Mit Hartz IV in Saus und Braus leben
Nun, Berlins Finanzsenator Thilo Sarrasani kann ja nicht dafür, dass er so aussieht, wie er aussieht, aber nun wird er auch noch richtig witzig! Als ehedem Leiter des Referats Finanzfragen der Sozialpolitik hat er sich überragende Kompetenzen angeeignet: Sozialpolitik in Theorie und Praxis! Und weil er als Leiter des Referats Nationale Währungsfragen immer auch lange Listen bearbeiten musste, dachte er sich vielleicht ‘ich werd dem Volk mal zeigen, was so ein Finanzsenator aus Berlin machen kann!’:
Der tägliche Speiseplan für Hartz IV Leute
Zu bestellen hier: poststelle@senfin.berlin.de oder besser per FAX beantragen Fax: (030) 9020-2624.
[ Musterbrief:
Sehr geehrter Herr Finanzsenator Sarrasani,
ich habe in der WELT, der Zeitung für Kleinbürger gelesen, dass Sie den Hartz IV- Empfängern einen Speiseplan ausgearbeitet haben, wie diese mit ihrem Geld über die Runden kommen können. Ich finde es eine wirklich dankenswerte Idee und eine Hilfe, weil ich bislang nicht wusste, wie ich überleben kann; nun aber, dank Ihrer Fähigkeiten, weiß ich es und bin zufrieden und glücklich!
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir diesen ausgearbeiteten Speiseplan an folgende e-Mail Adresse zusenden würden ( dann kostet es kein zusätzliches Geld ): xxx@xxx.nn.
Ich danke Ihnen, lieber Herr Sarrasani, für Ihre Mühe!
P.S.: nicht, dass Sie meinen, ich hätte die WELT gekauft, die sowieso nicht, die hatte jemand achtlos weggeworfen.
( Unterschrift ) [ hier müssen Sie unterschreiben! ]
]
Nein, im Ernst, hat dieser SPD- homunculus doch tatsächlich geschafft, den Hartz IV- Leuten vorzurechnen, dass ca. 3,80 für einen Tag ausreichen!
Eine gute Idee wäre folgendes:
1. Vielleicht kann ein Leser herausfinden, wie man kostenlos FAX über das Internet schicken kann
2. Wer macht einen Standardbrief an den Finanzsenator? Bitte unter Kommentare reinschreiben!
3. Der Finanzsenator sollte erleben ( FAX- Nr. siehe oben ) wie sehr man ihn schätzt! Wer ein total geschwärztes Blatt ihm schickt, will sicherlich sagen, dass er ein Schwarzer ist!
Anmerkung: wenn selbst ca. 70% der WELT- Leser sagen, das sei purer Zynismus, dann kann man schon sehen, wie solch eine Aktin bei den Bürgern ankommt!
Ergänzende Hinweise meiner Frau:
- Die Leute, die sich nach dem Speiseplan von dem ernähren, ernähren sich nur von Müll- Lebensmittel
- Joghurt mit Kaffe 40 Cent, das Geschäft, das diese Preise hat, würde sofort gestürmt!
- Gurke: nicht mal beim Billigstdiscounter zu dem Preis erhältlich
- Speiseplan an Einseitigkeit ( sollte man sich nicht ausgewogen ernähren, um seine Gesundheit zu erhalten? )
- Der Typ sollte sich um Geldzählen kümmern!




Ja der liebe Finanzsenator von der SPD (was heisst Spd nochmal) hat recht, man kann für das Geld satt werden, jedoch das Leben besteht nicht nur aus fetter Butter und Wurst und einem Glas Tee von der billigsten Sorte. Wenn man selber den Wanst voll hat sollte man niemanden den man ausbeutet vorrechnen wie toll die Welt ist.
Neoliberales Gesindel!
Ron, ich habe immer mehr den Begriff “Neoliberal” ersetzt: wo es geht, sage ich sozialfaschistisch.
Der nette Herr Sarrazin ist Spiegelbild der aktuellen SPD.
Schon sein Hinweis, daß Arbeitslose sich gefälligst um Arbeit zu kümmern haben, statt auch noch Zeit in Ehrenämtern zu “verschwenden”, war geradezu exemplarisch. Seine Rolle in der Tempodrom-Affäre hätte ich auch noch gerne etwas klarer herausgearbeitet gesehen.
Sozialstaat Plündernde Demagogen!!
@ My “Seine Rolle in der Tempodrom-Affäre hätte ich auch noch gerne etwas klarer herausgearbeitet gesehen.” -> ich gebe Ihnen Recht, dass Sarrasani den derzeitigen Zustand widerspiegelt. Tempodrom war nur hier nicht das Thema.
Die Politik ist und bleibt für mich ein Theater, in dem dem Volk Aufführungen vorgespielt werden. Wie in einem jeden Theaterstück auch in der Politik: während das Stück läuft weiß jeder der Mitspieler, wie es endet.