"Die Linkspartei ruft offen zu „gesellschaftlichem Widerstand” auf: Die Menschen sollten ermutigt werden, „sich gegen Politik zur Wehr zu setzen, die ihren Interessen widerspricht – mit Demonstrationen, Bürgerbegehren und zivilem Ungehorsam, aber auch mit Mitteln politischer Streiks”. In Deutschland ist das bisher verboten, in anderen europäischen Länder wie Frankreich dagegen bereits erlaubt" http://www.bild.de/BILD/politik/2010/03/21/wahlprogramm-der-linkspartei/bild-de-zeigt-so-durchgeknallt-ist-das-programm-der-linken.html => wie die Bild Propaganda macht: wo in Deutschland sind Demonstrationen, Bürgerbegehren, ziviler Ungehorsam verboten? Bild wird sich entschuldigen: "unglücklich ausgedrückt".

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Wie geht es am Finanzmarkt weiter?

Nun, dass das Spielen der Zocker beendet wird, davon träumen wohl einige. Die einen werden einen Angsttraum haben, das sind die, die davon profitieren, dass deren Spielpapier sich nicht so entwickelt, wie sie eigentlich gedacht haben, die anderen werden kaum schlafen können, weil sie im höchsten Erregungszustand von den Milliardenumsätzen profitieren.

Wer meint, die braven Aktienbesitzer, die sich ein paar Daimler oder Siemens zur Alterssicherung kaufen, das wären die, die Umsätze in der Größenordnung von mehreren hundert Millionen erzeugen, das ist wirklich eine naive Vorstellung.

Etliche Zocker sitzen zu Hause oder im Büro und schüren ihr Lust beim daytrading. Jetzt im Sekundenhandel kaufen, zehn Minuten später im Sekundenhandel verkaufen: die Banken machen den Handel technisch möglich und Links zu nicht zeitverzögerten Kursanzeigen zeigen gefühlsmäßig an, kaufen oder verkaufen. Die Chartanalyse “hilft” dabei, entsprechende Handelssignale einzublenden.

Entscheidender sind aber die “Blechtrottel”, heute besser gesagt “Kunststofftrottel”, Computer, deren Programme automatisch das Kaufen oder Verkaufen steuern.

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Sehen Sie das Feld der roten Linien, das ist der Tagesumsatz. Die Linie mit dem Wert 10.000, das sind 10 Mrd. Euro Umsatz, an einem Tag, zehntausendmillionen! Hauptkäufer und -verkäufer sind die sogenannten institutionellen Anleger, Finanzunternehmen, denen wieder einmal täglich große Summen “zugeflossen” sind, weil wieder jemand Gewinne aus dem Geschäftsleben sich vermehren lassen möchte. Ein Teil fließt in den Aktienmarkt, ein anderer Teil in den Anleihemarkt ( oben nicht abgebildet ).

Bei diesen Größenordnungen spielen die Hausfrauen, Börsianer sagen oft abschätzig “Milchmädchen”, keine absolut gar keine Rolle, der kleine Angestellte, der zehntausend Euro einsetzt, der daytrader, der eine andere Art Poker spielt und nicht weiß, dass gerade in Amerika eine Meldung über den Ticker läuft, 70.000 Arbeiter werden entlassen oder die Summe der Arbeitsplätze ist unerwartet um 5% unter der Zielprognose geblieben …, auch der spielt keine Rolle.

Bei diesen Größenordnungen geht es darum, zum Beispiel den DAX durch Finanzunternehmen nachzubilden, geringfügige Schwerpunktsetzungen sind bereits marktdifferenzierend. Kein Finanzunternehmen will sich nachsagen lassen, dass es in der Performance schlechter sei als der DAX, in dem jedes gelistete Unternehmen eine Marktgewichtung hat. Würde also die Gewinnsituation von Volkswagen den DAX nach oben ziehen, weil Volkswagen von vielen gekauft würde, dann müssen über die Zeit die Finanzunternehmen in den anderen Werten auf Kurz oder Lang nachkaufen, entsprechend der Gewichtung im DAX.

Wer glaubt, dass er durch eine besonders kluge Anlage besser ist als institutionelle Anleger mit ihren ausgeklügelten Programmen, der wird kurzfristig Erfolg haben, mittel- und langfristig jedoch nicht.

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Was hat das alle mit der heutigen Situation zutun? Ich las gestern, dass ein Versicherungsunternehmen in den USA mutmaßlich die gigantische Summe von 600 Mrd USD abschreiben muss. Hier findet sich, dass gemutmaßt wird, dass der Aktienmarkt auch in der Folgewoche sinken wird. Die Mutmaßungen überschlagen sich: niemand weiß nichts Genaues – das ist die Regel. Oft genug wird eine Begründung erfunden, warum gerade der Aktienmarkt in diese und nicht, wie erwartet, in jene Richtung gelaufen ist: nur die Ölkonzerne mit den Begründungen zu Preiserhöhungen sind findiger in der Argumenteauswahl.

Wenn Sie wirklich ein paar zehntausend auf dem Sparbuch liegen haben, dann wird bei einer Inflationsrate von 4% und einer Verzinsung des Sparbuches von 1,5% der Geldwert Ihres Vermögens um 2,5% jährlich geringer ( ohne Berücksichtigung der Steuer ). Sparbuch ist also nicht unbedingt DAS Mittel der Wahl.

Da DD keine Anlageberatung, es gibt Foren, die sich speziell mit diesem Thema beschäftigen, hier betreiben darf, das ist auch nicht das Ziel dieser Seite, möchten wir hier aufhören, Alternativen zu diskutieren. Wir sagen nur: seien Sie vorsichtig und vertrauen Sie nicht blind Ihrem Bankberater, der nur Ihr Bestes will, nämlich Ihr Geld!


Filminhalt: Toleranz ( ~ 8 Min )


Beschäftigungsmotor Mittelstand

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Hier soll die Frage erörtert werden, ob der Mittelstand der Jobmotor der Wirtschaft sei, eine vielfach und mit größter Nachhaltigkeit von Meinungsmachern vorgestellte Behauptung. DD nutzt hierzu eine Untersuchung von Joachim Wagner, Lena Koller & Claus Schnabel, Universität Lüneburg, aus dem Jahre 2007, durch die wir aufmerksam wurden durch ein Mail eines Lesers, danke [...]

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GELD ARBEITET NICHT

DD erhielt gestern ein Mail von Dr. Hauke Fürstenwerth mit dem Hinweis, dass ihn einige Berichte sehr interessierten, jedoch das Thema Finanzwirtschaft zu kurz erschien. DD ist für solche Hinweise dankbar und nimmt diese Kritik positiv im Sinne japanischen oder chinesischen Denkens auf. Wer ist Fürstenwerth? Fürstenwerth ist promovierter Chemiker war als solcher prädestiniert, Leiter der [...]

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Der SPD-Ruck ging ab 2002 in die falsche Richtung

Ich fürchte, die SPD hat das Problem dass sie zwischen 2002 – 2005 von den Herren Schröder (GASPROM) – Clement (RWE) – Steinmeier – Steinbrück … nach rechts in das marktradikale neoliberale Fahrwasser gerückt wurde. Das rief die WASG auf die politische Bühne, die dann gemeinsam mit der PDS als Linke bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 [...]

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