Rentner müssen für das Überleben arbeiten
“Udo Jürgens hat es schon lange gewusst: Mit 66 Jahren ist noch lange nicht Schluss. Immer mehr Menschen wollen auch im Rentenalter weiterarbeiten, wenn auch nicht Vollzeit. Während im Jahr 2002 nur rund 615.000 Rentner jobbten, sind es 2008 bereits 817.000. Das hat nicht unbedingt mit finanzieller Not zu tun”, schreibt ntv.
Mit Trulala Jürgens geht es munter in den Rentenabend bis zum Löffelabgeben! Nicht wahr: Sterben, so locker fröhlich, mit Zwanghaftigkeit arbeiten zu müssen, immer ein munteres Udo- Liedchen auf den Lippen, damit es für das Leben reicht, das ist doch das Ideal, welches die Medien uns als Perspektive darstellen wollen!
Wenn bmautor in dem obigen Link liest”Bei einer Umfrage des Forsa-Institutes erklärten 24 Prozent der Rentner, sie würden sich wünschen, eine bezahlte Tätigkeit auszuüben”, dann kräuseln sich schon die Nackenhaare: FORSA! Herr im Himmel, geh mir fort mit FORSA!
Als Beispiel wird in diesem Artikel einer der bedauernswerten Bürger Deutschlands erwähnt, die selbstständige waren, nie sich genügend haben fürs Alter zurücklegen können und nun auf Arbeitsverdienste angewiesen sind, bis sie tot umfallen. Das waren die ersten, die schleichend aud dem Mittelstand ausgegliedert wurden, die nun ins Prekariat absteigen.
Es ist sicherlich richtig, was die Rentenversicherung in dem Artikel darstellt, dass sich durch eine spätere Inanspruchnahme der Rente je Monat ein Zuschlag von 0,5 Prozent nach dem 63. Lebensjahr ergibt, also jährlich eine Steigerung von 6 Prozent! Während man als “Normalo” bei Geldanlagen etwa 4 Prozent bis 5 Prozent brutto erwirtschaften kann, das sind etwa 2,8 Prozent bis 3,5 Prozent netto, erscheint das ein gutes Geschäft, zunächst vom Ersparten zu leben, um dann die Rentenkasse in Anspruch zu nehmen. Das ist für die Rentner, die unterhalb der Steuerpflicht liegen ( ca.18.000 / Jahr ) die richtige Strategie. Da aber jeder Euro über der Steuergrenze versteuert werden muss, relativiert sich der Vorteil. ( Übrigens: es ist DD unklar, ob durch die Zinsgewinne der Staat nicht eine Zusatzsteuer verlangen wird, Steinbrück-logisch wäre es ).
Gewinn macht bei dieser Entscheidung der Staat dann, wenn derjenige kurzfristig versterben würde: in dem Falle muss die Rentenkasse nichts auszahlen.
Das in ntv so schön dargestellte Modell trifft leider nur für die wenigsten Rentner zu: die meisten müssen bei den Armutsrenten hinzuverdienen, um ein würdevolles Altersüberleben zu haben:
Ist das so üppig, dass man davon problemlos über die Gesamtbreite der Rentenbezieher leben kann?







[...] die Sozialsysteme. Politiker und Ökonomen sprechen von einer demografischen Zeitbombe. Das hat mehr mit Demagogie als mit Demografie zu tun. Die Bevölkerung wird mit Zahlen verwirrt. Ihr wird eine [...]
Bekannt ist.
1.) Selbst Rentner die eine ungebrochene Lebensbiographie in ihrer Arbeit hatten und rund 45 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt
haben, Berufe wie: Frisöre Gebäudereiniger, Verkäuferrinnen u. Verkäufer aller Sparten und Discounter und und und, haben wegen ihres geringen
Verdienstes eine mtl. Rente zwischen 600,- bis 800 Euro. Dieses dürfte ca. 6 bis 8 Miliionen Rentnerinnen und Rentner betreffen.
2.) daß ein Harz 4 – Empfänger, der nie gearbeitet hat, mit Mietübernahme, Grundsicherung und allen Vergünstigungen auf mtl. 900,- Euro kommt.
3.) daß die FDP klar gesagt hat, Arbeit muß sich lohnen, wer arbeitet, muß deutlich mehr haben, als der, der nicht arbeitet……
Es sollte allen Politiker bekannt sein:
” daß eine ohnmächtige Wut unter den Rentnern verbreitet ist und die Erkenntnis, meine Arbeit hat sich nicht gelohnt, dieser Staat ist ungerecht !!!
gez. Arno Meyer
gez, Arno Meyer