Wirtschaftswachstum und Auslandsinvestitionen
Wenn wir uns fragen, wohin ist unsere Konjunktur entschwunden – klar, jeder redet heute von blühenden Landschaften, bei ca. 8 Millionen potentiellen arbeitsfähigen Menschen – dann sollte man einmal einen Blick zur Deutschen Bundesbank tun, die in Statistiken die Auslandsinvestitionen darstellt.
In den Auslandsinvestitionen sind nach den Daten der Deutschen Bundesbank kumuliert ( “-” ist der Kapitalabfluss ):
Angaben der Deutschen Bundesbank weisen aus ( siehe unten stehender Link ), dass die Gesamtinvestitionen rund 800 Mrd. betragen, von denen kumuliert 250 Mrd Euro zwischen den Jahren 2002 bis 2007 entstanden sind. Was bedeutet das für die Arbeitsplätze? Auf Seite 6 findet sich “Angaben über die Unternehmen im Ausland” die Angabe, wieviele Mitarbeiter in den jeweiligen Beteiligungen sind. Für alle Wirtschaftsbereiche ergeben sich für das Jahr 2005 rund 8 Millionen Beschäftigte; Warnung: man darf nicht davon ausgehen, dass der Kapitalexport von 800 Mrd. auch gleichzeitig einen Beschäftigungsabbau von 8 Millionen in Deutschland nach sich zog, wenngleich die Zahlen stimmig zu sein scheinen. Für 2007 dürften hochgerechnet etwa 12 Millionen Menschen in deutschen Auslandsinvestitionen tätig sein.
Wie organisieren sich die Auslandsinvestitionen? ICC, die Internationale Handelskammer (International Chamber of Commerce, ICC) ist die Weltorganisation der Wirtschaft. Sie ist die einzige repräsentative Organisation, die autorisiert ist, die Interessen von Unternehmen aus allen Branchen weltweit wahrzunehmen. Die Aufgabe der ICC ist es, weltweit die Rahmenbedingungen für den internationalen Handel und Auslandsinvestitionen sowie für eine freie Marktwirtschaft zu schaffen. Die ICC erstellt Richtlinien, die grenzübergreifend die Tätigkeit der Wirtschaft unterstützen … Heute ist die ICC der von internationalen und regionalen Organisationen bevorzugte Ansprechpartner, wenn es darum geht, für die Wirtschaft weltweit wichtige Entscheidungen über globale Fragen zu treffen.
Es ist DD nicht möglich eine zuverlässige Zahl anzugeben, wieviele Arbeitsplätze durch die Auslandsinvestitionen außerhalb Deutschlands entstanden sind, da zu viele hier Parameter einfließen. Die Hauptparameter sind: Anteil Aufbau von Arbeitsplätzen zu reinen Finanzbeteiligungen, Land der Investitionen ( ein Arbeitsplatz in Amerika ist ungleich teurer als einer in Vietnam ); würde man für die Hochtechnologieländer sagen, dass ein Arbeitsplatz etwa 150.000 Euro Investitionen kostet, einer in einem Entwicklungsland etwa 50.000, dann kann jeder etwa abschätzen, wieviele Arbeitsplätze aus Deutschland abgeflossen sind.
Vielleicht findet ja die wirkliche Expansion im Ausland statt oder, wie SIEMENS mal sagte, dass sie in Deutschland nicht investieren, weil es sich hier nicht lohnen würde …







