Globalisierung: Legende und Wahrheit
Da bmautor aus dem Buch von Jahnke “Globalisierung: Legende und Wahrheit” sehr oft zitiert hat, hatte er eine Rezension unter Amazon geschrieben, die in Anerkennung auch hier wiedergegeben werden soll:
Die inhaltliche Rezension dieses 270 Seiten umfassenden Sachbuches, “Globalisierung: Legende und Wahrheit”, kann hier wegen der Themenbreite nur die Hauptpunkte wiedergeben: Jahnke stellt dar, dass trotz des Drohpotentials bezüglich Lohnzuwachses die Exportindustrie eine Tendenz zum Auswandern hat. Ein Umfrageergebnis des Statistischen Bundesamtes habe ergeben, dass selbst 33% der Hochtechnologieunternehmen einen Teil ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten ins Ausland verlagert haben.
Es werden in präziser Systematik die direkten und indirekten Folgewirkungen dieser Art Globalisierung, insbesondere die Zerstörung der Sozialstrukturen in Deutschland auch anhand von Schaubildern dargestellt. Es wird auf den Zusammenhang hingewiesen, dass durch die Nachfragereduzierung der privaten Haushalte aufgrund des zurückgebliebenen Lohnzuwachses eine große Konjunktursensibilität besteht. Jahnke gibt einen ungewöhnlich präzisen Einblick in eine Finanzwelt: es wird aufgezeigt, mit welcher Kraft die Finanzmärkte zu den neuen Hüten der Globalisierung werden. Jahnke stellt damit sehr deutlich heraus, dass sich die Globalisierung von der Produktionsebene zur Finanzebene verschiebt und welche Gefahren sich insbesondere dadurch ergeben.
Zu Beginn der qualitativen Rezension soll der entwaffnende Satz von Verheugen zitiert werden “Wir müssen unsere Volkswirtschaft bewusst dem Wettbewerb aussetzen. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in billiger produzierende Länder ist nicht mehr aufzuhalten”. Dieser Satz beinhaltet alles, was Jahnke in sehr profunder Weise mit Schaubildern untermauert und der Politik den Spiegel vorhält:
Die Klarheit, dass in dieser Gesellschaft quasi von Gottes Gnaden von der Fundamentplatte bis zum Mauerwerk kein Stein des Hauses Deutschland auf dem anderen bleibt, dass diese Veränderung getragen wird vom harten und bewussten Willen zur Veränderungen der Gesellschaft durch die Politik, dass diese Gesellschaft bewusst und unrettbar gespalten wird, dass die Zukunft das wirtschaftliche Primat vor dem politischen ist und nichts und niemand diesen Prozess aufhalten könne.
Jahnke untermauert durch präzise und unstreitbar profunde Schaubilder mit Ländervergleichen und zeitlichen Entwicklungen und auch interpretativ, dass Familie, Bildung, das Schleifen des Mittelstandes, Kinder- und Altersarmut, Schleifen des Gesundheitssystems, Umweltschäden Schäden erleiden. Trotz gebetsmühlenartiger Wiederholungen, alles werde besser, sind die Verluste scheinbar lediglich nicht erwähnenswerte Kollateralschäden dieser Art Globalisierung. Jahnke stellt dar, wie umgangen wird, dass die viele Kollateralschäden nicht benannt werden und wie von vielen Dienern dieses Systems die derzeitige Situation aufgehübscht wird.
Erschütternd Jahnkes transparente Darstellung des internationales Finanzsektors, des großen Spiels mit Millionen und Milliarden und seine Wirkung auf die Globalisierung. Hier besonders spürt man: dieser Mann war nicht nur ein Repräsentant als Vizepräsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, er hat diese Aufgabe mit höchster Fachkompetenz geprägt. Er ist gewohnt in großen Zusammenhängen zu analysieren und die Details, die Merkmalsausprägungen, zu berücksichtigen und einzuordnen in ein schlüssiges Gesamtbild.
Eine logische Betrachtung der Zwanghaftigkeit der Globalisierungskonsequenzen, die sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht ableiten lassen, würde zusätzlich die Dramatik der Globalisierung erhärten.
Alles in allem: man muss dieses Buch haben, um Globalisierung in ihrer Gesamtheit und Brinsanz zu verstehen. Zum Schluß noch Jahnkes Webseite.





@dieser Mann war nicht nur ein Repräsentant als Vizepräsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, er hat diese Aufgabe mit höchster Fachkompetenz geprägt.
Das allerdings sollte man nicht vergessen, wenn man diese Entwicklung betrachtet und evtl. sogar kritisiert. Sehen wir hier jemsnden, der jetzt seine Geschäft macht, indem er seine eigene Arbeit schlecht macht, oder sich sogar davon distanziert? Oder bemüht er sich nur zu beweisen, daß er wußte, was er tat, als er tat, was er tat? Und nennen wir das Ergebnis heute wirklich ein Ergebnis höchster Fachkompetenz ?
mfg zdago
@zdago: “Sehen wir hier jemsnden, der jetzt seine Geschäft macht” -> Sie wissen, dass ich keine Werbung betreibe. Ich habe 2 Bücher von Jahnke sehr genau gelesen und dessen Positionen mit meinen vergölichen: eine verdammt gute und weitgehende Übereinstimmung. Wer zudem kein Autorenhonorar verlangt, der nätigt bei mir hohen Respekt ab, der der Fachkompentez noch hinzuzufügen ist. Ich empfehle jedem, der die Jahnke Bücher nicht kennt, erst zu lesen und dann zu kritisieren. Ich sage das sehr klar, obwohl oder gerade weil ich keinen, wirklich keine Vorteil dadurch habe.
[...] des Wettbewerbs unterzuordnen. Diese nachhaltige Forderung gilt insbesondere, seit man von einer Globalisierung und Liberalisierung der Märkte spricht. Wettbewerb ist spätesten seitdem zum wichtigsten Ziel von [...]