Hot News: "Deutschland muss sparen, ab 2011 gilt die Schuldenbremse. Doch im neuen Haushaltsentwurf finden sich Posten wie die Finanzssteuer. Luftbuchungen also", http://www.morgenpost.de/politik/article1337597/Deutscher-Haushalt-enthaelt-Luftbuchungen.html => der Zerfallsprozess erreicht die konservative Presse; diese ist nicht mehr bereit, Büttel für die konservative Regierung unter Merkel zu sein.

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Die große Sehnsucht der Deutschen

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Ich gestehe, ich bin gerade in Frankreich. Hier, ein Haus, ersterbaut 1757, nur kurze Zeit vor der französischen Revolution 1789, als das Volk die Diktatur der adeligen Obrigkeit satt hatte. Eine wunderschöne Quelle mit Trinkwasserqualität. Auf einem Hügel gebaut, weiter Blick in die fast 80 Kilometer entfernten Berge des Zentralmassivs. Fernab vom täglichen Gewühl der Menschen der Großstadt, fernab vom Strand- Hühnergrill und tausenden Sonnenschirmen.

Hier lässt sich nachdenken, rückwärts, vorwärts, seit etwa 10 Jahren. Ja, meine Frau ist erfahren in interkulturellem Training zwischen den Ländern Frankreich-Deutschland.

Dann kommen auch Gespräche auf, dass es schon komisch erscheint, wenn um Schlag 12 Uhr die Franzosen aus ihrem Auto ein Tischchen rausholen, die Klappstühlchen aufstellen und dann beginnen, ihre heilige Ruhe neben der Straße zu pflegen. Man diniert dann eben ein paar Stunden. Man plaudert über alles und jedes und auch jeden. Nur nicht über Probleme. Sicherlich, in dem Ort Le Pert… ist unlängst am Schulgebäude die Eingangstür kaputt gegangen und zum Wochenmarkt kommt Robert auch nicht mehr. „Weißt du eigentlich, dass Robert seine Rentenjahre aufgekauft hat, und nur 500 Euro hat er je Jahr gezahlt. Im nächsten Jahr wird er sich im Ruhestand mit 55 und seinem Bergerac rouge vor seine Tür setzen. Wir haben wieder eine Einladung zur Familie Sol, dann treffen wir wieder ihre ganze Familie, das wird sicherlich schön!”

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Also machten wir es auch so, wie die Franzosen. Wir luden Arlette, eine Pariser Bankdirektorin, seit schier unendlicher Zeit befreundet, zu uns ein. Wir machten Ausflüge, wir redeten über „alte” Zeiten, dass sich in Paris auf den Straßen vieles verändert hat, dass Sarkozy ein zweifelhafter Mensch ist ( um hier nichts anderes zu sagen ), dass sie auf die Rente spart, auch sie kauft sich ein paar Jahre. Sie freut sich, endlich mal Zeit zu haben, ihre über Frankreich verstreute Verwandtschaft und ihre alten Freunde, die inzwischen von Indonesien bis Südamerika verstreut sind, besuchen zu können: la belle vie ( das schöne Leben ).

Wir fuhren zu einem 30 km entfernten Restaurant, drei Gänge Menu für 13,60 Euro. Wieder stundenlanges Plaudern über die schönen Kleinigkeiten des Lebens. Es fällt auf, wenn man ein paar Wochen hier ist, dann beginnt man, den Blick zu wenden, auf den Mikrokosmos, die vor dem Haus bimmelnden Kühe. Dann fragt man den Metzger mit seinem Überland- Verkaufswagen, „wie ist das Geschäft”, und er sagt „zum Überleben reicht’s”, Entgegnung darauf „hätte ich auch so gesagt” und dann gemeinsames freundliches und offenes Lachen.

Nein, wenn man hier genau hinschaut, in Deutschland hieße es „es ist nicht alles Gold, was glänzt”, die Franzosen brauchen das Gold gar nicht rauszuhängen, sie haben es kaum; sicher, in Paris, da ist es schon etwas anderes, da ist der Hauch von „La Grande Nation” zu spüren, an fast jedem Haus. Aber im Landesinneren, ob im Norden oder im Süden, nein, Gold zum Raushängen, das brauchen die Franzosen nicht.

Und dann kommt bei dem Deutschen automatisch der Gedanke, warum ist das so? Warum haben die Franzosen andere Prinzipien?

Sofort erinnerte ich mich daran, als ich mal mit Peugeot viele Wochen verhandelte, hatte unser Pariser Büro mal meine Frau angesprochen: „Warum beginnt Ihr Mann eigentlich schon beim Frühstück mit der Arbeit?” Ja, wir Deutschen sind ziel- und ergebnisorientiert. Arbeit ist für uns zu einer bitteren Notwendigkeit geworden, weil die in Frankreich zu findenden Werte von Solidarität mit all ihren Konsequenzen ausgeprägt sind und bleiben, im Gegensatz zu Deutschland. Hier wird auch mit einem Kanten preisgeregelten Weißbrots und einem roten Landwein dazu gefeiert.

Sicher, die Lebensmittelpreise sind im Durchschnitt gestiegen, aber bei genauem Hinschauen ist vor allem das „Grünzeug” drastisch gestiegen; vieles anderes ist im Preis geblieben. Fast hat man den Eindruck, die Unternehmer in Frankreich haben ein anderes Verhältnis bezüglich ihrer Verantwortung gegenüber dem Volk. Doch auch hier in Frankreich geht die Globalisierung und die Wirtschaftsabschwächung nicht vollständig an den Beteiligten vorbei: Franzosen sind beunruhigt über den Anstieg der Arbeitslosigkeit, laut Figaro. Der Moralindex der Haushalte bezüglich des Konsumverhaltens befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit 1987. Die auch in Frankreich unter Sarkozy verstärkten Arbeitslosenkontrollen bewirken zusätzlich wirtschaftliche Unsicherheiten. Der Verlust der Kaufkraft, den die Haushalte verspüren, ist nicht nur Einbildung, sie führt zur Kaufverweigerung, insbesondere bei bedeutenderen Anschaffungen. Es wird erwartet, dass sich in Frankreich der Konsum fortgesetzt abschwächt.

Sicher, in Frankreich ist der Konsum reduziert; wenn man im Geant einkauft, die Einkaufwagen quellen nicht mehr über, wie in vergangenen Jahren; im Figaro liest sich, dass die Sorgen über die Zukunft ansteigen, aber Angst, wie in Deutschland, die findet sich hier nicht in dem Maße.

Unternehmenschefs in Frankreich betonen, dass, nach Figaro, sich die Privathaushalte zurecht beunruhigen, da die Statistiken einen Rückgang der Industriebelegschaft darstellen. Der Abbau der Arbeitsplätze wird auch hier verstärkt durchgeführt. Das französische Wirtschaftministerium bestätigte gerade, dass die Bautätigkeiten in den letzten Monaten um 28,2 Prozent abgenommen hätten.

Sicher, die Fertigung der Großindustrie in Frankreich ist keinen Millimeter Unterschied zu den Fließbändern bei VW oder Daimler, auch bei Renault sollen demnächst 5000 Leute entlassen werden, aber noch ist hier nicht zu erkennen, dass Pessimismus und Lebensangst vorherrschen.

Man wird den Eindruck insgesamt nicht los, während die deutsche Politik alles beschönigt, wird hier in Frankreich reiner Wein ausgeschenkt. So etwas beunruhigt zwar, dass Schlechtwettermeldungen veröffentlicht werden, führt aber nicht zu Ängsten, wie sie in Deutschland im Prekariat üblich sind.

Warum hat Sarkozy beispielsweise die WTO- Verhandlungen in Genf jetzt gerade mit einem Veto belegt? Weil das Agrarland Frankreich ein wesentliches Standbein in der Bauernschaft hat; Frankreich wäre schlimmstenfalls Selbstversorger. Würde Frankreich einem WTO- Frieden geopfert, 17

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Man denke nur einmal einen kleinen Unterschied: während die deutsche Presselandschaft unternehmerdevot schreibt, dass die Franzosen die Abkehr von der 35 Stunden Woche geschafft haben, wird breit in der französischen Presse darüber berichtet, dass die Stundenerhöhungen mit massivem Lohnausgleich vonstatten gegangen sind. Erkennen Sie den medialen Unterschied? Hier, in Frankreich la belle vie, hier in Deutschland le grand succès. Man lebt noch in Frankreich – und das ist der Unterschied. Man scherzt noch in Frankreich – und das ist der Unterschied.

In Deutschland findet diese Hochzeit des gemeinsamen fröhlichen Gefühls gerade einmal zu den Fussball- Welt- oder Europameisterschaften statt. La belle vie, reduziert auf: das Erfolgserlebnis als Nation! Vielleicht haben wir Deutschen noch nie gelernt zu leben. Vielleicht deshalb, weil unserer Staat immer das Volk geknechtet hat: ihr da unten. Dieses Gefühl ist hier in Frankreich nicht. Wenn es den Franzosen nicht passt, dann marschieren sie auf den Straßen. Dann gibt es eine Festivity, die Deutschland nicht einmal in der 68er Zeit hatte, begleitet von ein paar Flics. Und wenn Franzosen alt werden, sie haben keine Zukunftsangst: es ist bezahlbar, auch ein Pflegeheim! Hier, diesen alten Herrn, geboren in den Pyrenäen, übergesiedelt in das Gebiet Zentralmassiv, wo seine Frau Dorfschullehrerin war, den haben wir in unser Herz geschlossen. Ja, sagte er, ich war Gefangener bei den Deutschen, ich habe dort arbeiten müssen, ich kenne noch ein deutsches Wort: „Kartoffel”, meinte er. Kein Hass, kein Zorn, die Weisheit des Alters sprach, „nous sommes amis” .

Man könnte auch sagen, 1789 ist in jedem Franzosen noch lebendig, während die Deutschen auf 1789 bereits seit bald 250 Jahren zu warten scheinen. Klar, sie haben den Despoten Sarkozy, klar, der ist in seiner Beliebtheit tiefer, tiefer geht es nicht. Aber, bei aller Kritik, er federt Härten ab ( Lohnausgleich ), er kämpft für Frankreich als Grande Nation ( mehr schlecht als recht ), er verknüpft Mietpreissteigerungen mit der Inflationsrate, die Menschen hier müssen kaum um ihre Existenz bangen, er ist zu undiplomatisch gegenüber den Iren, weshalb dort aus nationalem Trotz der Widerstand gegen die verordnete Diktatur der Eurokraten durch den Lissabon Vertrag wächst. Sicher, in den Pariser Vorstädten, bei den Migranten, gibt es Probleme. Aber besteht Frankreich aus lauter Paris? Unsinn!

Hier in Frankreich lebt man, c’est ca, in Deutschland noch, rien ne va plus.

Man muss auch sagen, dass die Anspruchshaltung an das Leben eine andere ist. Frankreich hat sich immer gewehrt gegen die zu intensive Amerikanisierung. Alles ist einen Tick bescheidener, auch im Kopf. „Mein Haus – mein Pferd – mein Ferrari”, das ist nicht die Denke der Masse der Franzosen. Man lebt auch gut dadurch, dass man einen herzlichen Kontakt zu Freunden pflegt: der Metzger zum Beispiel, der verlässt manchmal seinen Laden, er schließt nicht ab, um im Hotel gegenüber einen petit café zu trinken, ein kleines Schwätzchen zu halten.

Und wenn dann wieder mein Blick in die weite Landschaft geht, die Berge im Hintergrund sind 80 Kilometer weit entfernt, dann wird das Leben relativ, dann wünscht man sich, dann wünsche ich mir, ein Stück unbeschwertes Lebensgefühl der Franzosen in deutschen Herzen.

Sicher, ich „bastele” gerade an der Basisdemokratie, führe stundenlange fast tägliche Gespräche mit meinen Freunden in Deutschland. Planen, machen, tun, damit ein Stück unbeschwertes Lebensgefühl der Franzosen in deutschen Herzen einkehren möge. Und immer wieder gibt mir dieser Blick in die Landschaft Mut weiterzumachen, die Hoffnung nicht aufzugeben, es möge gelingen: die eigentlich große Sehnsucht auch der Deutschen nach Unbeschwertheit, nach Lebenslust in Gemeinsamkeiten, nach innerer Freude, die ich auch anderen zeigen möchte, so wie beim public viewing während der WM oder EM.

Nur, das scheinen unsere Politiker vergessen zu haben. Das ist nicht die Denke derer, oben, in Deutschland. Für die ist das Volk, wie für Unternehmer, reine Marionetten, die hin- und hergeschoben werden: Befehlsempfänger, die die Deutschen immer und zu jeder Zeit waren. Diese innere Befreiung haben wir in Deutschland noch nie geschafft. Wer ehrlich genug ist und nicht zu den „oberen Zehntausend” gehört, der wird zustimmen: 80 Prozent unseres Tages reden und denken wir von der Arbeit, von dem täglichen Überlebenskampf. Nur, das scheinen unsere Politiker vergessen zu haben, nein, sie wissen es nicht, weil sie in ihrem eigenen Kokon sitzen und ihre eigenen Festivitäten feiern und ihre eigenen Laudatien jeweils abwechselnd gegenseitig im abgeschlossenen Kreise abhalten, weil sie gelernt haben, wie man nach Gold glänzt ohne es zu sein. Und weil wir Deutschen dieses alles mit uns machen lassen, die Kaiserzeit, Hitler, das Denken über die Unfehlbarkeit der Obrigkeiten, haben uns noch immer im Griff: der JAWOLL- Staat, ständig neu geschürt.

Resignation? Nein, Unsinn! Die Lösung erarbeiten. Neue Wege beschreiten, Menschen ein Licht am Ende des Tunnels zeigen. Freude zuzulassen lernen. Den schönen Mikrokosmos um uns herum, in Armreichweite, entdecken und zu wissen, darum lohnt es sich zu streiten. Freunde zu pflegen, Gedanken fliegen zu lassen, gewohnte, ausgetrampelte Wege zu verlassen, sich auf die Entdeckungsreise zu machen: nicht zu sagen, warum etwas nicht geht, sondern zu sagen, wie wir es realisieren, den Aufbruch zu einem neuen Lebensgefühl. 1789 neu und in Deutschland aufbauen, mit heutigen Mitteln, friedlich und urdemokratisch.

Es graust mir, wenn ich in meinem geliebten französischen Hotel am Internet sitze und meine  10 Onlinezeitungen aufschlage:

  • Experte erwartet Werkschließungen in Europa
  • Das digitale Ich liegt in Scherben
  • Die Preise steigen weiter
  • Heute sehnen die Deutschen sich nach anderen Werten
  • Islamisten nutzen die Schwäche der Demokratien
  • SPD warnt Obama vor Ruf nach deutschen Truppen
  • Deutsche Firmen stoppen Einstellungswelle
  • Die riesige Angst vor dem sozialen Abstieg
  • Die Beamten-Bombe
  • Flaute auf dem Arbeitsmarkt in Sicht

alles aktuelle Artikel, dann möchte ich ein kleines Feuerwerk innerer Freude anzünden, bei mir, bei dir, bei möglichst vielen!

Meine Frage an Frau Merkel, geäußert in einem persönlichen Brief: bitte, sagen Sie dem deutschen Volk doch einmal, wohin soll die gesellschaftliche Reise bei all den Reformen gehen, blieb, wie ist es wunderlich bei Königs, unbeantwortet. Auch der Bundespräsident findet diese Frage nicht einer Beantwortung wert. Dabei wartet dieses Volk darauf, dass man etwas mehr Sicherheit bekommt. Ist das wirklich zu viel verlangt zu fordern, keine Fahrkarte nach irgendwo kaufen zu müssen? Aber genau das macht die deutsche Politik: scheinbar wilder Aktionismus, bei dem man das ungute Gefühl nicht los bekommt, dass dahinter System der Hinterzimmer vorherrscht. Vielleicht ist es auch das: dass Menschen in Frankreich klaren Wein eingeschenkt bekommen ( Sarkozy hat seine verhältnismäßig neoliberalen Veränderungen zuvor angekündigt ), jedoch ich Deutschland der Wählerbetrug fröhliche Urständ feiert: es ist unfair, dass Bürger Politiker an Wahlaussagen messen, ein Versuch, Wählerbetrug zu legalisieren.

Ich bin in der Realität Deutschlands zeitweise wieder angekommen

4 Reaktionen zu “Die große Sehnsucht der Deutschen”

  1. Mamamia

    Zum vorherigen Beitrag möchte ich noch folgende Sätze hinzufügen:

    Danke für die obigen Zeilen, die jeden deutschen Bürger wirklich nachdenklich machen müssten!

    Wirkliche Lebensfreude finden viele Deutsche leider oft nur noch in den Ländern, in denen sie Urlaub machen.
    Nur nicht mehr in ihrer Heimat, im Kreise der eigenen Familien, Freunde und der hiesigen Natur.

    Der einzelne Bürger darf aber nicht einfach zuschauen, wie einstige Werte durch gezielte Werbungen zerstört werden, indem uns eine aufgedrückte Gesellschaftsstruktur einsuggeriert, daß nur “mein Haus, mein Auto und mein Urlaub” Werte von Bedeutung sind. Denn sie sind es garantiert nicht!

    Leute, schaut nicht nur auf Geld, Pomp, Luxus und Glanz. Der ist genauso vergänglich wie die Jugend.
    Ein Land, daß nicht für seine Kinder kämpft und seine Rechte einfordert, muss sich nicht wundern, wenn ein anderer seinen Platz einnimmt!

    Steht auf vom Sofa und macht mit!
    Für unsere Kinder, unsere Freiheit und unser Recht auf Selbsbestimmung!

    Damit niemand einmal sagen muß, hätte ich das nur eher getan!

  2. zdago

    @wohin soll die gesellschaftliche Reise bei all den Reformen gehen
    Beschrieben finden sie es bei Mr. Morgenthau, ein Beispiel in den amerikanischen Baumwollfeldern vor 150 Jahren.

    mfg zdago

  3. Edward Grossmann

    Lieber Bernd!

    Das war für mich der beste Beitrag, den ich von Dir gelesen habe- zu meiner Entschuldigung- ich kenne nicht alle Deine Beiträge.

    Über Jahre hinweg, als die globale Wirtschaft noch nicht so dramatisch die Menschen ausbeutete, konnte auch ich in Frankreich und in Spanien mit vielen Urlaubtrips die Länder sehr gut kennenlernen.

    1982 hatte ich meinen längsten Urlaub mit fast 6 Wochen in Frankreich, Spanien und Portugal gemacht.
    Als ich wieder in Deutschland war und das begann schon nach der französischen Grenze auf der Autobahn Richtung Freiburg, war sofort die unangenehme Hektik zu spüren.

    Zu diesem Zeitpunkt war ich schon selbstständig und musste mir einige Gelbe und auch rote Karten von meinen Kunden gefallen lassen.

    „Wie kann man sich als Deutscher einfach fast sechs Wochen von seiner Arbeit entfernen!“

    Ich verstand für einige Wochen die Welt nicht mehr, hatte mich doch so gut an die südländische Mentalität recht gerne gewöhnt und wurde wieder in die Deutsche Mentalität gezwungen.

    Warum den meisten Deutschen eine Leichtigkeit des Lebens fehlt, warum der Neid auf jeden, der etwas mehr hat, der das größere Auto fährt, der sich auch ein größeres Haus leisten kann, so groß ist und regelrecht zu Feindschaften führt- ich habe keine plausible Antwort- ich weiß es nicht.

    Doch die Deutschen sind besondere Neidhammel, gerade in ländlichen Gegenden, wo jeder den anderen kennt. Wenn da jemand mit seinem Geschäft, egal ob er Händler ist oder eine Dienstleistung anbietet, sehr großen Erfolg hat, wird er von vielen der Dorfbewohner gemieden.

    Man geht zum Friseur in den Nachbarort, man kauft das Gemüse auch nicht vor Ort, das Wohnzimmer wird nicht von einem Handwerker vor Ort, der sich so ein schönes Haus bauen konnte, renoviert usw.

    Wir Deutschen machen uns das Leben schwerer als es ist- leider leider

    Viele prahlen mit ihrem Besitz, besonders zu finden bei den Neureichen, die nicht selten auch auf der Masche, andere für sich für wenig Geld auszubeuten, diesen Besitz eher ergaunert haben.

    Und weil die Deutschen sich in eine Ellbogengesellschaft steuern und manipulieren lassen, ist der Lebensstress vorprogrammiert und spiegelt sich sehr deutlich in der Lebensqualität.

    Das bringt keine Freundschaften zustande, das produziert Frust und Neid.

    Ehrliche Freundschaften ist doch für uns Menschen neben Gesundheit der zweit wichtigste Aspekt für ein wunderbares Leben, dass man mit anderen Menschen teilen kann und sich natürlich auch gemeinsam erfreuen kann. Wie einsam währe das Leben ohne Freundschaften zu anderen Menschen.

    Wer keine Freunde hat, wird nicht selten nicht mal sich selbst als Freund betrachten können und sich im traurigsten Fall, nicht mal selbst leiden können.

    Da hilft nicht das ganze Geld der Erde, um wenigstens durch Konsum und materiellen Wohlstand seine eigene Feinschaft sich selbst gegenüber zu überwinden.

    Um von den Südländern zu lernen, diese Lebensfreude und Leichtigkeit zu übernehmen, wird für die Deutschen schwer zu übernehmen sein, da in den Köpfen das eigene Ego stets sich zu Wehr setzt.

    Der Kapitalismus Pur ist auch der größte Feind und verhindert Zusehens die Harmonie und Lebensfreude unter den Menschen- er zerstört in erschreckender Weise die wichtigste Zelle in unserer Gesellschaft- Die Familie als Säule einer positiv ausgewogenen sozial ausgerichteten Gesellschaft.

    Viele werden also nur träumen von einem lebenswerten Leben wie in Frankreich, das es ja auch nicht für jeden möglich ist seine Koffer zu packen und in ein Land des Lebens zu ziehen.

    Wir Deutschen müssen an uns noch sehr viel arbeiten und die globale Solidarität erlernen und hegen und pflegen.

    Das kann uns gelingen, wenn wir viele, viele Freundschaften schließen und eine große Familie werden, die sich für jeden einzelnen Stark macht und jeden mit in das Boot des friedlichen mit einander aufnimmt.

    Ob wir nun eine Verfassung haben, ob unsere Politiker durch die Bank nur ihre eigenen Interessen pflegen und sich vom Kapitalismus aus eigenem Profit einvernehmen lassen, ist eher Sekundär.

    Wir Menschen in Deutschland müssen bereit sein für unsere Rechte friedlich in einer Front den Peinigern zu zeigen! WIR SIND DAS VOLK und ohne uns dem Volk kann keine vernünftige, ehrliche Politik und sozialer Frieden zustande kommen.

    Hier geht mir schon seit Jahren der Begriff Human-Sozialismus durch den Kopf und ich habe natürlich zu diesem Begriff auf Links gefunden, die ich hier in meinem Bericht mit einbinde.

    http://www.trend.infopartisan.net/trd1202/t091202.html

    http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/991/184414/

    http://www.sozialismus.de/socialist/artikel.php?r=3&p=2004_07

    Vielleicht ist der Versuch mit einer Volksgewerkschaft, alle die den Wunsch haben, sich in einer großen Familie der Solidarität zu verwirklichen, die Idee des 21. Jahrhundert und es werden über die Grenzen von Deutschland
    eigene Volksgewerkschaften nach dem Musterbeispiel sich gründen.

    Die Sehnsucht nach einem erfüllenden Leben mit einem erfüllenden Lebenssinn ist so stark angestiegen und auch deutlich im Internet zu sehen, dass wir vielleicht es noch schaffen den Peinigern im Hintergrund, die uns global kontrollieren, gnadenlos ausbeuten und damit ihre Machtstellung der Übermenschen, mit unserer globalen Solidarisierung aller Völker, einen Strich durch die zu verachtende Rechnung machen.

    Viel Zeit bleibt uns nicht, da an entsprechenden Gesetzen massiv gearbeitet wird, die jeden auch so friedlichen Widerstand im Keim ersticken möchten und die, die sich zu Wehr setzen in irgendwelche Arbeitslager verschwinden lassen.

    Das ist eine erschreckende Feststellung, für die es sehr viele Beweise schon gibt.

    Wir können aber auch nicht alle die Koffer packen und Deutschland verlassen, um das Leben mit Wein, Käse und Musikerleben mit netten Freunden täglich zu genießen.

    Wir müssen unsere Hausaufgaben als erstes in den Vordergrund stellen und auch für Deutschland die notwendigen Weichen für ein Leben mit Lebenssinn zu stellen.

    Dass lieber Bernd ist eine riesige Aufgabe und bedarf vieler, vieler Mitstreiter für die Realisierung eines freien Lebens ohne Zukunftsängste.

    Das sollten wir als Ziel allen Menschen verdeutlichen, damit sich das Solidaritätsbündnis täglich vergrößert und den Tag „Wir haben es geschafft!“ uns näher bringt!

    Liebe Grüße aus der Mensch trau Dich Zentrale

    und auch von der Volksgewerkschaft Dein Freund

    Edward Grossmann

    Eddi

  4. Autobahn-leben » Blog Archive » Re: Was meint Ihr denn, was die Pfeiler auf Unser Autobahn machen? - Umfassende britische Verkehrsüberwachung…

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+++ der Sumpf hat Deutschland vollständig erreicht. Man kann gar nicht so viel schreiben ... +++

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