Weltwirtschaft: alles paletti
“Die wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt haben sich in London auf eine umfassende Reform des Finanzsystems geeinigt. Banken und Investmentgesellschaften sollen strenger kontrolliert, Steueroasen ausgetrocknet werden. Um ärmere Länder im Kampf gegen die Rezession zu unterstützen, sollen sie Hilfen bis zu 1,1Billionen Dollar erhalten. Die Industriestaaten selbst kündigten vorerst keine neuen Konjunkturpakete an”, schreibt die SZ.
Ein bisschen Kosmetik hier, eine Minikorrektur dort, die Wirtschaftswelt wird so fortgesetzt, wie sie zuvor lief:
- der potentielle Kunde wird umworben
- Kredite werden angeboten werden
- kaufen und verkaufen wie gewohnt.
Es ist dennoch verdammt logisch, was die G20 beschlossen haben: ärmere Länder sollen bis zu 1,1 Billionen Dollar erhalten, weil dort, nur dort, das Kaufpotential liegt, um die Erde glücklich zu machen. In den hoch entwickelten Ländern ist ( plus-minus ) eigentlich alles vorhanden; im Vergleich zum Potential der hoch produktiven Fabriken ist hier nicht mehr viel Umsatz zu machen.
Also geht G20 die Lehmhütten- Wirtschaft an. Da brauchen die Leute noch Kühlschränke, Fernseher, Stereoanlagen, Handys und all die Segnungen der hoch aufgerüsteten westlichen Haushalte. Wäre es nicht wirklich schön, wenn in jeder Familie des Stammes X im Sambesigebiet zumindest ein Auto wäre?
Welch eine Idiotie! Welch ein Raubbau an dieser Welt!



