"Die Linkspartei ruft offen zu „gesellschaftlichem Widerstand” auf: Die Menschen sollten ermutigt werden, „sich gegen Politik zur Wehr zu setzen, die ihren Interessen widerspricht – mit Demonstrationen, Bürgerbegehren und zivilem Ungehorsam, aber auch mit Mitteln politischer Streiks”. In Deutschland ist das bisher verboten, in anderen europäischen Länder wie Frankreich dagegen bereits erlaubt" http://www.bild.de/BILD/politik/2010/03/21/wahlprogramm-der-linkspartei/bild-de-zeigt-so-durchgeknallt-ist-das-programm-der-linken.html => wie die Bild Propaganda macht: wo in Deutschland sind Demonstrationen, Bürgerbegehren, ziviler Ungehorsam verboten? Bild wird sich entschuldigen: "unglücklich ausgedrückt".

Deutschland Debatte - tiefgründig - informativ - partizipativ
wir fragen heute für morgen
Staatsschulden pro Kopf in Deutschland


Hier erhalten Sie einen Überblick über die tägliche Nachrichtenlage! Klicken Sie hier!
Was interessiert Leser - Umfrage - klicken Sie hier!

Die Blog- Nabelschau II.

Wenn man die derzeitige Diskussion über Blog liest, könnte man fast meinen, es sei der Krieg ausgebrochen: Blogs gegen Zeitungen und Zeitungen gegen Blogs; das ist die Kampflinie. Namen wie

  • Frank Schirrmacher
  • Johannes Boie
  • Thomas Knüwer
  • Niggemeier

sind nur stellvertretend für viele, die mehr oder weniger wort-gewaltig auftreten.

Worum geht es aber?

1. Es wird gehetzt und gefightet auf Deibel komm raus

Im Handelsblatt finden sich die Aussagen

  • Wie pawlowsche Hunde fangen viele Blogger an zu sabbern, sobald sie ihr tägliches Fressen zu riechen glauben
  • Beim Internetjournalismus, so klagte unlängst einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frank Schirrmacher, habe der Reflex die Reflexion ersetzt.
  • Die Welt der Blogs und Foren besteht nämlich längst in weiten Teilen aus Orten, in denen anonym beleidigt, gehasst und Dummes geredet wird.
  • Es ist ein Störgeräusch aus Mittelmaß, Vereinfachung und aus verbalen Schnellschüssen.
  • Dort gibt es ebenfalls zahlreiche Zeitgenossen, die – geschützt durch ein Pseudonym – Kommentare weit unterhalb der Gürtellinie abgeben. Gemeinheiten sind leicht hervorgebracht: zum Nörgeln muss man nicht denken.

Im SPIEGEL liest man

  • Sie ( Blogger ) bemitleiden, verhöhnen, bespötteln den Redner, ziehen weitreichende Folgerungen über seine Absichten, nennen ihn sogar Lügner, und wie dünne Stimmchen klingen in diesem Kampfgeschrei die Kommentare derjenigen, die darauf hinweisen, dass dies alles mit der Rede gar nichts zu tun hat.

Im Berliner Tagesspiegel findet sich gar, Tendenzen sind klar:

  • Jeder zweite Haushalt in Deutschland verfügt über einen Breitbandanschluss, rund 70 Prozent der Bürger sind online. Die Deutschen haben sich abhängig gemacht … Sobald der PC hüstelt, schüttelt es den Nutzer.
  • Ein Blogger ist ein extrovertierter bis extravaganter Mensch, der vieles mit vielen teilt, aber eines für unteilbar hält – seine Meinung
  • Wird Eigensinn persönliches Eigentum, geht es ums Ganze. Darum sind Blogger so empfindlich
  • Es ist wahr, die Zahl der Blogs wächst rasant; wahr ist zudem, Blogs werden gelesen, die Springflut der Kommentare löst eine Sintflut der Kommentare über die Kommentare aus. Die Weisheit der Menschen nimmt nicht in dem Maße zu, wie die Menge an Bloggern wächst
  • Beim Cyber-Narzissmus geht es um eine kollektive Sehnsucht nach Aufmerksamkeit. Je häufiger der eigene Name bei den Suchmaschinen aufscheint, umso wichtiger muss der Namensträger sein. Hier wird das banalste Kriterium für Konkurrenz und Kompetenz gefeiert – Häufigkeit
  • Ein Mausklick, und die Datenflut und die Denkebbe sind online vernetzt
  • Weil’s mit den Utopien von jetzt auf gleich so schwierig ist, hier nur eine winzige Idee: Das Internet darf das Vergessen lernen.

Zwischenergebnis:

Fasst man die gegenseitigen Angriffe zusammen, dann kann man nur eine Kategorie der Differenzen erkennen: Qualität. Während aus der Blogszene der Hinweis kommt, dass durch die Übernahme von Texten aus den Nachrichtenagenturen das Attribut “Qualität” nicht gegeben ist, erregen sich die klassischen Journalisten besonders darüber, dass eine eher volksnahe und zuweilen deftige Sprache verwendet wird. Es gibt Bloggeransätze, die eindeutig in die Richtung der Gegenöffentlichkeit gehen ( welch eine unsinnige Wortschöpfung, die DD auch verwendete und ab sofort neu einordnet ).
In jedem Falle bekommt man den Eindruck, als käme die eine Seite niemals zur anderen “verfeindeten” Seite.

2. Leben ist Brückenschlagen

Sind diese Diskussionen und gegenseitigen Vorhaltungen nicht eher reichlich primitive Scheingefechte, weil sich etwas Wesentliches in der Informationslandschaft ändert? Die Durchdringung der Öffentlichkeit mit dem Medium Internet hat an solcher Quantität zugenommen, dass das Papier für viele zu einer sinnlichen Wahrnehmungshistorie zu werden droht. Presseimperien sehen sich in Gefahr!

Es wird jedoch völlig verkannt, dass Blogs und die Zeitungswelt – e-Zeitungen eingeschlossen – sich gegenseitig befruchten könnten:

  • Blogs brauchen die Zeitungswelt und deren e-Zeitungen, sie sind die Nahrung, die im besten Falle zu Sichtweisen verarbeitet wird
  • Zeitungswelt und deren e-Zeitungen brauchen Blogs, sie sind die Nahrung, die im besten Falle zu Reflexionen verarbeitet wird.

Das Credo, das erforderlich wäre: lasst uns eher einmal Gemeinsamkeiten und gegenseitige Ergänzungen finden, anstelle das Feinbild zu pflegen. Hierzu wäre ein runder Tisch, besetzt durch Zeitungs- Journalisten und Blogger zu empfehlen, um aus der Diskussion einen kreativen neuen Prozeß zu generieren, zum Nutzen nicht der Blogger, zum Nutzen nicht der Verleger, nein, zum Nutzen der Information und Informationsbreite der Öffentlichkeit. Es ist schwerlich vorstellbar, dass sich Blogger einer solchen Verantwortung entziehen würden.

Daher ist eine Zusammenkunft

“Printmedien und Blogger suchen Gemeinsamkeiten”

eine dringende Notwendigkeit!

14 Reaktionen zu “Die Blog- Nabelschau II.”

  1. My 0,02 Euro

    Also zumindest in diesem Artikel hat Stefan Niggemeier alles nötige zu diesen als Journalisten verkleideten Internetnörglern zusammengetragen.

    Lesenswert!
    http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/die-arroganz-der-netznoergler/?src=TE&cHash=55cb131f4c

  2. bmadmin

    My, zunächst danke für den Link; ich kannte ihn, dennoch danke ich Ihnen. Was STEFAN NIGGEMEIER dort schreibt, ist ja ganz nett, aber genau den Weg wollte ich nicht einschlagen!

    Ja, es ist nicht verwunderlich, wenn man dieselbe Ausgangsposition beschreibt:

    - “Sie zetteln Debattenquickies an, pöbeln nach Gutsherrenart und rauschen dann zeternd weiter. Sie erschaffen wenig und machen vieles runter”
    - Zum Thema Qualität “aber wer zum ersten Mal in einen Bahnhofkiosk kommt…”

    Aber mit solchen Sätzen spaltet er und versucht nicht die Brücke zu schlagen:
    - Jeder Idiot darf Journalist werden, das garantiert das Grundgesetz, und viele werden es auch tatsächlich, das kann man Tag für Tag in den “etablierten” Medien nachlesen, angucken, anhören

    Mühsam versucht er, den Bloggern eine Rechtfertigungsebene einzubauen. Jedoch auch ein solcher Satz “Die publizistischen Hürden im Printbereich liegen wesentlich höher” kann nicht helfen, die Brücke zu bauen. Ich kann nicht nach einer Verbalschlacht, ich übertreibe hier, hoffen, dass jemand kompromissbereit ist.

    My, vielleicht ist es auch meinem Beitrag nicht deutlich genug geworden: Ich will verbinden, ich suche den Konsens, die Informationssymbiose, ich arbeite nicht mehr im Urschlamm der gegenseitigen Akzeptanz! Ich lasse mich nicht durch die Vorhaltung QUALITÄT aus der Reserve locken. Es ist der falsche Ansatz, durch gegenseitige Vorhaltungen “gewinnen” zu wollen; nur im Krieg geht man so vor!

    Für den Fall, dass es auf der TAZ nicht veröffentlicht wird, habe ich doch einen Kommentar geschrieben:
    “Stefan Niggemeier hat den bekannten Positionen zwischen Zeitungen und Bloggern aus meiner Sicht nichts Neues hinzugefügt. Durch Neuformulierungen gelangt man nicht zu einem verbesserten Erkenntnisgewinn oder gar zu einer Problemlösung.

    Sein Satz “Was sie beanspruchen, ist Teilhabe” hätte augebaut werden müssen zu der wirklichen Innovation der Diskussion, ich beschrieb es als “Leben ist Brückenschlagen” und komme zu dem Schluß, dass man zwischen Printmedien und Bloggern durch eine offene Diskussion zu Inhalten einer Informationssymbiose kommt: http://www.deutschland-debatte.de/2007/12/31/die-blog-nabelschau-ii/#comments.

    Was bringt es, wenn die Printmedien den Bloggern vorhalten, wie ungeschliffen oder sogar grob Blogger sind und Blogger entgegnen, die Printmedien würden nur Artikel der großen Nachrichtenagenturen mehr oder weniger aufgepeppt verarbeiten? Es wird mit dieser Position ein Kampf geführt, der die Tendenz zur Eskalation hat.

    Wir sollten von beiden Seiten erkennen lernen, dass jeder von uns in dieser Informationsgesellschaft eine Daseinsberechtigung hat. Nochmals: “Leben ist Brückenschlagen”. Ich fordere Sie auf: Helfen Sie mit, Brücken zu schlagen!”

  3. Petra

    Ich denke nicht, dass es eine Verbindung zwischen beiden geben wird. Ein ehemaliger Kollege, Journalist, forstete einmal meine Freundesliste bei Blog.de durch und konnte es nicht leiden, dass polemisch gestritten wurde. Journalisten sind eine eigene Kaste für sich. Er durfte polemisch streiten, meine Blogfreunde nicht. Er war der Ausgebildete, meine Freunde nicht. Ich denke, der ganze Ärger der Printmedien ist, dass man seine Meinung einfach so ins Netz stellen kann und keine Leserbriefe mehr schreiben muss, die dann nicht veröffentlicht werden oder zensiert in die Zeitung gestellt werden. (hab ich nie gemacht, damit keine falschen Vorstellungen entstehen). Die Polemik trifft vielleicht auf einen kleinen Teil der Blogger zu, die sicherlich auch nicht im wahren leben höflich sind. Ansonsten wird die Meinungsvielfalt der Menschen widergespiegelt. Und deshalb wird es keinen Brückenschlag zwischen beiden geben, weil gerade diese Vielfalt nicht erwünscht ist, weil gerade unsere Medien eine Mainstreammeinung vertreten, die durch Anzeigengeber gewünscht wird.

  4. bmadmin

    Zunächst ein freundliches Hallo, Petra. Schön dich wieder hier zu sehen.

    “Er durfte polemisch streiten, meine Blogfreunde nicht.” -> es ist das alte Thema der Hardliner; die wird man nicht bekehren können. Wenn ich mich um diesen Weg bemühe, dann nicht, 100% auf eine Konsensseite zu bekommen. Das wird selbstverständlich nicht gelingen. Ich denke, so viel Verstand muss man haben, nicht Unmögliches zu fordern.

    “Die Polemik trifft vielleicht auf einen kleinen Teil der Blogger zu, die sicherlich auch nicht im wahren leben höflich sind.” -> ich kann mir schon vorstellen, dass bis auf Musikblogs, wo es um IHRE Idole geht, in vielen Blogs die Grenzen ausgedehnt werden. Warum auch nicht. Das ist das wirkliche Leben, nicht die weichgespülten und immer juristisch abgeklopften Segmente. Das könnte tatsächlich eine Art “Gefahr” für Printmedien werden, wenn die Öffentlichkeit mehr und mehr erkennt, dass es auch andere Medien gibt, die eher ihre Meinung vertreten und sie nuanciert darstellen können. Eine Information in der heutigen Zeit lebt von Aktualität; Printmedien sind recht ungeeignet, nicht die Zeitung an sich, eine lebhafte ( auch emotionale ) Diskussion zu transportieren.
    Ob manche Blogger deshalb die Grenzen ausdehnen, weil sie “auch nicht im wahren leben höflich sind”, das weiß ich nicht. Ich würde den Faktor aufgewühlter Enttäuschung nicht ganz vergessen. Wenn man so will, könnte das Internet auch eine Ableitung für jene sein. Aber: wer aus der Rolle schlüpft, die Grenzen unzumutbar überschreitet, der wird sich durch mangelhaften Besuch selber eliminieren.

    “Und deshalb wird es keinen Brückenschlag zwischen beiden geben, weil gerade diese Vielfalt nicht erwünscht ist, weil gerade unsere Medien eine Mainstreammeinung vertreten, die durch Anzeigengeber gewünscht wird.” -> ich respektiere dieses gewaltige Argument; dennoch hoffe ich, dass man pilotprojekthaft Gemeinsamkeiten findet.

    Gesundes und erfolgreiches 2008 dir und deinem Mann!

  5. zdago

    @Printmedien und Blogger suchen Gemeinsamkeiten

    Sorry, es gibt keine Gemeinsamkeiten! Journalisten sind indoktrinierte und bezahlte Meinungsvertreter der Herrscherkaste, sie veröffentlichen nur, was über verschiedene Kanäle autorisiert wurde. Sachkunde und Realität suchen sie in den “freien Medien” vegeblich, dafür um so mehr PR. Die Blogger erzählen verschiedentlich noch von der Realität, allerdings werden sie wohl auch inzwischen von fernsteuerten Attrappen unterwandert und infiltriert.
    Ein kleiner Tip für Interessierte: schauen sie Sonntag Mittag auf Phoenix “Presseclub nachgefragt”. Gelegentlich kommen da ungeplante Anrufer durch. Ich finde es zu amüsant, wie die versammelten Redakteure sich winden, wenn sie solche Störenfriede
    “unauffällig” umgehen müssen. Allein diese Anrufe und die Reaktionen sind es wert, diese Sendung zu sehen. Kann ich nur empfehlen. Außerdem kann man auch den Mainstream ganz gut analysieren, der wird dort immer umfassend angeboten. Für jeden, der seine Kritikfähigkeit und seine Übersicht prüfen möchten, kenne ich nichts besseres!
    Nur, zm Thema Medien und Blogger: für die Medien als Meinungsmacher der Finanzksste sind die Blogger ein unkontrollierter Konkurrent, der ihre Manipulationsaktionen stört. Auf gut deutsch: es gibt keine Gemeinsamkeiten!
    - oder erst dann, wenn auch die Blogger ferngelenkt werden!
    mfg zdago
    PS.: ich wünsche ein frohes neues Jahr, möge es noch besser werden als das alte.

  6. bmadmin

    @zdago: ich lasse mich hier auf eine Diskussion ein, die ich eigentlich nicht so will, die trennt anstelle die Chancen nutzt, zusammenzufinden. Ich versuche es dennoch, Ihnen so weit wie möglich zu antworten.

    “sind indoktrinierte und bezahlte Meinungsvertreter der Herrscherkaste, sie veröffentlichen nur, was über verschiedene Kanäle autorisiert wurde” -> das ist die eine These; bisher ist es keinem gelungen, diese These zu beweisen. Es ist sicherlich richtig, dass Nachrichten über die Nachrichtenagenturen homogenisiert und kanalisiert werden. Es ist sicherlich richtig und in den e-Medien einfach zu prüfen, dass fast alle Artikel auf der Basis der Nachrichtenagenturen entstehen. Weglassen von Informationen, tendenzbestimmende Wortwahl, Interpretationen, Suggestivformulierungen ergeben sicherlich, je nach Ausrichtung der Medien, den wahrgenommenen Wahrheitsgehalt und die grobe typische rechts-links- Lage.

    “Sachkunde und Realität suchen sie in den “freien Medien” vergeblich” -> keine Sachkunde, das ist eine Pauschalisierung, die ich nicht unterschreiben würde. Was heißt überhaupt “Realität” in Ihrem Zusammenhang?

    “Die Blogger erzählen verschiedentlich noch von der Realität, allerdings werden sie wohl auch inzwischen von fernsteuerten Attrappen unterwandert und infiltriert.” -> ich sehe es anders, auch nach einem gestrigen 1 1/2 stündigen Telefonat über diesen Sachverhalt habe ich noch keine Wahrnehmungsänderung erfahren: ich halte wenig von der These der Weltverschwörung der der Metaregierung! Als ich noch Student war, glaubte ich an so etwas, weil es “modern” war, so zu denken; man war gleichzeitig “in” und gehörte automatisch zum Elitekreis der Revoluzzer. Diese Diskussionen habe ich bis zum Erbrechen im STUPA mitgemacht. So zu denken war der Katechismus der so genannten Fortschrittlichen. Anders zu denken war das Verderben der Reaktionäre.
    Heute sage ich, dass die Färbung eine normale Verteilung der Einstellungen widerspiegelt. Auch hier gilt mit wissenschaftlichem Anspruch: wir beide stellen unbestätigte Thesen auf.

    Ein kleiner Tip für Interessierte: schauen sie Sonntag Mittag auf Phoenix “Presseclub nachgefragt” -> danke, werd ich machen; ist das ein anderer Presseclub als der ARD- Presseclub?

    “wie die versammelten Redakteure sich winden, wenn sie solche Störenfriede “unauffällig” umgehen müssen.” -> sorry, aber Ihr Denken erscheint mir zu sehr vom gegenseitigen Feindbild geprägt.

    “Außerdem kann man auch den Mainstream ganz gut analysieren, der wird dort immer umfassend angeboten.” -> da stimme ich Ihnen zu, wenn immer ich den ARD Presseclub ( selten, weil mir die Zeit zu schade ist und der Erkenntnisgewinn bei andauerndem Gesülze fehlt ) gesehen habe, habe ich das auch festgestellt.

    “für die Medien als Meinungsmacher der Finanzksste sind die Blogger ein unkontrollierter Konkurrent, der ihre Manipulationsaktionen stört.” -> ich würde mich gern auf den Satz einigen ‘für die Medien sind Blogger eine Meinungsopposition und ein unkontrollierter Konkurrent, die ihnen eine tendenzielle Informationsverbreitung erschweren könnte.

    Auch ich wünsche Ihnen ein gesundes 2008! Auch ich hoffe, dass es für viele Menschen in diesem Lande besser werden sollte, wenngleich ich es nicht glaube. Ich hoffe jedoch, dass frankophile Elemente in die öffentliche Äußerungen kommen! Die Grabesruhe und Sprachlosigkeit in Deutschland von den jeweiligen Interessenvertretern der Schwachen und Benachteiligten in diesem Lande, hier meine ich insbesondere die Gewerkschaften, ist zunehmend inakzeptabel! Das sollte sich bevorzugt ändern.

  7. zdago

    @Ein kleiner Tip für Interessierte: schauen sie Sonntag Mittag auf Phoenix “Presseclub nachgefragt” -> danke, werd ich machen; ist das ein anderer Presseclub als der ARD- Presseclub?
    Nein, es ist eine Fortsetzung. Hier können für 15 Minuten die Zuschauer noch anrufen und Fragen zum Thema stellen, die dann von den Anwesenden beantwortet werden – jedenfalls manchmal. Gelegentlich, wenn sie nicht PC sind, gibt es auch Zurechtweisungen oder eine windige Biege zu einem anderen Thema – ich finde es immer meist sehr unterhaltsam.

    @sorry, aber Ihr Denken erscheint mir zu sehr vom gegenseitigen Feindbild geprägt.
    Na ja, Feindbild finde ichdoch übertrieben. Ich versuche zu lernen und auf dem gelernten aufzubauen. Und ich habe festgestellt, daß man Reportern bei unverfänglichen Themen recht gut glauben kann -also bei Modellbau, Blumenpflege usw., aber wenn es um Themen wie Geld, macht und Politik geht, sind sie immer nur Lautsprecher der Machthaber. Es ist ja durchaus bekannt. Von verschiedenen Blättern ist bekannt, daß die Redakteure sich vertraglich verpflichten müssen, unabhängig von ihren Rechercheergebnissen eine bestimmte Meinung zu vertreten, auch wenn es nur selten bekannt wird.
    Ich zitiere immer etwas ungern, weil es oft nur ein Zeichen ist, daß man selbst nícht verstanden hat, worum es geht, aber gelegentlich kann ich auch keine bessere und umfassendere Formulierung finde, wie in diesem Fall von Hr. Swinton. Es gibt mehrere ähnliche Varianten, hier eine Kurzfassung:
    · “Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, um meine ehrliche Ansicht aus der Zeitung, mit der ich verbunden bin, herauszuhalten. [...] Wenn ich es mir erlauben würde, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, wäre ich meine Beschäftigung vor Ablauf des Tages los.” – Vor Redakteuren im Jahr 1889, zitiert nach: Richard O. Boyer und Herbert M. Morais, Labor’s Untold Story, NY: United Electrical, Radio & Machine Workers of America, 1955/1979

    · “Die Aufgabe der Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es.” – Vor Redakteuren im Jahr 1889, zitiert nach: Richard O. Boyer und Herbert M. Morais, Labor’s Untold Story, NY: United Electrical, Radio & Machine Workers of America, 1955/1979
    http://de.wikiquote.org/wiki/John_Swinton

    Und damit möchte ich es heute sein lassen, daß neue Jahr hat so schön angefangen.
    mfg zdago

  8. bmadmin

    Warum wurde Ihr Beitrag 2x gesendet? weil vermutlich 2 “@² und ein Link darin war. Unser Wordpress ist so eingestellt, dass mehr als ein Link oder das, was Wordpress als Link definiert, ein SPAM sein könnte. Ich habe keine Lust, dass Leser hier mit bestenfalls Müll zugeschüttet werden, daher die Vorsicht in der Einstellung!

    “Nein, es ist eine Fortsetzung. ” -> danke, werd ich mir mal ansehen!

    “gegenseitigen Feindbild” -> in der Übertreibung liegt die besondere Klarwerdung. Sorry.

    “aber wenn es um Themen wie Geld, macht und Politik geht, sind sie immer nur Lautsprecher der Machthaber.” -> bitte sehen Sie sich mal folgenden Beitrag an: http://www.readers-edition.de/2007/12/09/wie-unabhaengig-sind-unsere-rentenexperten/.
    Ob Experten oder Politiker, das ist relativ identisch.

    “Ich zitiere immer etwas ungern, weil es oft nur ein Zeichen ist, daß man selbst nícht verstanden hat” -> ich muss hier oft zitieren, weil die genaue Interpretation sich nur aus den Zitaten ableitet. Das st also eine andere Begründung für die Sinnfälligkeit von Zitaten.

    “Wenn ich es mir erlauben würde, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, wäre ich meine Beschäftigung vor Ablauf des Tages los” -> der Mann ist beim falschen Unternehmen angestellt ( oder arbeitet für das falsche Unternehmen ). Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: nur derjenige, der von dem inneren Gehalt seiner Arbeit überzeugt ist, der wird auch qualitätiv eine gute Arbeit machen.
    Außerdem: als Unternehmensleiter habe ich das Recht, die Politik meines Unternehmens zu bestimmen. Wem diese Politik nicht passt, kann sich ja eine im genehmere Aufgabe suchen.

    “Die Aufgabe der Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es.” -> Trade Union.

    Es freut mich, dass Ihr Jahr so schön angefangen hat. Möge es so weiter gehen!!!!

  9. Amelie

    Ein sehr interessanter Artikel, ich finde das ganze herum gejammere der Zeitungen sowieso lächerlich es heisst ja nicht umsonst wer nicht mit der Zeit geht muss mit der Zeit gehen statt sich über Bloger aufzuregen sollten sie einfach anfangen auch auf neue technologien zu setzen .. der spiegel tut das ja schon recht erfolgreich

  10. zdago

    @Ob Experten oder Politiker, das ist relativ identisch
    Ich weiß, in verschiedenen Quellen – regelmäßig auf “http://www.nachdenkseiten.de/” – wird immer wieder auf den Zusammenhang zwischen den Experten und den gewinnmaximierenden Konzernen hingewiesen. Experten darf man nur im Zusammenhang mit ihren Finanziers beurteilen – ebenso wie Journalisten.

    @Ich zitiere immer etwas ungern,
    Hier habe ich mich auf mich selbst bezogen, das war kein Vorwurf an sie!

    @Wenn ich es mir erlauben würde, meine ehrliche Meinung …
    Hier hat Mr. Swinton seine eigene Arbeit als Journalist bewertet: Anspruch gegen Realität, im Jahr 1889 auf einem Journalistenkongress. Übrigens: im Presseclub vor einigen Wochen antwortete auch ein aktueller Redakteur auf eine entsprechende Zuschauerfrage nach der Glaubwürdigkeit sinngemäß – nur rund 10 % dessen, was wir wissen und erfahren, wird wirklich veröffentlicht.
    mfg zdago

  11. STAR COMMAND » 2008 - ganz neu

    [...] die Schnipseljagd (”Anonymes Grundrauschen“), Deutschland-Debatte (”Die Blog-Nabelschau“), Sargnagelschmiede (”Digitaler Mob?“), Ringfahndung (”Johannes Boie: Wo [...]

  12. mein-parteibuch.com » Debattieren mit den Clowns der Medienmilliardäre

    [...] Lohnschreiber im letzten Jahr keinen Erfolg dabei hatten, mit dümmlicher Propaganda einen Krieg gegen Mein Parteibuch und andere Blogs zu führen, hat nun ein hoch gebildeter Lohnschreiber der FAZ mit Namen Tobias [...]

  13. Eckhard

    Die Angst der durch wenige Mächtige gelenkten Medien ist doch vielmehr dass immer deutlicher wird, was an Informationen und Denkhaltungen den Menschen vorenthalten wird.

    Ein aktuelles Beispiel: die Gier der Immobilien-Heuschrecken bringt die Weltwirtschaft ins Wanken. Den “Fachleuten” bei den Banken fällt nichts Besseres ein, als ein paar “Kontrollen” zu intensivieren.

    Ist es nicht eher ein Witz, dass der BOCK zum GÄRTNER gemacht wird? Wie idiotisch muss man sein um anzunehmen, dass sich die Finanzwirtschaft selbst wirksam an die Kette legen wird. Der Spekulation bleibt weiterhin Tür und Tor geöffnet.
    Jetzt sehen wir, wie die Spekulationen um Nahrungsmittel die Menschen in den Hungertod treiben. Und das war bereits seit geraumer Zeit erkennbar, aber nur äußerst selten haben die Medien darüber berichtet. Von vernehmbaren Protest ganz zu schweigen.

    Solche Selbstverständlichkeiten werden in den gelenkten Medien erst gar nicht diskutiert; dafür werden schon die Eigentümer sorgen.

    Alleine deshalb sind BLOGS ein wichtiges Gegengewicht gegen die mediale Verdummung.

  14. bmadmin

    Eckhard, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen: “Die Angst der durch wenige Mächtige gelenkten Medien ist doch vielmehr dass immer deutlicher wird, was an Informationen und Denkhaltungen den Menschen vorenthalten wird”.

    Wenn wir nichts durch die Geschichte lernen können, eines können wir aber lernen: wer sich spalten läßt, hat schon verloren. Was meinen Sie, welche Wirkung die partielle Bedienung von Gruppen hat: Neid – Spaltung!

    “Alleine deshalb sind BLOGS ein wichtiges Gegengewicht gegen die mediale Verdummung”, ja, auch das ist richtig. Offen gesagt, es gibt 2 Probleme in der Blogwelt:

    a) Egozentrik; sie führt dahin, dass die Blogbetreiber nicht das Ziel, zum Beispiel Aufklärung, besonders berücksichtigen, sondern ihre Selbstdarstellungsshow

    b) Neid oder was auch immer, durch Prozessieren gegen andere Bloginhaber die tot zu machen.

Helfen auch Sie, wenn Ihnen die Deutschland-Debatte gefällt: geben Sie bitte diese Internetadresse weiter, an Freunde, an Bekannte! Das gibt Mut für neue Taten. Danke

Einen Kommentar schreiben:
Wir haben ein neues Kommentarfeld gefunden und die Funktionen Zitieren mit Hervorheben, Fettdruck ... Links, sind nun ohne html- Kenntnisse möglich - Nicht nur hier: danke, Martin.

Bei Senden Ihres Kommentars erkennen Sie hiermit automatisch die DD Kommentare-Etikette an.

Zur Sicherheit dieser Seite sollten Sie unten stehende Frage beantworten! Clickcha - The One-click Captcha

Kommentar Vorschau

Copyright © 2010 by: Deutschland Debatte • Design by: BlogPimp / Appelt Mediendesign • Foto: Pixelio • Lizenz siehe Impressum; Abschnitt "Urheberrecht"

all:+++ Täglich bis 19:30 ist der Betreiber verfügbar! Verzögerungen beim Freischalten neuer Erstkommentare sind möglich! Bitte denkt nicht, ich könnte auf jeden Kommentar antworten oder Link verfolgen. Über 10.000 Kommentare bisher.+++

Meine Webseite Wert€ 106.318,43