: überall findet sich, dass ICH im Mittelpunkt stehe. Wir sind Gefangene der Medien, des Staatfernsehens, das sich ein paar Hofnarren zur demokratischen Legitimation hält, „Neues aus der Anstalt“, der honigsüßen Laberei von Frau Merkel oder wem auch immer, sorgfältigst einstudiert, Bataillone an Redenschreiber und Psychologen bereiten die Volksverdummung vor: sorgsame Lügen- und Vertuschungsgebäude werden aufgestellt. Und Karl N., der Symboldeutsche, kuscht im Wohnzimmer und lauscht entzückt oder auch angewidert dem Mist aus den Medien. Entzückt oder auch angewidert, es ist ohnehin egal, weil auf IHN kommt es nicht an, das hat er gelernt.
Und weil das reale Leben ihn frustriert, weil er das Lügengebäude erkennt, ist er um so heftiger dabei, sich zu sehen, seine Ichfindung in einem Haifischbecken zu betreiben. Wie viele Internetseiten gibt es, die in totaler Egozentrik sich selbst beweihräuchern, wie viele Internetseiten gibt es, die neben einigen Texten noch Zusatzgeschäfte betreiben, so dass man sich manchmal fragen muss, geht es denen um Bücherverkauf oder um eigene Inhalte zu transportieren?
„Ich habe 250 Bewerbungen geschrieben“, schreibt jemand. Der Kampf (!) um Arbeitsplätze, der Kampf um Einkommen für ein auskömmliches Leben macht jemanden zum Haifisch. Da unten, auf der untersten Stufe von Maslow, beginnt der Kampf. Die Muttermilch hat man noch gratis bekommen, alles weitere ist Kampf. Und Darwin hat uns gelehrt, dass in der Natur nur der Starke überlebt.
Irgendwie hat man wirklich den Eindruck, wir erleben mit dem Turbokapitalismus gleichzeitig einen Neodarwinismus. Und die Bürger übernehmen Jahr für Jahr die immer schlimmeren Auswüchse. Ist das die Gesellschaft, in der wir gern aufwachsen wollen, ist das eine lebenswerte Gesellschaft, in der Neodarwinismus die einzige Rettung ist?
Es kann einfach nicht wundern, dass es in rechtesten Kreisen einen Gedanken an einen besseren Gemeinsinn mit dem Menschen im Mittelpunkt der Betrachtungen gibt und damit hausieren gehen.
6. Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken
„Wer nichts wird, wird Wirt“ hieß es ehedem. „Wer nichts wird, wird Politiker“ heißt es heute. Politiker ist ein Job geworden, keine Ehre, keine Berufung, es ist ein Job, in dem Ethik und Moral keine Kriterien sind.
„Die Motivation Hösles für dieses Mammutwerk ( das 1997 erschienene Buch Moral und Politik ) ist seine Einsicht, dass die Politik der Moderne sich in einer tiefgreifenden Krise befinde, die seiner Ansicht nach „bald größere Kreise ziehen, jedenfalls den Westen nicht unverschont lassen wird“. Problematisch sind aus seiner Sicht:
- die „einzigartige Gewaltexplosion“ als Verbindung des Gewaltmonopols des modernen Staates mit den Möglichkeiten der gegenwärtigen Technik
- das Wachstumsprinzip, das im Grunde auch die Menschen der reichen Länder „geradezu ärmer gemacht“ habe
- der Umschlag des Ideals der „Brüderlichkeit“ in eine „allgemeine Gleichgültigkeit“ und „die Unfähigkeit, andere Wertunterschiede als diejenigen wahrzunehmen, die sich in Geld berechnen lassen“
- die weltgeschichtlich einzigartige Ungleichheit zwischen den Gesellschaften der sogenannten Ersten Welt und denjenigen, „die den Modernisierungsprozeß nicht bewältigt haben“
- die Erweiterung der individuellen menschlichen Freiheit, die in eine Situation kulminiere, in der „wegen der außerordentlichen Komplexität und Verwobenheit sozialer Systeme der Staat immer reaktiver wird und selbst nicht mehr die Freiheit besitzt, das Überlebensnotwendige zu tun“
- die zunehmende „Orientierungslosigkeit hinsichtlich der eigentlichen Ziele“ und gleichzeitige „methodische Perfektion beim Einsatz der Mittel“
- der von der Aufklärung als letztes Resultat hervorgebrachte Typ von Intellektuellen, „der alles zu durchschauen und endlich verstanden zu haben glaubt, daß Erkenntnis der Wirklichkeit ebensowenig möglich sei wie die normative Auszeichnung einer Handlungsalternative vor einer anderen“
Hösles Anspruch ist nun, die Frage nach dem Verhältnis von Moral und Politik nochmals zu stellen. Er unternimmt den „Versuch einer Synthese der klassischen alteuropäischen Überzeugung, die Politische Philosophie sei auf die Ethik zu gründen, und der modernen Auffassung, ethische Argumente erfüllten selbst eine politische Funktion“. Des Weiteren will er „eine konkrete Politische Ethik für die Situation vorlegen, in der sich die Menschheit heute befindet“.
Ein Telefonat von vor wenigen Stunden war beißend witzig:
Ich: „Ich habe den Eindruck, dass wir in einem Polittheater sitzen, wir, das Volk, auf den Zuschauersitzen, die politischen Führer auf der Bühne betrachtend, applaudierend – wir haben ja Eintritt bezahlt“
Gesprächspartner: „Das Bild musst du erweitern: die auf der Bühne, das sind auch nur einfache Schauspieler – die wirklichen Führer siehst du gar nicht!“
Ich: „Also befinden wir uns eigentlich in einem Marionettentheater?“
Gesprächspartner: „Ja, das kannst du so sehen!“
Mit diesem Bild müssen wir uns nicht mehr fragen, wer ist der Kopf. Mit diesem Bild müssen wir uns nicht mehr fragen, welche Regierungsform haben wir eigentlich. Mit diesem Bild muss man sagen, egal, wer am Ruder ist, bestimmen tun wirklich die anderen in diesem riesigen gesellschaftlichen Mobile:

Nichts macht klarer, als dieses Mobile. Und wenn eine gesellschaftliche Kraft sich schwerer macht, dann müssen zwangsläufig die anderen gesellschaftlichen Kräfte sich leichter machen, sonst zerbricht das Mobile.
Und schon sind wir wieder am Anfang der Diskussion:
- Familien ohne Bindungskraft
- Bildung als Schmalspurbildung
- Kirche als moralische Instanz hat völlig versagt
- Egozentrik statt Gemeinsinn
diesen Themenbereichen ist eines gemeinsam: es fehlt die Kraft der Veränderung, der positiv verstandenen Rückbesinnung auf das Menschliche in diesem Leben. Es fehlt vor allem die Kraft, die Männer in den Hinterzimmern des Marionettentheaters zur Vernunft zu bringen. Es fehlt auch der Leithammel, der als Symbolfigur diese Kraft ausstrahlt.
Ein anderes Gespräch vor wenigen Tagen brachte die Frage nach dem Leithammel auf. Ergebnis: die heutigen Leithammel, die medial in erster Reihe stehen, sind bereits als Komparsen des Marionettentheaters eingekauft, wobei sich die Hinterzimmer sogar eine demokratische Systemkritik wünschen, um das Mäntelchen Demokratie fortgesetzt tragen zu können. Das ist die heutige Ethik!
Ja, der Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Er stinkt mächtig. Aber übermächtig ist die Armee in den Hinterzimmern, übermächtig ist das Requirierungspotential, weil Kapital satt vorhanden ist.
7. Und was ist die Essenz?
Diese Volkswirtschaft wird ethisch-moralisch zugrunde gerichtet.
Was nun tun? Aufgeben? Sich ins Privatleben zurückziehen? Nach Thailand auswandern und auf 10 Hektar Land leben? Koh-Lanta Yai, eine wunderschöne Insel in Abgeschiedenheit ( besuchen Sie auch das Koh Phi Phi – Island, es ist richtig, was eine Internetseite schreibt „Lanta hat kein ausschweifendes Nachtleben, aber man kann viel Spaß haben.“ ). Jaaaa, das wäre eine Alternative.
Aber ist diese Alternative verantwortungsbewusst?
Vielleicht kommt man letztlich resignierend zu dem Schluss, ganz im Sinne „Egozentrik statt Gemeinsinn“, dass man nur ein Leben hat und man auch eine Verantwortung sich selber gegenüber.
… und die Männer in den Hinterzimmern öffneten wieder einen Veuve Clicquot.





Das Thema ist vollkommen richtig erkannt. Nicht nur die Volkswirtschaft wird zugrunde gerichtet, sondern unser gesammtes, früher funktionierendes gesellschaftliche System. Das ist so gewollt und gezielt durch alle Medien in die Menge hinein propagiert worden. Fleiß, Treue, Sauberkeit, Zielbewußtsein, Pünktlichkeit, Vaterlandsliebe und Opferbewußtsein wurden als dumm, unzeitgemäß und nicht clever verunglimpft. Heute steht man vor dem Scherbenhaufen dieser Politik und betrauert die verlorengegangenen Werte. Man sollte es herausschreien wer die Henker waren, die alles Erhaltenswerte als Ballast von Bord warfen. Es muß noch viel dicker kommen, bis das der einfache Trottel begreift, welches Spiel hier zu welchen Lasten gespielt wird.
Husar: aus dem Grunde hatte ich die Aufspaltung vorgenommen
a) Deutschland wird wirtschaftlich zugrunde gerichtet
b) Deutschland wird in seinen Werten zugrunde gerichtet
c) Deutschland wird ökologisch zugrunde gerichtet ( ein Interessent für diese Betrachtung ist vielleicht gefunden ).
Mir ist bewusst, dass ich in diesem Rahmen nur einen kleinen Ausschnitt geben kann. Gerade auch die von Ihnen angeführten Werte zeigen das.
Wenn man sich zudem überlegt, dass Merkel vor einiger Zeit eine parteiinterne Kommission einberufen hatte, die sich mit dem Wertesystem beschäftigte – davon ist nichts übrig geblieben, weil sie wahrscheinlich erkannt haben, dass sie mit einem halbwegs plausiblen Wertesystem nicht überleben können. Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken!
@DD: wow, das ist ja schon wieder ein ganzer Haufen zum Lesen!!!
In beiden Artikeln sind eine Menge Punkte drinnen, über die man eigentlich ausführlicher diskutieren müsste, auch über mögliche Rezepte, um aus dem Schlamassel herauszukommen. Uns auch in Hinsicht auf den hier immer wieder mal angedachten sozialen Dachverband oder etwas Ähnliches.
Ich möchte deshalb ganz leise und in aller Bescheidenheit den Vorschlag machen, die DD aufzubohren und um ein Forum zu erweitern. Vielleicht finden sich dann doch mehr Leute zum Diskutieren ein? Wie gesagt, ganze leise vorgeschlagen!!
Ansonsten denke ich, grundsätzlich stimmt die Analyse so: Deutschland ist moralisch ziemlich abgewrackt!
Hier und jetzt möchte ich zum stinkenden Fisch (Pkt.6) einige Anmerkungen machen.
Ich halte nichts davon, zu heftig immer nur auf den Politikern herum zu hacken. Es gibt ganz sicher eine nicht geringe Anzahl von denen, die mit dem festen Vorsatz in die Parlamente gehen, etwas Nützliches fürs Volk zu vollbringen. Es dauert dann offenbar eine Weile, bis sie merken, dass das nicht mehr geht. (Die Gründe sind vielfältig, die Parteienwirtschaft ist sicher nur einer davon)
Ganz sicher gilt aber hier das – immer wieder gebrachte – Zitat von Urahn Rothschild: Wer das System versteht wird davon profitieren, wer nicht, kommt unter die Räder. Das ist nun fürwahr allerdings nichts, worauf man eine Verschwörungstheorie begründen kann. Diese Weisheit gilt für alle Systeme; sogar für ein relativ simples wie ein Automobil. Wer sich auskennt damit, kommt meist heil um die Kurve. Als ich vorhin auf meinem Besen vom Tegernsee heimflog, sah ich einen in der Wiese liegen; der hatte wohl einen Teil des Systems nicht verstanden –– der Einflugschneise nach zu urteilen vermutlich den von der Fliehkraft!
Schaut man sich jetzt ein derart komplexes System an wie eine marktwirtschaftliche, demokratisch organisierte Volkswirtschaft (DD brachte oben den Vergleich mit einem Mobile), dürfte auch dem grössten Ignoranten klar sein, das dieses leicht anfällig ist für Manipulationen oder Angriffe.
Warum? Na ja, wer überblickt das schon noch in seiner vollen Breite?
Das tun offensichtlich nicht mal mehr diejenigen, die das eigentlich können sollten, weil sie es mal gelernt haben! Auch sie haben sich, bedingt durch die ausgeuferten Regulierungen der einzelnen Bereiche, spezialisiert und eine Art Tunnelblick entwickelt.
Eines unserer Probleme scheint hier die mangelnde Interaktion der Tunnelblicker zu sein!!
Das wäre – um beim Beispiel Automobil zu bleiben – in etwa so, als wenn die Antriebs-Profis in ein bestehendes 100 PS- Modell einen 200-PS-Motor einbauen, aber den Fahrwerksleuten davon nichts sagen. Die Folgen könnten vermehrt Fliehkraftprobleme sein -> das System Auto ist nicht mehr im Gleichgewicht.
Genau so funktioniert das auch in der Volkswirtschaft: wenn an einer Stelle neue Regeln eingebaut werden, die Gleichgewichtskriterien dafür aber nicht ausreichend oder gar nicht beachtet werden, kommt das Teil-System in Schieflage. Und wenn dann die Korrekturen auch noch derart stümperhaft vorgenommen werden, indem man die fehlerverursachenden Regeln nicht korrigiert, sondern an anderer Stelle flickt und *nachbessert*, gerät irgendwann das ganze System aus der Kontrolle.
An diesem Punkt scheinen wir in Deutschland langsam angekommen zu sein.
Aber wie konnte es soweit kommen? Ich denke, hier hat die Gesellschaft insgesamt versagt, wir alle.
Es heisst zwar immer so schön: die Unternehmer und Bänker beeinflussen die Regierung durch ihre Lobby-Arbeit und zocken den Staat ab; die Politiker füllen sich ihre Taschen und lassen uns Verhungern etc. etc.
Mal ganz ehrlich, wir schauen doch alle zu, dass wir aus den öffentlichen Kassen rausholen was immer geht; legal, illegal, schei$$egal. Angefangen vom Beschiss bei Steuerzahlungen, über kleine Schwindeleien im Krankenkassensystem bis hin zu Betrügereien in den sozialen Sicherungssystemen, jeder nach seinen Möglichkeiten (das wäre jetzt aber wieder ein anderes Thema)
Und man kann auch hier nur wieder dem Alten Rothschild zustimmen: wer das System kapiert hat, profitiert davon – auch wenn es nur ein Teil-System ist!!
Wenn es der Plan der neuen *Weltregierung* sein sollte, Volkswirtschaften auf diese Weise zu zerstören, dann tun mir die Leutchen leid. Weil dafür brauchts keinen grossartigen Plan, das funktioniert ganz von alleine. Ist alles nur eine Frage der Zeit!
Bleibt für uns heute aner die Frage, was kann man tun, diese Entwicklung noch zu stoppen oder gar umzukehren, oder geht da schon gar nichts mehr?
Ach ja, nebenbei noch zum Thema Lobby: unsere, des Volkes Lobby, sollten ja eigentlich die Parlamentarier sein… wenn ich das System richtig verstanden habe. Aber die Frage, warum das nicht so recht funktioniert, ist wieder ein neues Diskussionsthema.
Alpenhexe:
“Ich möchte deshalb ganz leise und in aller Bescheidenheit den Vorschlag machen, die DD aufzubohren und um ein Forum zu erweitern. Vielleicht finden sich dann doch mehr Leute zum Diskutieren ein? Wie gesagt, ganze leise vorgeschlagen!!”
Deinen Vorschlag finde ich sehr gut. Ich bin mehr als unzufrieden, dass hier zu wenig diskutiert wird. Fast allerdings beziehe ich es auch auf mich und meine Schreiberei. Ein Forum wäre ein Test mit ungewissem Ausgang. Es wäre einmal die Frage, ob die Leser ein Forum besser finden. Ich glaube, ich mache mal eine Umfrage.
Danke, Alpenhexe, das Mobile hatte ich vergessen einzubinden ….
Als Kind habe ich von meinem Großvater ein Gedicht gelernt : ” Treue Liebe bis zum Grabe, schwör ich dir, mit Herz und Hand. Was ich bin und was ich habe, dank ich dir, mein Vaterland.” Bezugnehmend auf unser Forum hier muß ich fragen, wie würde man heute dieses Gedicht interpretieren oder darüber nachdenken. Haben wir überhaupt noch ein Vaterland in dem Sinne dieses Gedichtes ? Was haben Viele – nichts mehr, für das sie danken könnten. Was ist die BRD GmbH heute, Staat oder ” Betrieb ” im Sinne des immer noch gültigen Besatzungsrechtes ? Sind wir Staatsbürger oder Personal dieser GmbH ? Wir hier in diesem Kreise weden nichts erreichen, wenn es uns nicht gelingt, die Massen zu mobilisieren oder wenigstens einen Teil davon. Ich kenne Viele die denken wie wir, sie sind nur zu träge selbst aktiv zu werden. Leider sind grade viele junge Menschen, die auf Grund ihrer mangelnden Bildung nicht begreifen, wohin die Reise gehen soll. Wenn ich manche Foren lese und sehe, wieviel Fehler in manchen Beiträgen gemacht werden, läuft mir eine Gänsehaut den Rücken runter. Wenn man beklagt, es gebe zu viele Analphabeten in Deutschland, muß man sich wundern, daß es nicht noch mehr sind. Früher hatten wir Unternehmer, die laut zum Ausdruck brachten, daß sie nicht nur Arbeiter und Angestellte haben, sondern Kollegen, denen gegenüber auch eine soziale Verantwortung beim Unternehmer vorhanden sein muß. Gewiß gibt es davon noch einige Wenige, aber ist das genug. Gehe ich heute durch deutsche Städte, frage ich mich, ist das noch in Deutschland oder bin ich in Russland, Türkei oder China. Welcher Politiker will das den nachfolgenden Generationen verantworten. Oder ist das auch Teil des großen Planes der Besatzungsmächte Deutschland auszulöschen. Man könnte diesen Fragenkatalog endlos weiterführen, käme aber immer wieder zu dem Ergebnis. Das ist nicht mehr das Vaterland unserer Liebe und Treue.