Diese Globalisierung kreiert Horrormeldungen
“Schleichender Einkommensverlust für Millionen Deutsche: Die Bundesbürger mussten 2007 das vierte Jahr in Folge Reallohn-Einbußen hinnehmen. Die Tariflöhne sind zwar im Schnitt leicht gewachsen – aber die Preise stiegen viel schneller“, vermittelt uns der SPIEGEL aufgrund vorliegender Daten.
Glauben Sie mir bitte, ich würde auch gern hier das Wirtschaftswunderland Deutschland beschreiben und mit meinen Freunden und mit Lesern hier aus meiner Umgebung einen schönen Abend verbringen … aber danach ist einem immer weniger.
Die herrschende Kaste, CDU und SPD ( FDP ist ohnehin an vorderster Front bei den Sprücheklopfern ), muss umsetzen, was man ihr als Aufgabe eingetrichtert hat: die Errichtung eines globalisierungsfähigen Gemeinwesens! Dazu gehört
- schlanker Staat, Dezentralisierung, das heißt, Privatisierung aller nicht direkt notwenigen Einrichtungen und Leistungen
- Durchführung der Privatisierung zu Anerkennungspreisen
- Transferkostensenkung für Bürger
- Bürger- Eigenverantwortung und Kostenübernahme aller Leistungen
- Senkung des Lohnniveaus, mit welchem Instrumentarium auch immer
- Verbesserung der Standort- Rahmenbedingungen durch Abgabensenkungen jeglicher Art, Verbesserung der Infrastruktur, Vereinfachung der Dokumentationspflichten, direkte und indirekte Standortzuwendungen
- Verbesserung des psychologischen Klimas zur Absatzförderung bei der Bevölkerung
- direkte Einflussnahme in internationalen Gremien zur Förderung der Finanztransfers bei gleichzeitiger Investitionssicherheit, Verringerung der Zollbeschränkungen zur Verbesserung der Lieferbedingungen von unbedingt im Lande produzierten Gütern, Verbesserung der Arbeitskräfteflexibilität über die Grenzen hinweg
- …
alles Punkte, die den Industriestandort Deutschland schwächt und die Bevölkerung auf das Tablett der Schlachterinnung zur Resteverwertung legt. Dass damit ganze Bundesanstalten mitwirken, den Volksbetrug seriös und legal erscheinen zu lassen, wird deutlich, wenn man am Beispiel Durchschnittseinkommen folgendes liest:
“Zwar stiegen die Bruttolöhne und -gehälter nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,4 Prozent auf 27.083 Euro” und “Bei der Berechnung der Durchschnittsverdienste werden alle Beschäftigten berücksichtigt – also auch geringfügig Beschäftigte, leitende Angestellte, Vorstandsmitglieder und Beamte”.
Ich nenne das einen organisierten Schwindel, weil neben den Multimillionenverdienern Vorstände auch die ca. 2% LA ( leitende Angestellte ) dazu kommen, die locker auf ein Durchschnittsgehalt von 80.000 bis 300.000 kommen, je nach Hierarchie. Da ist der brave Auspacker mit 12.000 Euro/Jahr oder der Lockführer mit 26.000 Euro/Jahr ein kleines Licht dagegen. Das Statistische Bundesamt traut sich nicht, geclusterte Zahlen über die Reallohnentwicklung zu veröffentlichen, weil dort der Horror erst richtig deutlich würde und es für die Dienstherren in der Regierung eine unüberwindbare Hürde wäre, zu erläutern, dass ( angenommene Zahlen )
- in der Einkommensklasse bis 1100 Euro/Monat mit einer Preissteigerung von ca. 8% gerechnet werden muss, der Zuwachs 0% war und sich somit eine Reallohnentwicklung von -8% ergeben hat
- in der Einkommensklasse von mehr als 6000 Euro/Monat mit einer Preissteigerung von ca. 1,8% gerechnet werden muss, der Zuwachs 25% war und sich somit eine Reallohnentwicklung von +23,2% ergeben hat.
Aber immerhin schreibt das Statistische Bundesamt: “Der niedrige Verdienst dieser Beschäftigtengruppe beeinflusst die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdienste spürbar. Seit dem Jahr 2003 stiegen die Entgelte aller Arbeitnehmer um 3,2%. Schaltet man rechnerisch den Effekt der marginal Beschäftigten aus, ergibt sich ein Anstieg der Verdienste um 5,5%.”, eine erste Anerkennung für die Behauptung von DD, dass sich in dieser Wirtschaft jeder darauf einstellen muss, dass sich das Lohnniveau deutlich absenkt!
So wird geschwindelt, was nur möglich ist. Das Volk muss bei Laune gehalten werden! Ich bin gespannt, wann die Regierung uns, den wilden Tieren in der umzäunten Arena, demnächst wieder einen wunderschön erscheinenden Brocken hinwerfen wird, damit wir die Theaterspieler wieder wählen sollen!







