Hot News: "Weil das private Nettovermögen der Deutschen nach Dills Berechnungen bei 8,2 Billionen Euro liegt, kämen die 1,7 Billionen Euro durch eine Abgabe in Höhe von gut 20 Prozent zusammen. Diese müsste allerdings auf jeglichen Besitz erhoben werden – vom Festgeldkonto über das Aktiendepot bis hin zur Immobilie. Weil den reichsten zehn Prozent der Deutschen gut 60 Prozent des gesamten Vermögens gehören, würden sie die Hauptlast bei der Schulden-Weg-Aktion tragen", der SPIEGEL träumt über Möglichkeiten der Schuldenentlastung Deutschlands: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,711589,00.html

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Steinmeier – die subsummierte Erfolglosigkeit

Ein Kommentar zum SZ- Artikel „Steinmeiers Schattenkabinett”.

Dieser Herr kann einem schon fast leid tun:

  • Dackelt 4 Jahre hinter seiner Chefin als angeblicher Außenminister her, allein ins Ausland reisend trifft er die vierte Riege der Politik.
  • Einen so saft- und kraftlosen Außenminister hatte Deutschland noch nie gehabt; würde man ihn nicht kennen, könnte man ihn für den Bürovorsteher der Firmenbuchhaltung halten.
  • Als Diener von Gerhard Schröder soll er die Agenda 2010 vorangetrieben haben, jene Agenda, die die SPD zum Beinahe- Untergang führte und die er heute gegen den Widerstand der alten Wählerschaft immer noch vertreten muss.
  • Dieser Kopftyp – Marke Denker extra – soll nun Menschen mitreißen, emotional aufrütteln, begeistern; das ist vergleichbar damit, dass Sie beginnen, demnächst in der Sahara ganzjährig Spargel anzubauen.
  • Man kann annehmen, er ist sicherlich ein prima Vorgesetzter, gerecht zu allem und jedem; man kann annehmen, er wird niemals ausfällig oder polterig – das passt nicht zu diesem Typ.
  • Jemand, der Außenminister geworden ist, unterstellt, dass dazu auch eine Portion innerer Überzeugung gehört, ist typisch jemand, der im wahrsten Sinne des Wortes Diplomat, diplomatisch, ist; es darf  bezweifelt werden, dass ein Steinmeier sich einmal kraftvoll durchsetzen kann. Er ist der liebe nette Onkel an einer SPD- Spitze, die vor Unfähigkeit deshalb strotzt, weil zu viele in zu falsche Positionen geraten sind.
  • Manchmal könnte man meinen, Steinmeier sonnt sich im Applaus seiner eigenen Partei: aber Achtung! Klaquere sind Schall und Rauch, kaum ist das Feuer erloschen, gibt es auch keine Klaquere mehr – sie haben eine Halbwertszeit nur von Minuten!

Steinmeier ist nicht in seiner Ausstrahlung der Persönlichkeit einer, der Ecken und Kanten aufzeigt, der – im Unterschied zur Merkel – nicht dezidiert scharf etwas vorträgt.

So wirkt Steinmeier! Leider!

Die Bürger nehmen das wahr, was sie sehen, sie wählen den, der die ihrer Meinung nach beste Kongruenz erfüllt, die sie vermeinen, dass das Kanzleramt von dem Inhaber verlangt. Und genau hier beginnen die wirklichen Probleme des Herrn Steinmeier, der sich in seiner Zeit als Außenminister wahrlich nicht profiliert hat.

Es soll die SPD einmal schlüssig erklären, warum sie einen erfolglosen Außenminister zum Bundeskanzler machen möchte? Der soll es können, wenn er schon das Außenministeramt nicht sichtbar gut vertreten hat? Was soll es, wenn Steinmeier wieder einmal bei Entführungsfällen vor die Fernsehkameras tritt und diplomatisch geschickt seinen beruhigenden Kommentar abgibt? Das könnte sein Büroleiter zumindest genau so gut erledigen! Wenn man sich an Genscher erinnert, man mag die FDP mögen oder nicht, auf diesen Außenminister konnte man stolz sein: er war präsent – und zwar in der ersten Reihe. Im Konzert mit der Merkel hat sich Steinmeier jede Butter vom Brot nehmen lassen. Und genau das haftet ihm heute an!

Dass er zudem sich nie von der neoliberalen Richtung der SPD im Verbund mit Platzeck, Steimeier, Müntefering, Clement, jenes harte Quadrat, das den Niedergang – in der Mitte Schröder – zu vertreten hat, distanzierte, ist die wirkliche taktische Ungeschicklichkeit. Das Volk hat doch nun wirklich der Agenda 2010, die niemals vermittelt wurde, die niemals in ihrer Auswirkung vermittelbar ist, den inneren Kampf angesagt. Jeder, der diese Agenda 21 weiterhin vertritt, der gehört auf die Wahlzettel- Abschussliste. Das müsste doch auch bei Steinmeier angekommen sein.

Eine wirkliche politische Größe, wie auch Obama zeigt, äußert sich öffentlich: es war falsch – ich habe einen Fehler gemacht. Das macht sympathisch, das macht menschlich. Aber die SPD verrennt sich in Sturheit und in einem völlig falschen Verhaltensmuster, das bei den typischen SPD- Wählern niemals ankommt: es gibt keinen der ersten und zweiten Riege, der sagen würde, ich erkenne, dass die Agenda 21 in der Auswirkung falsch und überzogen war. Es reicht halt dem Volk nicht, wenn man hört, man könne ein paar Stellschräubchen noch drehen und korrigieren. Nein, die Volksseele denkt anders! Und das ist bei Steinmeier nicht angekommen!

Der Mann kann einem wirklich schon auch deshalb leid tun, weil er sich mit einem Beraterstab umgibt, der ihn zu allem und jedem promptet, wie der SPIEGEL unlängst schrieb. Das Volk will keinen aufgepeppten Lehrling vorn sehen, das Volk will einen gestanden Mann oder eine gestandene Frau sehen, die scheinbar mühelos sich durch fast jeden thematischen Urwald bewegen kann. Wenn man den SPIEGEL- Bericht über die Beraterriege sich durchgelesen hat, einer erfolgloser als der andere, möchte man gern Steinmeier andienen, einen Berater der Berater einzustellen, um den ganzen Laden mal etwas mehr zu koordinieren. Er hat doch einen klugen Büroleiter, Steinlein, warum gibt Steinmeier ihm nicht die Aufgabe, hier mehr Zug reinzubekommen?

Der Mann kann einem wirklich schon auch deshalb leid tun, weil ihm die Zeit davon gelaufen ist.

Herr Steinmeier: einen Tipp gibt Ihnen DD aber auch. Das Volk sucht nicht den Loser, es sucht nicht den Gestrigen, es sucht den, der die Weichen für die Zukunft legt. Auch das haben Sie versäumt und das ist innerhalb der nächsten nur noch zwei Monate nicht aufzuarbeiten, erst recht nicht in die Herzen zu bringen.

Wie sagte der ehemalige Toyota- Europa Chef bmautor einmal auf einer Tagung? ‚Ich verkaufe den Menschen nicht einen tollen Motor, eine tolle Technologie, ich verkaufe den Menschen die Vision, dass, wenn sie einen Toyota kaufen, ihr Leben eine neue Lebensqualität bekommt!’

2 Reaktionen zu “Steinmeier – die subsummierte Erfolglosigkeit”

  1. Sybilla

    Wir wissen doch was die SPD unter “Vollbeschäftigung” versteht.

    ca. 1,6 Personen im Maßnahmen und ein ausufernder Niedriglohnland wird den Wähler als Erfolg der Reformen gegen die Arbeitslosigkeit angeboten. Das sich die Zahl der Leistungsempfänger auf rund 8 Millionen erhöht hat ist augenscheinlich ein unbeachteter Nebeneffekt der Erfolgsmeldung.

    “Vollbeschäftigung” ala SPD heißt das alle irgendwie beschäftigt sind. Eine echte Vollbeschäftigung mit existenzsichernden Einkommen ist mit dieser “SPD – Vollbeschäftigung” vermutlich nicht gemeint.

  2. Die kompliziertesten Chef-Charaktere

    [...] Steinmeier – die subsummierte Erfolglosigkeit [...]

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+++ der Sumpf hat Deutschland vollständig erreicht. Man kann gar nicht so viel schreiben ... +++

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