Erscheinungbild der Basisdemokratie
Dieses ist der erste Entwurf für das Erscheinungbild der Basisdemokratie. Basisdemokratie, goldfarben, soll den Wert allein durch die Farbe darstellen. Basisdemokratie ist der goldene Wert! Demokratie von der und durch die Basis zur Umsetzung in die politische Ebene, das ist die neue Philosophie.Es geht darum, dass nicht Parteihierarchien Wünsche und Vorstellungen der Bürger blockieren. Was wir durchführen, den Bürgern die Möglichkeit geben, ihre Vorstellungen ohne hierarchisches Korrektiv in politische Aktivitäten umzusetzen, die sich einzig dem demokratischen und mehrheitlichen Abstimmungsprozess der Mitglieder aussetzen, ist Politikbeteiligung in reiner Form von unten nach oben. Wenn unlängst ein SPD- Mitglied sagte, diese Art sei in der SPD auch möglich, dann irrt dieser Herr: Die in seiner Partei „oben” Stehenden werden dieser basisdemokratischen Methode niemals zustimmen; man möge nur einmal einen Test machen am Beispiel „die Bundesregierung wird aufgefordert, sofort den Bundeswehreinsatz in Afghanistan zu beenden”, eine Vorstellung, die von einer breiten Mehrheit im Volk getragen wird, aber wegen dieser Art Demokratie nicht umsetzbar ist. Die potentielle Vorhaltung der Freunde der alten Demokratie, das Ergebnis wäre eine international nicht berechenbare Politik sei entgegnet, dann sollen unsere heutigen Politiker sich gefälligst um eine Politik bemühen, die von der Mehrheit in diesem Volk getragen wird, dann ist die Politik auch berechenbar.
Die Basisdemokratie wird die Attribute
- ehrlich
- bürgernah
- WIRksam
tragen, weil sie mit einem hohen ethischen Grundprofil ausgestattet ist, welchem jeder Beteiligte folgt. Die Ächtung der Korruption, der Bestechlichkeit, des Lobbyismus sind Grundpfeiler. Die Bürgernähe ermöglichen wir durch den Prozess, dass jeder Bürger grundsätzlich teilnehmen kann. Es sei auch gesagt, die dümmliche Kategorisierung in links-rechts-mitte wird den Problemlösungen der heutigen Zeit nicht gerecht. Die oft künstliche Herbeiführung auf moralische Werte ( man beachte diesen von vielen benutzen schwammigen Begriff ) bei Lösungen engt den Handlungsspielraum zu sehr ein, sie wird der heutigen Komplexität nicht gerecht. Lächerlich, kindisch schon ist die Rangelei der sogenannten Volksparteien um die angebliche Mitte. Bürgernah ist nicht in diese lokalen Ebenen links-rechts-mitte einzuordnen. WIRksam, das ist die Ebene, die unser Ziel ist:
wir wollen mit WIR das Zusammengehörigkeitsgefühl ausdrücken. WIR sind das Volk. Hier trifft sich das Volk, hier treffen sich die Bürger, in einer basisdemokratischen Ordnung, die eingegrenzt wird von den heute geltenden Gesetzen. Es geht uns um das WIR. Zu lange hat diese Politik uns differenziert, die Menschen in separierbare Pakete aufgeteilt. Zu lange hat diese Politik nach den Starken geschielt und die Schwachen, die durch diese Politik, insbesondere durch die Agenda 21 und die Freizügigkeit des Kapitals schwach wurden, bevormundet. Die Schwachen, die Kinder, die Rentner haben ein Recht darauf, viel intensiver eingebunden zu sein, sie alle sind Teil dieses WIR.
Wirksam wollen wir unsere Arbeit machen: der Einzelne soll partizipieren von seinen Ideen, für die er andere auch gewinnen kann. Wir wollen verhindern, dass Politik gegen das Volk gemacht wird. Dazu haben die Regierungen niemals den Auftrag; die Regierungen können sich auch nicht hinter dem Volk als Ganzem ( Schaden vom Volk abzuwenden, eine billige Ausrede als Alleinvertretungsanspruch ) verstecken und so tun, als hätten sie den Löffel der Weisheit gefressen. Unsere Politik soll wirksam werden, für die Bürger, für „unten” und auch für „oben”.
WIR reformieren die Demokratie, im wahrsten Sinne des Wortes.
Erkennen Sie den schwarzen Punkt hinter dem Wort „WIRksam”? Er ist das Symbol für ein ausdrucksstarkes Bürgerbegehren, er ist das Symbol für die Partizipation von „unten”, transportiert durch den roten Pfeil nach „oben”. Hier wird symbolisch dargestellt, dass wir Basisdemokratie betreiben: Politik von „unten” nach „oben”. Bürger können sich durch Ausschüssen/Gremien beraten lassen, aber die Beratung ist keine Vorschrift, sie ist eine Empfehlung, zu der auch der verantwortungsvolle Bürger ein Mitsprache- und Konsultationsrecht hat!
Politik wird durch die Basisdemokratie nicht einfacher, sie wird aber verantwortungsvoller – gegenüber dem WIR, gegenüber dem Volk, gegenüber uns allen.





Klingt ja erst mal ganz gut.
Aber auch eine Basisdemokratie braucht “Köpfe”.
Denn wir wissen alle zu gut,das sonst an der Basis nichts passiert.
Wir müssen uns bündeln und nicht jeder ein wenig NEUE DEMOKRATIE machen. Derzeit ist es um die VOLKSGEWERKSCHAFT.de wohl am besten bestellt.
Alles Gute, wünscht Friedemann
Mamamia!
Guten Tag! Genauso stelle ich mich Ihnen heute kurz vor!
Was geht ab in Deutschland? Deutschland “Quo vadis – wohin gehst du”? Zurück in die Vergangenheit?
Ausverkauf Deutschlands! Stellenabbau ohne Ende! Kaputte Familien! Globalisierung für Profite? Zerstörte Natur?
Jammern, meckern und schimpfen! Da machen inzwischen alle mit! Die Geldbörse besteht auch nur noch aus Zwiebelleder und ist leer – leerer gehts nimmer!
Also muß endlich etwas getan werden! Runter vom Sofa und tun wir alle was!
Allerdings muß ich Friedemann Recht geben. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und das sollte es nicht sein!
Fangt an, als Einheit zu denken!
Dann klappts auch mit den …Nachbarn!
Mamamia
Zitat:
Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen um zu weinen (Jean Paul Sartre)
@1. Das ist sicher und auch nötig, ohne Köpfe kein Köpfchen. Das einzige was hier bei allen Organisationen, ob Vereinen oder Parteien (und erst recht in Unternehmen) ein Fortkommen verhindert und Spaltung sowie Unzufriedenheit schafft, ist das EGO. Dieses kann bis zu einem gewissen Grade hilfreich und sogar sehr wichtig sein, weitaus wichtiger jedoch ist es, an den wesentlichen Stellen ein wenig zurückzutreten und zu erkennen, wo es kontraproduktiv wirkt und andere ihren Teil beitragen können und sollen. Das ist das Hauphinderniss bei jedwedem Unterfangen, bei dem Teamwork erforderlich ist.
@2. Die Volksgewerkschaft hat teilweise sicher sinnvolle Ziele, die aber in der breiten Masse so weder wahrgenommen noch verständlich dargestellt werden. Die Homepage wirkt derzeit leider sehr unprofessionell und chaotisch, die Ziele sind für jeden der sich nur oberflächlich damit beschäftigt und ein wenig googelt auch zu unklar herausgestellt und somit allzuleicht in der berühmten “braunen Ecke” zu verorten, auch wenn ich den Initiatoren als eher Linke abnehme, dass genau dieses nicht gewollt oder gewünscht wird. Sie verpasst auf diese Art aber das eigentliche Ziel, eine Interessenvertretung für die Bürger zu werden, denn eine Gewerkschaft ist nunmal vor allem für Erhalt von “Lohn und Brot” zuständig, und da interessiert weder ein imaginärer Friedensvertrag (den es tatsächlich nie gab), noch eine selbstbestimmte Verfassung. Würde z.B. an erster Stelle ein bedingungsloses Grundeinkommen gefordert und angestrebt, würde dies wesentlich besser zu dem angestrebten Gebilde passen. Bleibt es so, sage ich dem ganzen keine Zukunft voraus.
@ 3. Stimme mit Ihnen absolut überein. Meckern ist einfach, lösungsorientierte Vorschläge sind das Gebot der Stunde. Daher antworte ich Ihnen auch mit einem Zitat:
“Man gibt immer den Verhältnissen die Schuld für das, was man ist. Ich glaube nicht an die Verhältnisse. Diejenigen, die in der Welt vorankommen, gehen hin und suchen sich die Verhältnisse, die sie wollen, und wenn sie sie nicht finden können, schaffen sie sie selbst.”
George Bernard Shaw
“Die Bürgernähe ermöglichen wir durch den Prozess, dass jeder Bürger grundsätzlich teilnehmen kann. Es sei auch gesagt, die dümmliche Kategorisierung in links-rechts-mitte wird den Problemlösungen der heutigen Zeit nicht gerecht. Die oft künstliche Herbeiführung auf moralische Werte ( man beachte diesen von vielen benutzen schwammigen Begriff ) bei Lösungen engt den Handlungsspielraum zu sehr ein, sie wird der heutigen Komplexität nicht gerecht”
Auch ich finde, dass die Kategorisierung in links – rechts schon längst überholt ist und auch dazu beiträgt, die Menschen “in separierbare Pakete” aufzuteilen.
Was, allerdings, ist damit gemeint, zu sagen, dass die Berücksichtigung moralischer Werte den Handlungsspielraum einengt??
“Erkennen Sie den schwarzen Punkt hinter dem Wort „WIRksam”? Er ist das Symbol für ein ausdrucksstarkes Bürgerbegehren, er ist das Symbol für die Partizipation von „unten”, transportiert durch den roten Pfeil nach „oben”. Hier wird symbolisch dargestellt, dass wir Basisdemokratie betreiben: Politik von „unten” nach „oben”.”
Das Logo gefällt mir, allerdings würde ich die Punkte weglassen. Könnte man nicht die Partizipation der Bürger auch so darstellen indem man den gesamt Text: “ehrlich – bürgernah – WIRksam” mehr nach rechts rückt und dann den roten Pfeil von dem WIR nach oben ausgehen läßt?
Das würde dasselbe ausdrücken und noch dazu das WIR betonen.
Das dargestellte Prinzip der Basisdemokratie finde ich einleuchtend und auf jeden Fall effektiver als das jetzige System in den Parteien.
Allerdings beweist gerade das Beispiel “Krieg in Afghanistan”, der der Mehrheit des Volkes mit den fadenscheinigsten Argumenten aufgedrückt wird, gerade, dass solche Beschlüsse leider nicht nur infolge falscher Systeme erfolgen, sondern hier liegt der Grund in der mangelnden Bewegungsfreiheit Deutschlands und anderer Staaten durch internationale Bündnisse und Machtausübung starker Staaten, wie z.B. die USA.
Um hier Änderungen herbeizuführen bedarf es großer Einigkeit und eines sehr starken Drucks der Basis…
Was natürlich nicht heißt, dass man es nicht versuchen sollte!
@ Fried Fertig
“Das einzige was hier bei allen Organisationen, ob Vereinen oder Parteien (und erst recht in Unternehmen) ein Fortkommen verhindert und Spaltung sowie Unzufriedenheit schafft, ist das EGO.”
Absolut einverstanden! Ich gehe sogar noch weiter: das EGO ist immer das Hindernis!
Die Verwirrung kommt daher, dass die Menschen das künstliche Gedankengebilde “EGO” mit ihrem wahren “Ich” verwechseln.
Eckhart Tolle, ein Deutscher, der in den USA einem Millionenpublikum bekannt ist, warnt vor der Identifikation des wahren ‚Ich’ mit dem Ego, dem künstlich erzeugten Produkt des Verstandes.
Dieses „Ego“ bringt die Menschen dazu, zu urteilen, sich abzugrenzen oder sich gegenseitig zu bekämpfen, in allen Unternehmungen, wie z.B. auch in Foren. Da sich die Menschen dann, wenn sie sich mit ihrem Ego identifizieren, sich auch mit ihrer eigenen Meinung identifizieren, fühlen sie sich existenziell bedroht, wenn man ihnen widerspricht…
Das wahre “Ich” ist etwas anderes als dieses künstliche Gedankengebilde, was E. Tolle „Ego“ oder „Selbst“, nennt.
Solange die Menschen das nicht erkannt haben und sich selbst ändern, tragen sie diese Widersprüche und Konflikte in die beste Staatsform, die beste Organisation hinein.
Verein Basisdemokratie e.V. i.G.
vielleicht fehlt mir ja derzeit der Überblick, aber wie soll ein Verein Einfluß auf die Politik nehmen? Reden und empört sein, fruchtet nicht.
Bei allem Spaß – Politik wird von den amtierenden Politikern formuliert, wie immer sie an die Macht gekommen sind und sich daran halten.
Ich kann mir nur drei Szenarien vorstellen:
1. es gibt einen Wahlverein, der die Politiker wählt, die die wohlfeilsten Versprechen macht – hier fehlt während der Amtszeit die Einflußmöglichkeit, während ein Finanzstratege jederzeit schwarze kassen rüberwachsen lassen kann. Und bei der Abwahl nach 4 Jahren spielt es dann keine Rolle mehr – also nur eine Scheinalternative.
2. selbst wählen lassen, d.h. in eine Partei eintreten und dort dann einen passenden Politiker wählen. nennt man unterwandern, sollte bei der FDP mit möglcih sein – die 64.000 Mitglieder sollten doch locker zu überbieten sein. Also 70.000 Vereinsmitglieder in die FDP schicken und Westerwelle abwählen – wäre lustig.
3. Eigene Partei bilden und sich wählen lassen. Die 70.000 könnten auch in die eigene Partei eintreten, anstatt in die FDP. Dann könnten ausgesuchte Mitglieder Staatsämter annehmen und dort in besserem Sinne wirken. Ist ein Langzeitplan, bei dem man in Dekaden planen muß. Ist noch so lange Zeit?
Nach welchen Kriterien werden Mitglieder und Spitzenpositionen zugelassen, oder darf jeder. Um der Frage einmal eine Spitze zu geben, formuliere ich einmal:
1. keine ehemaligen Politiker aus anderen Parteien
2. keine Juristen in Spitzenpositionen
3. für passives Wahlrecht sind 5 jahre ehrliche Arbeit Voraussetzung, d.h. keine Juristen, Bankiers, Politiker oder Manager.
(Eigentlich wollte ich hier vrsicherungspflichhtige Arbeit schreiben, aber damit würde ich Hartz IV-Empfänger, die Opfer der Finazmanipulationen, schon ausschließen – und das ist nicht mein Ziel – wenn schon, dann HARTZ-Sachbearbeiter. )
mfg zdago
Wenn eine Partei Antritt ohne wirklich Bürgerinteressen Artikulieren zu können ist dieses schlussendlich nur die Weiterführung der Parteiendiktatur mit anderen mitteln. Des weitern hat eine weitere “Splitterpartei” ungefähr soviel Sinn wie das bloße Gemecker an Stammtischen oder Internet.
Eine Partei die Antritt gegen diese Korruptionsmafia braucht aber Rückhalt im Volk und eine starke Verwurzelung in Bürgerkreisen. Denn wenn sie wirklich mit dem Ziel antritt diese Diktatur ein Ende zu setzten sind die Köpfe sehr schnell auf der Abschussliste der Volksparteien. Extremisteneinordungen Rechts, Links, Oben und Unten dürften da nur die ersten Defamierungsstrategien sein. Jeder der ein wenig Ahnung hat weiß das eine Partei die Demokratische Lösungsansätze für die bestehenden Probleme Vertritt, jenseits der Neuen Weltordnungsdoktrin, unter den jetzigen Bedingungen, eine wirkliche Bedrohung für die “Volksparteien” darstellt könnte.
Ein Verein kann einen solchen Rückhalt und Wertedebatten und Ideen Findungspol viel besser Realisieren als eine Partei. Eine Partei die dann mit den Erkenntnissen und Interaktionsmöglichkeiten Ausgestattet ist kann dann Antreten mit dem Ziel der Regierungsübernahme. Denn eine solche Partei kann nur alleine Stehen und hat in den bestehenden Parteisyndikaten keine Verbündeten.
Aber in einem Punkt sind wir uns auf jeden Fall einig.
>>Ist noch so lange Zeit?<< das ist die große Frage unserer letzten Tage in der Biedermeierkultur.
Aber was sollen wir sonnst machen? Wenn wir jetzt nicht mehr die Kurve kriegen gehen auf jeden fall die Lichter aus und es wird ein sehr sehr dunkles Zeitalter anbrechen.
Dieses Volk ist schon einmal Kriminellen Widerstandslos hinterhergelaufen um eine “Neue Weltordnung” zu begründen und Heute stehen wir vor der gleichen Entscheidung. Daher sollten wir JETZT versuchen das was kommen muss friedlich abzuwenden bevor die Wahl auf Mitlaufen oder bewaffneter Widerstand reduziert ist.
@6: Ja, zdago, Sie haben Recht! Ein “einfacher” Verein, das bringt nichts, jedoch ein Verein, der gekoppelt ist an einer Partei, “Die Basis”, das wäre eine Konstruktion, die viele Probleme löst. Die aber auch eine Erweiterung der Demokratie wäre.
“Wir müssen uns bündeln und nicht jeder ein wenig NEUE DEMOKRATIE machen. Derzeit ist es um die VOLKSGEWERKSCHAFT.de wohl am besten bestellt” -> nachdenken auf Ihrer Seite ist angesagt! Kann die VOLKSGEWERKSCHAFT allein etwas bewirken?
Nein! Warum nicht?
Weil auch die VOLKSGEWERKSCHAFT “nur” Überzeugungsarbeit machen kann; letztlich ist sie abhängig von politischen Gesetzesinitiativen, die der Verein in einem Parlament nicht machen kann. Die vielen Unterschriftenaktionen sind ganz nett, dienen aber leider nur dazu, dass die Regierung etwas weniger Papier zum Verfeuern kaufen muss.
Konsequenz?
Aufklärung, Überzeugungsarbeit der VOLKSGEWERKSCHAFT + Parteieninitiative ist erforderlich. Letzteres wird die Basisdemokratie e.V. ( Gründung im August ) in Verbindung mit der Partei “Die Basis” ( Gründung im September ) machen!
@8 jedoch ein Verein, der gekoppelt ist an einer Partei, “Die Basis”, das wäre eine Konstruktion, die viele Probleme löst.
Hört sich erst einmal gut an. Allerdings habe ich es mehrfach gelesen, und dann beginnt bei mir doch ein problem. Vielleicht fehlt mir ja nur die Vorstellungskraft – wie mir einmal jemand sagte: ich habe die falsche Denke – aber von welcher Partei reden wir. An welche Partei soll der Verein gekoppelt werden – an eine existierende, oder an eine Neue?
Wo liegt der Unterschied zwischen der Regelfindung in einem Verein durch die Vereinsmitglieder und in einer Partei durch die Parteimitglieder? Ich sehe da nur formale Unterschiede, keine praktischen. In beiden Fällen müssen sich die kleinen Leute zusammenfinden und mit ihren Ideen hausieren gehen. Und welche ideen sich durchsetzen, hängt in beiden Fällen von der Arbeitsweise der Vorsitzenden ab. Auch der Eintritt in einen Verein unterscheidet sich nur psychologisch vom Eintritt in eine Partei – in meinen Augen ist auch eine Partei nur ein eingetragener Verein – zugegeben, ein politischer Verein.
Wie soll ein Projekt dann in die Politik übernommen werden? Praktisches Beispiel aus Anlass des Frühschoppen-Themas heute Mittag:
Als Strompreis für den Endkunden gilt der höchste formale Erzeugerpreis, der Gaspreis mit xx Cent/kWh. Der Atomstrompreis liegt bei 2 Ct. aber ich kann nirgends den 2 Ct.-Strom beziehen, sondern muß meinen Strom zum ausgekungelten Höchstpreis nehmen, oder den PC abschalten. Die Stromkonzerne habe die geschenkten Emmissions-Zertifikate gleich zu ihren Abrechnungen aufaddiert und in die Maximalstrompreisberechnung aufaddiert – eine Gewinnmaximiwerung mit Hilfe der Politik.
Wie kann – beispielsweise, aber überzeugend – der Weg aussehen, die Strompreise auf einen realen Erzeugerpreis + funktionale Gewinnspanne – in Größenordnung von max. 5 Prozent – umzustellen?
Ich setze voraus, daß die Geschichte schon zeigt, daß Vorschläge wie mit den Konzernen darüber verhandeln, Selbstverpflichtung, o.ä. Strategien nicht funktionieren.
Und das ist kein großes Ziel, sondern nur ein kleines Beispiel aus der Vielzahl der Notwendigkeiten. Und Hr. Herrmann @8 hat schon einige der zu überwindenten Hindernisse beschrieben.
mfg zdago
zdago: “an eine Neue?” -> ja, unsere eigene neue! Ihre Frage “Regelfindung in einem Verein durch die Vereinsmitglieder und in einer Partei durch die Parteimitglieder” haben wir am 10. sehr eingehend diskutiert. Die Bevölkerung ist es Leid, “Parteien” zu vertrauen. Es besteht eine Grundskepsis und Ablehnung gegenüber Parteien. Das wollen wir “umgehen” und mit einer Verpflichtung der Vertretung in der Öffentlichkeit oder in Parlamenten zwischen e.V. und Partei. Indem die Menschen sehen, “mein” Antrag kommt durch und ich habe eine Chance gehört zu werden, dann geben wir den Bürgern das Vertrauen in die Demokratie zurück.
Sie fragen ( richtigerweise ):
“Wie soll ein Projekt dann in die Politik übernommen werden? Praktisches Beispiel aus Anlass des Frühschoppen-Themas heute Mittag:
Als Strompreis für den Endkunden gilt der höchste formale Erzeugerpreis, der Gaspreis mit xx Cent/kWh. Der Atomstrompreis liegt bei 2 Ct. aber ich kann nirgends den 2 Ct.-Strom beziehen, sondern muß meinen Strom zum ausgekungelten Höchstpreis nehmen, oder den PC abschalten.”
1. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass in einer Teamarbeit auch dann geniale Lösungen erarbeitet werden, wenn die Einzelnen nicht genial sind.
2. Es wird also auf der Ebene der e.V. eine Lösung diskutiert, die zu einem politischen Antrag führt.
3. Annahme: der politische Antrag wäre, “der Bundestag/die Regierung wird beauftragt, den Preis für Strom an der Inflationsrate zu koppeln” ( bitte, eine Annahme ) und dieser Antrag bekäme in der e.V. die Mehrheit, dann wird dieser Antrag genau so an die Partei “Die Basis” übergeben, die diesen Antrag in politische Aktionen ( Medien, wenn noch nicht im Parlament ) oder im Parlament zu vertreten/einzubringen hat.
Diese Systematik können Sie mit jedem Antrag betreiben.
@5: “Was, allerdings, ist damit gemeint, zu sagen, dass die Berücksichtigung moralischer Werte den Handlungsspielraum einengt??” -> wenn wir uns auf die Fahnen schreiben, nicht korrupt zu sein, dann ist eine ( theoretische ) unmoralische Handlungsoption “Korruption” nicht machbar; also werden Handlungsoptionen, die oft für die heutige Regierung normal sind, ein.
“hier liegt der Grund in der mangelnden Bewegungsfreiheit Deutschlands und anderer Staaten durch internationale Bündnisse und Machtausübung starker Staaten, wie z.B. die USA” -> erinnern Sie sich an den Irak? Der Schröder, den ich wirklich nicht mit der Kneifzange anpacken würde, hat sich den USA widersetzt. Warum soll das nicht auch bei Afghanistan so sein? … Es bedarf “eines sehr starken Drucks der Basis” -> ja, richtig. Druck MUSS aber legal kommen, das heißt, die Nutzung der parlamentarischen Demokratie.
“EGO ist immer das Hindernis” -> ja, wenn ich anderen das Ego raube, dann haben Sie Recht. Genau gesagt: wenn ich fordere, lösen Sie Ihre Organisation auf ( für die einzelne Jahre lang gearbeitet haben ), dann raube ich denen ihre Lebensleistung. Ich raube ihnen gewachsene Strukturen, ich raube ihnen auch die soziale Anerkennung …
So jedoch können auch Verbände/Vereinigungen … an diesem System teilhaben ohne, dass sie das Ego opfern müssen.
@11 Annahme:
Das ist das System der Petition eingeschränkt auf eine Partei. Da diese neue Partei auf auf dem Verein aufbaut, kann man voraussetzen, daß sie die Aufträge der e.V.annimmt. Durch die eingeschränkte Auswahl – böse formuliert: “Gesinnungskontrolle” – der Mitglieder kann man annehmen, daß Korruption nur eine gringe Rolle bei den Anträgen spielt und das diese Partei nicht käuflich ist.
Dann besteht nur noch das Problem, gegen die Medien – die notwendigerweise gegen diese Partei sind und sie nach besten Kräften verleumden werden – eine Mehrheit zu finden.
Ich schätze, daß es ein Wählerpotential von 20 – 30 Prozent für eine Partei gibt, die dem derzeitigen Politsympf Paroli bietet.
Wer an den Erfolg glaubt, muß sich dann der Frage stellen, wie man den US-Besatzern entkommen kann. Denn diese haben letztlich viele Stricke gelegt, um die bundesdeutsche Politik in ihrem Sinne zu lenken.
Schauen sie sich einmal an, wo die wichtigen Aktionäre für bundesdeutscheFirmen und Konzerne sitzen. Ich behaupte: wenn sie tiefer graben, werden sie unter der dritten oder vierten Schicht immer eine Mehrheit amerikanisch orientierter Banken finden. Es gilt aus dem Angriff Schröders auf österreich zu lernen, um das gleiche Schicksal für Deutschland zu verhindern. Den Österreich konnte eine undemokratische Regierung aufgezwungen werden, ohne daß auch nur ein Schuß fiel.
Übrigens – da ich diese Behauptung hier irgendwo gelesen habe: Schröder hat sich den US auch beim Irak n i c h t wiedersetzt! Er hat jeden Befehl ausgeführt – der Rest war Schau für das gutgläubige Fußvolk.
mfg zdago
@ bmadmin
Aufmerksam bin ich geworden auf Sie und ihre Seite durch den kurzen Besuch und Beitrag im Forum auf der HP von Herrn Flegelskamp. Ich habe mich etwas umgeschaut auf ihrer Seite hier. Konkret zu ihrem Beitrag Basisdemokratie.
Ihr Bemühen, Ihr Einsatz, Ihr Kämpfen macht sie mir sympathisch. Aber Demokratie allein ändert die Welt nicht! Das System (Kapitalismus) selbst ist der Fehler. Daran wollen ja auch Sie nichts grundlegend ändern? Es gibt keinen Kapitalismus mit menschlichem Antlitz! Dass das Volk ohne (existenzielle) Not heraus die Welt verändert hat, diesen Beweis bleibt die Geschichte immer noch schuldig.
Für mich sind Sie ein „hoffnungsloser“ Träumer. Ohne jede Chance auf Erfolg mit dieser Strategie… Aber da sind Sie ja (leider) nicht allein!
MfG Realist
@14 Es gibt keinen Kapitalismus mit menschlichem Antlitz!
Davon bin ich nicht überzeugt. Nicht das System ist das Problem, sondern die falschen Menschan an der Macht. In einem sinnvollen System gibt es Grenzen, die von den Machthabern einzuhalten sind. Geschieht das, ist es egal, wie das System heißt – Geschieht das nicht, ist es ebenfalls egal.
Wenn es gelingt, eine Mehrheit zu aktivieren, um brauchbarere und weniger korrupte Vertreter in die Machtpositionen zu bringen, kann es funtionieren.
Die Hoffnung stirbt zuletzt – ist nicht nur ein James Bond Titel, obwohl :
http://www.spatzseite.de/20080713.htm
mfg zdago
@ 15. zdago
Dann ist es aber ein seltsamer Zufall, dass seit Bestehen des „Kapitalismus“ immer die „falschen“ Menschen an der Macht waren. Oder?
…“In einem sinnvollen System gibt es Grenzen, die von den Machthabern einzuhalten sind.“…
Würden Sie sich mit der Geschichte des Kapitalismus (bis heute) beschäftigt haben, hätten Sie diesen Satz so wohl nicht geschrieben.
Kapitalismus ist weder sinnvoll (für die Masse der Menschheit) noch kennt er (moralische) Grenzen und schon gar nicht waren (sind) die Machthaber bereit, zu Gunsten von Profit auch nur im Ansatz etwas „sinnvoll einzuhalten“.
Denn selbst die „soziale Marktwirtschaft“ in Teilen Westeuropas von 1946 bis ca. 1980 basierte auch auf Kosten von Ausbeutung der restlichen Welt. Zudem gab es die Existenz (Konkurrenz) eines Ideologischen Klassengegners. Aber selbst dann gab es in dieser sogenannten soz. Marktwirtschaft große soziale Verwerfungen.
Heute zeigt das Gesellschaftsmodel Kapitalismus wieder sein primäres Gesicht.
Ich bleibe bei meiner Aussage! Ihre Ansicht kann ich nicht teilen.
MfG Realist
@Realist: “Aber Demokratie allein ändert die Welt nicht! Das System (Kapitalismus) selbst ist der Fehler. Daran wollen ja auch Sie nichts grundlegend ändern?” -> können Sie irgendwo hier Ihre These bestätigen? Es wäre interessant! Ich habe zu Amerika geschrieben, es ist eine Kapitalismuskrise, nicht eine Finanzkrise.
@16 Dann ist es aber ein seltsamer Zufall, dass seit Bestehen des „Kapitalismus“ immer die „falschen“ Menschen an der Macht waren.
Da die klügeren immer angeben, wird die Menschheit von den Dümmsten regiert !
Sie haben mich erwischt. Das leidige Problem ist nun einmal, daß der Character niemand auf die Stirn tätowiert ist. Leider fallen die Betrüger nicht naturgegeben tot um, und Lügnern fault auch nicht die Zunge ab.
Für dieses Problem habe ich auch keine Lösung, denn einen vertrauenswürden Fachmann brauchen sie am Ende, egal, wie sie das System bezeichnen.
Auf der anderen Seite hat es Deutschland früher geschafft, sich in der Welt – außerhalb der angelsächsischen Finanzsysteme – einen guten Ruf zu schaffen, der erst in heutiger Zeit von Schröder und Merkel zerstört wird. Es ist also möglich, wenn man sich sachlich verhält.
(Auch “Made in Germany” wurde negativ eingeführt – und durch Leistung zum Gütesiegel. Ob es das heute noch verdient, ist eine andere Frage)
Deshalb halte ich es nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch für möglich!
Das absolute Ideal gibt es allerdings nicht, aber außer dem Tod ist auch nichts zu 100 Prozent sicher.
mfg zdago
@ bmadmin und zdago
Danke für Ihre Antworten.
Leider muß ich sehr früh raus. Antworte Ihnen aber auf jeden Fall!
Wo finde ich den Beitrag zu Amerika?
Mfg Realist
@19: http://www.deutschland-debatte.de/2008/02/27/finanzkrise-nein-systemkrise/. Zusammengefasst: eine Wirtschaftsprosperität, die darauf aufbaut, dass sich die Menschen zur Aufrechterhaltung des Wirtschaftssystems immer mehr verschulden zeigt auf, dass es eine Kapitalismus- Systemkrise gibt!
@ 17 und 20 bmadmin
Eine funktionierende Demokratie ist (aus meiner Sicht) eine Voraussetzung, das eine „menschliche“ Gesellschaft entstehen/existieren kann. Aber sie ist keinen falls Garant dafür. Die Gesellschaftsordnung (politisch, wirtschaftlich, moralische-ethischer Werte) gibt den „Rahmen“ vor. Und dieser Rahmen bestimmt, wie die Menschen handeln.
Beispiele:
- Demokratie gab es schon in der Antike. Das hat diese Menschen in dieser Demokratie nicht davon abgehalten, schlimmer als sogenannte „Barbaren“ mit(gegen)einander umzugehen. Der „Rahmen“ hieß Sklavenhaltergesellschaft.
- (Basis)Demokratie gab es auch bei den Nomadenvölkern Nordamerikas. Das hat diese Menschen nicht davon abgehalten, sich ständig die Kehlen durchzuschneiden und permanent im Krieg zu leben. Als um das Jahr 1800 Tecumseh versuchte eine Allianz von Indianervölkern (östl. des Mississippi) zu schmieden, ist er kläglich an dieser „Basisdemokratie“ gescheitert. Jeder Stamm, jeder Häuptling und jedes Tipi entschied nach Lust und Laune, wie wichtig ihm eine Teilnahme erschien. Der „Rahmen“ hieß Steinzeit-Kriegergesellschaft.
- Demokratie gab es mit Gründung der USA. Das hat diese Menschen in dieser Demokratie nicht davon abgehalten, Sklaven zu halten, Völkermord zu begehen und ungezählte Kriege weltweit anzuzetteln. Es entstand der schlimmste „Gott“ den die Menschheit je erlegen war. Grenzenloser Konsum, grenzenloser Profit und Reichtum. Der „Rahmen“ hieß/heißt Kapitalismus (Imperialismus/Faschismus).
Kapitalismus- Systemkrise?!
Das ist nichts Neues oder Einmaliges. Diese Krisen sind zwangsläufig und regelmäßig wiederkehrende Zyklen dieses Profit, Geld und Konsumorientierten Systems. Die Menschen in diesem System müssen, werden und passen sich an diese Wertvorstellungen (den Rahmen) an. Das eine dramatische Entsolidarisierung und soziale Spaltung der Gesellschaft stattfinden kann, hat auch damit zu tun. Hier darf man sich keinen falschen Illusionen hingeben.
Oben auf Ihrer HP stehen die folgenden Worte:
„Wer das Öl kontrolliert, der kontrolliert das Land, wer die Nahrung kontrolliert, kontrolliert das Volk, wer die Medien kontrolliert, kontrolliert das Denken, wer das Geld kontrolliert, kontrolliert die Welt“.
Träume oder Wünsche der Menschen sind Eines. Fakten und Tatsachen aber werden genau von denen geschaffen, die diese „Dinge“ besitzen und kontrollieren. Und das ist im Kapitalismus mit Sicherheit Einer nicht! Das Volk!
Was macht Sie so sicher das die Menschen nach einer neuen Organisation verlangen, in dem sie SOZIAL entscheiden. WERDEN sie das? Ich sehe das nicht!
Es liegt sicher am sozialen Status und Umfeld, in dem man sich bewegt, wie die Sicht auf Menschen, Gewerkschaften und Politik ist.
Demokratie kann und wird die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik nicht an ihrem asozialen Handeln hindern, wenn es so läuft wie bisher. Gnadenloser Egoismus (Arbeitskampf) selbst der Arbeitnehmer, die man noch braucht, auf Kosten von immer mehr „Überflüssigen“. Piloten, Ärzte, Lokfahrer, ÖD lassen grüßen! Ja – „Demokratie“ wie man (Wirtschaft, Politik) sie mag.
Nur eines bringt diese selbsternannten „Eliten“ in Aufregung. Wenn man sie und Ihr Handeln grundlegend in Frage stellt. Und das macht derzeit (im Ansatz) nur „Die Linke“.
Eine Gesellschaft jenseits von grenzenlosem Konsum, grenzenlosen Profit und Reichtum. Das kann Kapitalismus nicht. Wie harmlos man ihn auch nennen möchte (z.B. soz. Marktwirtschaft).
Aus meiner Sicht ist es der Irrglaube, Demokratie mit sozialer Gerechtigkeit zu verwechseln oder gar gleichzusetzen, der diese „Eliten„ damit gewähren lässt.
Sie in Frage stellen, grundlegend, im Parlament, Jetzt, das ist das Gebot der Stunde!
Und zunehmend wird für die Bürger in den einzelnen Staaten in Europa selbst das immer weniger möglich. Die Zeit läuft für diese „Eliten“. Der EU Moloch übernimmt das Kommando. Schafft Tatsachen. Es entscheiden Menschen aus Ländern über uns, die das Wort SOZIAL bisher kaum in den Mund genommen haben.
MfG Realist
@ 18 zdago
…“ Auf der anderen Seite hat es Deutschland früher geschafft, sich in der Welt – außerhalb der angelsächsischen Finanzsysteme – einen guten Ruf zu schaffen,“…
Fragen Sie nach den Gründen für diesen Zustand (von etwa 1946 -1980). Ich hatte es teilweise bereits angedeutet.
- Gewaltiger Wirtschaftsboom durch die Zerstörungen im 2.Weltkrieg.
- „Soziale Marktwirtschaft“ in Teilen Westeuropas von 1946 bis ca. 1980 basierte auch auf Kosten von Ausbeutung der restlichen Welt.
- Existenz (Konkurrenz) eines Ideologischen Klassengegners – damit sozialer Handlungsbedarf.
- Auch die „großen“ Unternehmen mussten nicht unter den heutigen globalen Bedingungen agieren.
Für den Kapitalismus sind die Gründe „sozial“ zu sein, mit Fall des Ostblocks und der Globalisierung der Märkte, nicht mehr gegeben. Die maximal Profit bringenden Märkte befinden sich nicht mehr bei uns. In der Geschichte des Kapitalismus war dies (soz. Marktwirtschaft) eine kleine „Episode“, so wie sie war, nicht wiederholbar.
…“der erst in heutiger Zeit von Schröder und Merkel zerstört wird.“…
Weder Schröder noch Merkel agier(t)en unter einen Kapitalismus der durch o.g. Gründe „gezähmt“ war. Die Welt hat sich deutlich zu Gunsten des Kapitals geändert. Nicht einer der damaligen Politiker hätte seine „soziale“ Politik auch nur im Ansatz so heute machen können.
Vorhalten kann man Schröder und Merkel nur eines. Das sie die Menschen bewusst belügen und Ihnen nicht sagen, das Millionen Menschen die Globalisierung auch bei uns mit Armut bezahlen werden. Das Krieg und Völkermord wieder legalisiert werden, wenn es um Interessen des Kapital geht.
Die Naivität der Menschen gibt Ihnen zwar nicht das Recht sie zu belügen, aber die Möglichkeit. Und die nutzen sie eben. Erfolgreich.
MfG Realist
@21: “Eine funktionierende Demokratie ist (aus meiner Sicht) eine Voraussetzung, das eine „menschliche“ Gesellschaft entstehen/existieren kann. Aber sie ist keinen falls Garant dafür.” -> ja das ist richtig. Ich habe am 10.7. gesagt: jeder kann mich rauswerfen, wenn ich nicht nach unseren Prinzipien handele! Es ist also für mich die Frage, wie ernsthaft gehen wir mit unseren eigenen Grundsätzen um.
“Die Gesellschaftsordnung (politisch, wirtschaftlich, moralische-ethischer Werte) gibt den „Rahmen“ vor. Und dieser Rahmen bestimmt, wie die Menschen handeln” -> Und dieser Rahmen bestimmt, wie die Menschen handeln sollten. Ob sie so auch handeln hängt von den eigenen Anforderungen ab, die jeder sich selber auferlegt. Genau hier dürfen keine Kompromisse gemacht werden; ich weiß, manchmal wird es schwer werden, die Verlockungen sind oft groß.
“(Basis)Demokratie gab es auch bei den Nomadenvölkern Nordamerikas. Das hat diese Menschen nicht davon abgehalten, sich ständig die Kehlen durchzuschneiden und permanent im Krieg zu leben” -> wir sind dabei, dass die UN- Menschenrechte unsere Leitlinie ist und hier wird der Krieg nicht als Mittel der Wahl angesehen.
“Grenzenloser Konsum, grenzenloser Profit und Reichtum. Der „Rahmen“ hieß/heißt Kapitalismus (Imperialismus/Faschismus). ” -> wissen Sie, die Grenze zwischen Haben und Haben ist fließend. Sind 50.000 Euro Reichtum? Sind 200.000 Euro Reichtum? Sind 600.000 Euro Reichtum? Sind 2.000.000 Euro Reichtum? Ich täte mich schwer, hier eine Definition zu finden.
Außerdem: nur die wirklich Reichen ( was immer das auch ist ) können sich grenzenlosen Konsum und Profit erlauben.
“Das eine dramatische Entsolidarisierung und soziale Spaltung der Gesellschaft stattfinden kann, hat auch damit zu tun. Hier darf man sich keinen falschen Illusionen hingeben” -> das ist eine sehr kluge Analyse, der ich voll zustimme. Je mehr die Menschen um das Überleben kämpfen müssen, je weniger Solidarität können sie entwickeln; der Egoismus ( zu überleben ) ist mächtiger, mögen sie auch noch so klug sein.
“Fakten und Tatsachen aber werden genau von denen geschaffen, die diese „Dinge“ besitzen und kontrollieren. Und das ist im Kapitalismus mit Sicherheit Einer nicht! Das Volk!” -> Das wird immer interessanten, mit Ihnen zu diskutieren: ja das ist richtig, Besitz schafft Machtstrukturen, Machtstrukturen schaffen Befehlsstrukturen, Befehlsstrukturen schaffen Kontrollstrukturen, Kontrollstrukturen schaffen “oben” und “unten”. 40 Millionen Habenichtse jedoch können Regeln brechen. Dann wird es auch für Besitzstrukturen gefährlich. Ich habe vor fast einem Jahr geschrieben, dass ich fürchte, wenn es so weitergeht, dass dann ein großer Kopf wieder aufstehen wird. Ich fürchte es heute mehr denn je!
Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag!