Hot News: "Deutschland muss sparen, ab 2011 gilt die Schuldenbremse. Doch im neuen Haushaltsentwurf finden sich Posten wie die Finanzssteuer. Luftbuchungen also", http://www.morgenpost.de/politik/article1337597/Deutscher-Haushalt-enthaelt-Luftbuchungen.html => der Zerfallsprozess erreicht die konservative Presse; diese ist nicht mehr bereit, Büttel für die konservative Regierung unter Merkel zu sein.

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Weltwirtschaftskrise

Es wird versucht, diesen Beitrag wird zu einem laufend upgedateten Kernbeitrag zur Globalisierung zu beitreiben; Irrwege und Korrekturen eingeschlossen!

Situation derzeit:

  1. Wie kommt es dazu? Gibt es Gemeinsamkeiten der Weltwirtschaftskrisen?
  2. Kann man aus der Vergangenheit lernen?
  3. Wie wird ein realistisches Szenrio für eine Weltwirtschaftskrise aussehen?

1. Wie kommt es dazu? Gibt es in der Historie ähnliche Entwicklungen?

Immer wieder werden die Jahre 1857, 1873, 1929/32 als Krisen dargestellt, unstrittig wird die Krise 1929 als die hauptsächliche Weltwirtschaftskrise bezeichnet. Einige Zeitungsartikel der neuesen Zeit vergleichen immer wieder mit 1929, weshalb man etwas genauer diese Zeit betrachten sollte.

1.1 Weltwirtschaftskrise 1929 Sehr gute Gesamtsicht über die Historie der letzten Wirtschaftskrise 1929 hier! Die wichtigsten Aussagen wie folgt ( man möge vergleichen mit der heutigen Situation ):

  • Aktienmarkt der USA spekulativ überbewertet
  • zuerst nur leichter Rückgang des Wachstums der weltweit führenden US-amerikanischen Volkswirtschaft
  • selbstverstärkender und zunehmend panischerer Verkaufsdruck mit Rückgang der Kurse an der NY Börse
  • kreditfinanzierte Massenspekulation ( “Milchmädchen an der Börse” )
  • weltweiter Preisverfall auf den Agrar- und Rohstoffmärkten
  • Produktion wurde stark ausgeweitet, um die gewachsene Nachfrage der europäischen Staaten zu befriedigen
  • Wiederaufnahme der europäischen Produktion nach 1918, Überangebot auf dem Weltmarkt, das zu deutlich fallenden Preisen führte
  • Marktsättigung Ende der zwanziger Jahre, Überkapazitäten, betriebswirtschaftliche Probleme, Rückzahlungsprobleme von Krediten …
  • zunehmend protektionistische Zollpolitik einiger Länder zum Schutz der Industrien der Staaten führte zu reduziertem Welthandel, ein zusätzlicher Abschwächungseffekt, wenn viele Länder gleichzeitig protektionistische Massnahmen ergreifen

Aus dieser Gesamtsituation resultierten Produktionssenkungen und Arbeitslosigkeit, Elend großer Bevölkerungsschichten.

1.2 Weltwirtschaftskrise 1873
Der Wiener Börsenkrach vom 9. Mai beendet den Wirtschaftsboom der Gründerzeit. Vorausgegangen war die Gründung des Deutschen Reiches mit einem wahrlich sagenhaften Aufschwung und Wirtschaftswachstum. Weitere Merkmale waren:

  • Aktienkurse und Investitionen explodierten
  • eine Spekulationsblase entstand, die durch ein Gerücht eines von Paris ausgehenden Börsencrashes zusammenbrach
  • selbstverstärkender und zunehmend panischerer Verkaufsdruck mit Rückgang der Kurse an der Wiener Börse
  • durch Kapitalverflechtung wurde Berlin und London ebenfalls betroffen
  • Ursache: zügellosen Börsenspekulationen vor allem in der sprunghaften Ausdehnung der Produktionskapazitäten und der immer weiter steigenden Produktion während der Gründerzeit, preisgünstigere Importe nach Deutschland verkleinerten den nationalen Absatzmarkt für heimische Produkte.

Aus dieser Gesamtsituation resultierten Produktionssenkungen und Arbeitslosigkeit, Elend großer Bevölkerungsschichten, auch des Mittelstandes.

Was heißt das für eine historische Ableitung? “Allgemeine Finanz- und Währungskrisen lassen sich u. a. zurückführen auf Ineffizienzen an den Finanzmärkten – z. B. in Form von Blasenbildungen”, ein solcher Ansatz erscheint zu verschleiernd, zu elfenbeinturmartig, da immerhin Menschen und menschliches Verhalten die wesentlichen Einflußfaktoren sind. Aus Sicht des Autors muß man sich etwas tiefer mit der Psychologie des menschlichen Handelns beschäftigen.

2. Psychologie des menschlichen Handelns

Der Autor möchte versuchen, die Ursache im eogozentrierten Handeln der Persönlichkeiten zu suchen. Immer noch unbestritten sind die wissenschaftlichen Darlegungen von Maslow, bei der das Handeln motivatorisch auf Bedürfnisbefriedigung aufbaut. Maslow hat mehrere graduelle Stufen der Motivation aufgebaut, es entstand die Maslow’sche Bedürfnispyramide:

masslow.jpg

Wir kaufen, wir agieren, weil wir

  • Körperliche (Grund)bedürfnisse haben und diese sättigen wollen ( Atmung, Wärme, Trinken, Essen, Schlaf, körperliches Wohlbefinden und Sexualität )
  • Sicherheitsbedürfnisse haben ( Sicherung der körperlichen Grundbedürfnisse, körperliche Unversehertheit von innen und von außen )
  • Soziale Beziehungen haben und halten wollen ( Aufwendungen zum Aufbau und zur Pflege sozialer Beziehungen )
  • Soziale Anerkennung brauchen und diese auch durch Aufwendungen leichter ermöglicht scheinen
  • Selbstverwirklichung suchen und die durch besondere Aktivitäten realisieren wollen.

Maslow geht also von einem egozentrierten Handlungsansatz aus, dessen Einzelausprägungen individuell unterschiedlich sind. So mag es für den einen ausreichen, zur Sicherung seiner körperlichen Bedürfnisse einer lohnabhängigen Arbeit nachzugehen. Für den anderen muß es ein Mittelständisches Unternehmen sein, das er aubauen will, für den anderen muß es ein Industrieimperium sein, das er ererbt und weiterentwickeln will. Spätestens hier erkennt man, dass hinter der Maslow’schen Pyramide keinerlei Limitierung steckt, weil sich ergebende negative Rückkopplungseffekte, zum Beispiel durch Reduzierung der sozialen Anerkennung, durch neue soziale Anerkennungen kompensiert werden können.
Will also heißen, die Ausprägung der egoistischen Sicht- und Handlungsweise ist individualtypisch. Kaum individualtypisch sind die Handlungsweisen im Falle von Verlustängsten eines einmal erreichten Status. Hier mag die Unterschiedlichkeit nur noch darin bestehen, wie gelassen ( Einschätzung des Handlungsdrucks ) jemand reagiert. In erster Näherung kann man sagen, je niederere Bedürfnisebenen in Gefahr geraten, je größer ist der Handlungsdruck; würde also jemand sein Vermögen, wie groß auch immer, verlieren, so dass er morgen sich nichts mehr zu essen kaufen kann, je höher ist der Handlungsdruck.

Umgekehrt führt ein mehrfach nicht befriedigter Handlungsdruck auf einer niederen Bedürfnisebene zur Frustration, zur Depression; das Gefühl eines scheinbar einfachen Erreichens einer höheren Zielsetzung führt um so mehr zur Sorglosigkeit, je mehr positiv besetzte Beispiele im Umfeld zu finden sind.

Somit ist individualpsychologisch verständlich, wenn Menschen

a) aus unterschiedlichen Motivationslagen heraus dasselbe unternehmen
b) auch ein hohes Risiko zur Zielerreichung eingehen
c) mehr oder weniger panisch auf potentielle Verluste reagieren
d) die eingesetzten Mittel zur Zielerreichung außerhalb einer “allgemeinen Norm” wahrgenommen werden.

Einfach gesagt: die menschliche Gier bewirkt, dass man Risiken eingeht, die man normalerweise nicht eigehen würde, sie bewirkt auch, dass bei Verlustängsten panikartige Reaktionen zustande kommen, die als massenpsychologische Reaktion zu schweren Schäden führt.

3. Welche Gemeinsamkeiten ergeben sich?

Vergleicht man 1873 mit 1929, dann ergeben sich schon evidente Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiedlichkeiten, deren Bedeutung abzuschätzen sind.

3.1 Welches sind die Gemeinsamkeiten?
3.1.1 Umfeldsituation- Nachfragebereitschaft ( Kaufneigung )
Sowohl 1873 als auch 1929 war aus unterschiedlichen Gründen ein riesiger Bedarf an Gütern, insbesondere für die Masse; Man erinnere sich allerdings auch an die Zeit 1873, 20 Jahre später hat Hauptmann ( eine exzellente Quelle ) den erschütternden Bericht “Die Weber” geschrieben, in dem von Hunger und Not ausgemergelte Menschen, die um ein paar Pfennige Lohnerhöhung oder um einen geringen Vorschuss bitten. Wir können also sehen, dass der Aufbau, die vorgeblich goldene Zeit des Wirtschaftsaufschwungs, auf den Knochen der Präkatiatsschicht stattgefunden hat.

1929, durch niedrige Lohn- und Produktionskosten konnten deutsche Produkte zu Dumpingpreisen ins Ausland exportiert werden. Es war die Zeit, in der nach den Entbehrungen 1914/1918 eine Chance bestand, das Leben wieder zu genießen, nicht für alle Schichten, aber für die Ober- und Mittelschicht. Ab Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Werbung breite Schichten erfaßt, die Zielgruppenwerbung war erfunden worden. Die goldenen zwanziger Jahre, eine Zeit, in der heute noch darüber geschwärmt wird. Lebensverhältnisse verbesserten sich und waren ein großer Kontrast zur “Lage der arbeitenden Klasse in England” ( MEW ). Aber im Winter 1928/29 stieg die Zahl der Arbeitslosen von 1,9 auf 3,2 Millionen. Aufgrund der Arbeitsmarktlage geriet die Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung immer tiefer ins Defizit. Der von der Reichsregierung für 1929 vorgelegte Haushalt war unausgeglichen, die Regierung hielt Steuererhöhungen für unumgänglich. Die Unternehmerverbände meldeten Protest dagegen an und forderten statt dessen einen Abbau der Sozialpolitik ( Anmerkung: kennen wir das nicht ? ).

3.1.2 Umfeldsituation- Nachfragebedürfnisse ( Kaufbedarfe )
Sowohl 1873 als auch 1929 war die Zeit, in der die Mechanisierung und die Arbeitsorganisation ( Einführung der Fließfertigung, Konzentration auf Teilaufgaben, SvZ, … ) zu einer deutlichen Steigerung der Produktivität führte und Waren gegenüber der handwerklichen Einzelfertigung radikal verbilligen konnte. Sowohl 1873 als auch 1929 war die Zeit, die von technischen Innovationen getragen wurde, die von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung waren; man denke nur an die massenhafte Fertigung von Fahrzeugen.

Beides traf also zu diesen Zeiten zusammen: Innovationen und Bedarfe zum Kauf der Innovationen, getragen von der vorgenannten Kaufbereitschaft.

3.1.3 Unternehmensanteilsscheine
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts gab es Unternehmensanteilsscheine zu kaufen, zunächst nur wenige, jedoch mit Beginn des 20. Jahrhunderts waren viele Beteiligungen an Unternehmen zu erstehen. Aktienbesitzer haben die Inflation 1923 … relativ unbeschadet überstanden … Im April 1927 erreichten die Börsenkurse ihren Höchststand während der Zeit der Weimarer Republik. Ob der Grund für den hohen Börsenstand darin liegt, dass “der Sachwertcharakter der Aktie schützte den Anleger damals – wie heute immer noch – vor den Gefahren der Geldentwertung”, wie Prof. Dr. Rüdiger von Rosen schreibt, sei dahin gestellt.
In jedem Fall bleibt festzuhalten, dass, als Gemeinsamkeit der Jahre 1873 und 1929 die Aktienkurse in einer Euphorie auf dem Höchststand waren.

kursentwicklung-22-bis-29.jpg

Man sieht, dass nur innerhalb von 7 Jahren der Kurs der Aktien um das fast 6 fache gestiegen ist. Es erschien für viele, als hätten sie den Zugang zur Gelddruckmaschine gefunden. Es hatte ein Kaufverhalten eingesetzt, das fast alle Vorsicht ( Verlustängste ) fallen ließ; mit jedem neuen Jahr war die scheinbare Gewißheit, noch mehr zu verdienen ( Bankleute verwenden bei Beratungen immer noch gern das Bild, dass es in den letzten Jahren immer nur aufwärts ging und suggerieren einen extrapolierten Trend – sie suggerieren eine nicht existierende Sicherheit ).

Es ist schon die Frage angebracht: ist es vorstellbar, dass der Wert einer Firma innerhalb von 7 Jahren um 600% ansteigt? Vielleicht würde Kostolany gesagt haben, dass der Börsenwert einer Firma die Zukunftserwartungen wiederspiegelt; eine allgemeine Sichtweise, die wohl nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig ist.

4. Vergleich mit der derzeitigen Situation

Es wurden in den vorgenannten Darlegungen folgende Kriterien aufgezeigt:

  1. Industrielle Innovationen mit volkswirtschaftlicher Bedeutung
  2. Kaufbedarfe
  3. Kaufneigung, Kauflust
  4. Aktienwertübertreibung.

4.1 Industrielle Innovationen mit volkswirtschaftlicher Bedeutung
Industrielle Innovationen mit der Schaffung nennenswerter Industriearbeitplätze ist das Gebot der Stunde, das umschreibt die CDU mit “Sozial ist, was Arbeit schafft“, koste es, was es wolle. Sie, die CDU, ruft immer nach Innovationen, aber wo sind diese Innovationen? Facelifting, Produktverschönerungen ohne Arbeitsplatzzuwachs ersetzen mehr und mehr Innovationen.
Es ist schon interessant, dass als wesentlicher Unterschied heute zu 1873 und 1929 die Marktsituation stagniert; es gibt keine wirkliche Innovation, innovativer Druck mit volkswirtschaftlichem Potential kommt möglicherweise aus dem Umweltschutzgedanken. Hier sind große nachhaltige Investitionen zu erwarten. Ob diese Investitionen jedoch auch das Potential haben, Arbeitsplätze in nennenswerter Größenordnung zu generieren, ist angesichts der Automatisierung von Prozessen mehr als fraglich.
Es scheint angesichts der fundamentalen Devisen- Neubewertung dazu zu kommen, dass Unternehmen verstärkt ihr Heil in der Produktionsverlagerung raus aus Deutschland und hinein nach Asien oder Amerika suchen.

Wie wenig eindimensional volkswirtschaftliche Entwicklungsprozesse betrachtet werden können, zeigt folgender Absatz:
So gibt es bereits einen sehr interessanten Artikel über das mögliche Ende dieser Art Wirtschaftssystem “Zukunft der Arbeit – Ende der Arbeitsgesellschaft“. Anton Börner sagt “Sollte sich die US-Finanzkrise ausweiten und die Weltkonjunktur weiter dämpfen, könnte das Exportplus 2008 auf nur noch fünf Prozent zurückgehen. Einen solchen Einbruch im Exportgeschäft kann die Binnenwirtschaft nicht auffangen.“ Es heißt in dem Artikel des Berliner Tagesspiegels “Börners Pessimismus teilt inzwischen aber auch das Bundeswirtschaftsministerium”. So ist also von Firmenschließungen größeren Ausmaßes die Rede; es wird in Länder verlagert, die wenig bis nicht dollarsensibel sind: “Um das Währungsrisiko zu verringern, wollen die Münchener die Produktion im Werk Spartanburg in South Carolina bis zum Jahr 2010 von derzeit 140 000 Stück auf 250 000 Autos hochfahren”. BASF verlautbart, dass jeder Cent, den der Euro gegenüber dem Dollar zulegt, 250 Millionen Euro weniger Umsatz bedeutet, eine Situation, die auf Dauer auch von den größten Unternehmen nicht tragfähig ist. Die Bewertung der Devisen spielte bei den Weltwirtschaftskrisen 1873 und 1929 noch keine Rolle; es könnte sich zunehmend manifestieren, dass auf dem Feld des Finanzsystems der Welt der nächste Weltkrieg ausgetragen wird.

Man kommt vielleicht zu der ernüchternden betriebswirtschaftlichen Feststellung, dass der Produktionsfaktor Mensch in Europa verliert: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis! Ist keine Nachfrage da, sinkt der Preis für Arbeitskräfte bis zu einem Weltvergleichsniveau. Dramatisch daran ist, dass es ein Sterben auf Raten gibt.

Amerika hat diese Mechanismen schon frühzeitig erkannt und setzte zunehmend auf Konsum durch Privatkreditierung, um das Industriewachstum zu fördern. Milliarden an Schulden schlummern gefährlich unter der Wasseroberfläche. Dabei war der Grundgedanke recht intelligent: jemand, der Schulden hat, wird alles tun – auch zu fast allen Bedingungen – die Schulden abzubauen. Dafür kann der Schuldner sich soziales Ansehen erkaufen, sich Selbstbewußtsein anschaffen, was die Modeindustrie in überaus geschickter Weise seit Jahren erfolgreich betreibt. Medial wurde der Begriff “Konsumterror” systematisch eliminiert, stigmatisiert. Dennoch, auch wenn in Deutschland versucht wird, diesen Weg zu gehen, die Deutschen folgen den Verlockungen aus unterschiedlichen Gründen nicht.

So bleibt die Schaffung nennenswerter Industriearbeitplätze im Globalisierungssumpf stecken und die Menschen mitten drin! Wir sehen im Vergleich zu den vergangenen Weltwirtschaftskrisen, dass bezüglich Produktinnovationen und Kaufneigung daraus die Situation heute gänzlich anders ist gänzlich schlechter, weil sich keine Möglichkeiten einer Besserung aus der Binnenmarktnachfrage einzustellen scheinen.

4.2 Kaufbedarf
Sie sehen hier die Sättigung der privaten Haushalte mit Konsumgütern:

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Es ist entscheidend, dass die Privathaushalte eine sehr hohe Sättigung mit Gütern des täglichen Lebens haben. Wenn wir “alles” haben, wozu brauchen wir dann die sehr großen Produktionskapazitäten für diese Güter: Fernsehgeräte, Kühlschränke, Tiefkültruhen, Fahrräder, Häuser …? Wir brauchen eigentlich nur noch eine Produktionskapazität in der Größenordnung des Ersatzbedarfes, also nur etwa 10% der Kapazitäten, die für Erstaustattung von Innovationen erforderlich sind. Für diese abgeschmolzenen Produktionskapazitäten brauchen wir auch nur noch 10% der menschlichen Produktionsfaktoren. Wo nur Kaufbedarfe durch Ersatzbeschaffung erforderlich sind, wo dort auswärtig produziert wird, wo auch der Verkauf stattfindet, wird eine Wirtschaft abgebaut!

Es scheint, dass durch Lebensstandard und Globalisierung die Wirtschaftsgesellschaft an eine Grenze gekommen ist, die für die arbeitende Bevölkerung, für die Sozialsysteme keine guten Aussichten bietet. Es ist fatal, dass unsere Politik für diese wahrscheinliche Entwicklung keine Antwort parat haben; die Politiker werden wieder – wie bei dem Thema Rente – warten, bis der Handlungsdruck für alle der Bevölkerung deutlich wird. Dann ist das System nur noch mit Brachialmethoden zu retten.

Dass Kaufbedarfe bestehen, das läßt sich ablesen an der großen Reiseneigung der Menschen. Es kann also nicht am Geld liegen, dass Bürger nicht kaufen, “Kaufverweigerung betreiben”, wie Medien auch titeln. Wir haben in Deutschland eine zwiespältige Situation: einerseits geht es wenigen Menschen verdammt gut, andererseits schlittern immer mehr in die private Insolvenz; Nachrichten, wie die des ZDF- Tickers, “Deutsche machen weniger Schulden” sind an journalistischer Dummheit nicht zu überbieten, weil dieser Bericht auf den Aussagen der Schufa basieren, die nur einen Teil aller Schulden der Privathaushalte dokumentiert, siehe Alternativbewertung beim SPIEGEL und ebenfalls hier. So war unlängst in einem RTL- Bericht zu hören, dass die Schufa als Schuldeninformation über eine Famile 50.000 Euro ermittelt hatte, während der Insolvenzberater 600.000 Euro dokumentiert fand. So kommt es, dass der Kaufbedarf nicht nur limitiert ist durch Sättigung sondern auch durch verfügbare Mittel; es ist nicht zum Schaden der Bürger, dass diese den Verlockungen widerstehen, “auf Pump”, auf Kredit zu kaufen, wie es in Amerika üblich ist.

4.3 Kaufneigung
In einem seriösen Bericht die Kaufneigung abzusprechen, wäre töricht. Wer würde nicht gern ein neues Auto … haben wollen. So kann die Gesellschaft für Konsumforschung, GfK, immer wieder von tollen aber unrealisierten Zahlen berichten. Ein Anruf bei der GfK verdeutlichte, dass diese im Sommer einen deutlichen Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit registrierten.

Es gibt neben der Sättigung auch noch andere Faktoren, die nicht zu vernachlässigen sind; einer der wesentlichen Faktoren ist die demographische Entwicklung. Ältere Leute überlegen sich sehr genau, ob es noch Sinn für sie macht, sich einen neuen Teppich oder ein neues Schlafzimmer oder einen neuen Kühlschrank zu kaufen. Sie haben vielfach Angst vor altersbedingten Kosten und wollen nicht den Kindern Kosten für Alters- oder Pflegeheim oder Krankheitskosten überlassen; lieber sparen sie noch etwas, damit sie – treu deutsch – den Kindern nicht zur Last fallen. Die Versuche mancher Marketingabteilung, Produkte für das Alter zu generieren, um an Ersparnisse dieser Altersgruppe zu kommen, scheinen nicht beliebig erfolgreich, in keinem Fall sind sie Kompensation für wegbrechende Geschäfte der jungen oder mittleren Jahrgänge.

4.4 Aktienwertentwicklung
Ein an der Börse gehandelter Aktienwert beinhaltet den Substanzwert des Unternehmens plus einem individuellen Aufschlag, die Einschätzung der möglichen Zukunftsentwicklung auf Grundlage der aktuellen Informations- und Gefühlslage unter besonderer Berücksichtigung der Beeinflussungsfähigkeit durch externe Faktoren.

Schaut man sich die Kursentwicklung an, dann kann einem schon schwindelig werden:

kursentwicklung-1900-bis-2007.jpg

Schauen Sie nur diesen Miniberg 1929! ( Man muss auch berücksichtigen, dass in den Steigerungen die Inflation … enthalten ist ) . Aber hat die Entwicklung 1975 bis 2007 nicht eine große Ähnlichkeit mit den 20er Jahren?

kursentwicklung-1965-bis-2007.jpg

Demnach sollen Unternehmen zwischen 1982 und 2007, also innerhalb von 25 Jahren 1600% wertvoller geworden sein!

Es drängt sich hier die Frage auf, die unter 3.1.3, Unternehmensanteilsscheine, bereits erwähnt war: “der Sachwertcharakter der Aktie schützte den Anleger damals – wie heute immer noch – vor den Gefahren der Geldentwertung”. Kaufen Anleger Aktien bewußt als Inflations- oder Geldentwertungsschutz? Ist in der Kursübertreibung das Wissen um die Weltwirtschaftskrise enthalten ( eskomptiert )? Ich weiß, es gibt unendlich viele Argumente, die diese These widerlegen können, eine scheinbar logische wäre das Aufzeigen des KGV, der Inflation durch seine Rechenlogik eleminiert. Es ist aber ein Scheinargument, weil durch Eliminierung der Inflation nicht das nachweisbar ist, was gerade eliminiert wurde.

5. Zwischenergebnisstand

Die Wirtschaftskrisen 1873 und 1929 sind nur in erster gröbster Näherung mit der heutigen Situation vergleichbar. Sie taugen nicht, ein Erklärungs- und Verhalternsmuster aufzuzeigen. Es gibt sicherlich einige Identitäten, die so dass Anzeichen auf eine drohende Krise nicht wegzuwischen sind.

Was aber viel ärger ist, ist die Tatsache, dass die Rahmenbedingungen 1873 und 1929 viel mehr Lösungsoptionen beinhalteten.

Hier hatte ich meine Einschätzung gegeben:
“2. Primat Politik
Wenn Sie die letzten 2 Jahrhunderte der westlichen Welt betrachten, dann müssen Sie sagen, dass auf der Basis des wirtschaftsorientierten Wertesystems ( siehe Punkt 1 ) die Handlungsmaxime durch das Unternehmertum festgelegt war. Mit der Bildung von Unternehmervereinigungen Ende des 19. Jahrhunderts und mit der Möglichkeit der Einflussnahme auf die Politik ist Politik, wie ich an mehreren Stellen hier gesagt hatte, zum Vorzimmer der Unternehmervereinigungen degeneriert. Alles, was wir bisher taten, war mit der Meßlatte Unternehmer gestaltet. Zudem hat sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr vertieft, dass Produktionsleistung immer mehr vom Menschen entkoppelt wurde ( siehe Halle 56, VW ). Stets wurden höchst raffinierte Argumentationen gefunden, um eine solche Strategie zu begründen. Menschen werden für die Wirtschaft eigentlich überflüssig, würden sie nicht gleichzeitig auch Kunden sein.
Nur, bitte berücksichtigen Sie, dass der Sättigungsgrad in den Haushalten überaus groß ist in den westlichen Ländern: wir haben fast alles, was zum Leben erforderlich ist, was das Leben angenehm macht. Wozu also noch mehr Produktionskapazitäten aufbauen?
Berücksichtigen Sie auch, dass in Deutschland die Menschen gebeutelt wurden von schlechten Zeiten; die Neigung der Amerikaner, sich zum Beispiel für ein neues Auto zu verschulden, ist nicht da!

Momentan tendiere ich zu einem eher protektionistischen Ansatz mit einem radikalen natürlichen Bevölkerungsrückgang unter gleichzeitiger Neubewertung der Lebensphilosophie, ein postindustrielles Zeitalter? Ich weiß, für eine solche Haltung würde ich gesteinigt. Andererseits ist es auch richtig, was greenpeace denkt, dass wenige Menschen auf dieser Erde diese gnadenlos ausbeuten und sich Untertan machen.
Bei meiner Antwort habe ich den Begriff “Gerechtigkeit” nicht benutzt, weil es ein hoher Scheinbegriff ist, der sorgsam, wie ein Götzenbild, gepflegt wird, um uns Bürgern den Hauch einer Illusion noch zu geben.”

8 Reaktionen zu “Weltwirtschaftskrise”

  1. zdago

    Hallo,
    für das,was ich erwarte, ist eine tiefe Rezession ein hoffnungsvoller Aufschwung, wie immer sie es verstehen.
    Ich beschreibe meine Vorstellungen in der Regel mit einem Hinweis auf Bosnien 1995 als der harmlose Teil – wer sich noch erinnern kann. Und diesese Dinge sind bewußt geplant herbeigeführt. Auch unsere Verwaltung tut geplant und gezielt ihren Teil dazu, nicht umsonst werden Polizei und Bundeswehr zu söldnermäßigen, politisch gesteuerten Schlägertrupps umgebaut, schließlich sollen sie Geld- und Politadel vor der Bevölkerung schützen.
    mfg zdago

  2. bmadmin

    “was ich erwarte, ist eine tiefe Rezession ein hoffnungsvoller Aufschwung”, zdago, meinen Sie zunächst eine starke Rezession und dann einen Aufschwung? Kurz, knackig hier lesen.

    “bewußt geplant herbeigeführt”, das dachte ich auch mal. Inzwischen meine ich, dass einigen wenigen klar ist, in welcher Abfolge die Weltwirtschaft läuft, dass sie für dieses Szenario nützliche Idioten=geldgierige Kerle brauchen, die dieses Szenrio unterfüttern; sie wissen, dass es knallt, sie wissen nur nicht, wie schnell …

    “schließlich sollen sie Geld- und Politadel vor der Bevölkerung schützen.”, ich bin mir nur noch nicht klar, ob, wenn es dazu kommt, es auch zu einer Entschuldung der Staaten durch eine Währungsreform kommen wird.

  3. mein-parteibuch.com » Rechtsausschuss will Vorratsdaten an Privatfirmen geben

    [...] Zeit, sich schon mal mit Desinvestitionsstrategien zu beschäftigen. Aber wen interessiert das schon. Bookmarken: [Trackback URI]    [...]

  4. bmadmin

    Das Welthandelsvolumen fiel von 1929 bis zum Tiefpunkt der Rezession 1932 um läppische 25 Prozent; jeder würde sagen, normale Schwankungen der Wirtschaft! Ja, das kann sein, wen interessiert das schon, wenn 30/40 Millionen Menschen keine Arbeit mehr haben, wen interessiert das schon, wenn jemand seine Alterssicherung aufgrund Finanzmanipulationen anderer verloren hat, wen interessiert das schon, wenn die Nazis wieder Deutschland beherrschen.
    Desinvestitionsstrategien, ha, diejenigen Unternehmen, die riesige Schulden haben ( siehe Industrieanleihen ), werden sich ins Fäustchen lachen – wen interessiert ds schon, wenn du für deine 10000 Euro Erspartes gerade mal einen Brotaufstrich bekommst!

  5. Man of the World

    Tja, wird sich die Geschichte wiederholen? Niemand weiß das.

    Immerhin kann man versuchen, historische Vorgänge nachzuvollziehen. Und ob man das auf die Gegenwart übertragen kann, das ist immer sehr problematisch.

    Die Welt verändert sich halt rasant. Eine Antwort über die Zukunft würde jeder gern haben. Aber die Zukunft ist immer unsicher. Nur eines ist sicher: Die Erde wird sich auch in Zukunft noch um die Sonne drehen. Aber ob uns Euro und US-Dollar noch bis in alle Ewigkeiten begleiten werden, das ist unsicher.

    Der Blick in die Geschichte lehrt nur: Papiergeld sollte man mit Vorsicht genießen. Immerhin wird das Papiergeld die Menschen gesetzlich verordnet. Das Papiergeld muss als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert werden. Und ganz plötzlich kann sich das Papiergeld dann im Rahmen einer Hyperinflation erledigen. Dann kommt eine Währungsreform, neues Papiergeld ist da. Und das Spielchen geht von vorne los.

    Wichtig ist, den Blick nicht nur auf das Papiergeld zu lenken, sondern vor allem auf reale Sachwerte. Papiergeld ist nur Mittel zum Zweck, um reale Sachwerte erwerben zu können.

    Ob eine Weltwirtschaftskrise kommen wird oder nicht, das wissen wir doch alle nicht. Ich bin mir nur in einem sicher: Die totale wirtschaftliche Freiheit (Neoliberalismus) kann uns jederzeit in die totale Unfreiheit (Sozialismus) führen. Der mittlere Weg – soziale Marktwirtschaft – sollte angestrebt werden.

  6. bmadmin

    MoW: “Und ob man das auf die Gegenwart übertragen kann, das ist immer sehr problematisch.”, lassen Sie uns es doch versuchen, ob hier Gemeinsamkeiten und “Verallgemeinerungen” in gewissen Grenzen möglich sind.

    Ich teile vollkommen Ihre Meinung “Die totale wirtschaftliche Freiheit (Neoliberalismus) kann uns jederzeit in die totale Unfreiheit (Sozialismus) führen. Der mittlere Weg – soziale Marktwirtschaft – sollte angestrebt werden.”!!!

  7. Deutschland Debatte » Hypothekenkrise und kein Ende?

    [...] oder nicht, weil die Finanzprobleme von US/GB deren Konjunktur negativ beeinflußt und durch Konjunkturabsenkung die Weltwirtschaft beeinfluß wird. Konjunktureinbruch bedeutet, dass wieder verstärkt rationalisiert werden wird; Massnahme [...]

  8. Udo Herrmann

    Das der Sättigungsgrad bei vielen Haushalten erreicht ist, mag stimmen aber dafür wächst die zahl jener Rapide wo dieses nicht der Fall ist.
    MoW die klugen Lebensweisheiten Marke „Die Welt verändert sich halt rasant.“ sind quatsch. Denn der Mensch ändert sich nicht, daher kann man recht einfach auch die Ereignisse Prognostizieren. Je mehr Menschen, und hier vor allem die Jungen, in dieser perspektivlosen Welt zum Hungerlohn gezwungen werden zu Arbeiten, je deutlicher es wird wie hoch die Tragweite des Versagens der Elterngeneration ist, für ein halbwegs gesichertes Lebensumfeld ihres Nachwuchses zu sorgen, um so Aggressiver wird, grade dieser Teil.
    Einfach mal darüber nachdenken was alles Sugerriert wird.
    Die Jungen sollen die Versagergenerationen am Fressen halten, die Schulden Abarbeiten die sie nicht gemacht haben und von denen nur wenige wirklich Profitiert haben. Eigene Familien gründen und Versorgen ohne gesicherte Arbeit. Und auch noch für ihren Lebensabend sorgen. Und das alles in Multi – Kultureller Offenheit, als „Weltzahlmeister“ für Gutmenschenprojekte, als Rendite beschaffer überwiegend der Versagergenerationen. Und das alles unter unseren Wirtschaftsbedingungen.
    Das sich da Wut, Aggression und Frustrationspotential bilden sollte klar sein. Dieses wird zunehmen je schärfer die Krise (in meinen Augen ehr der Zusammenbruch) des Zinsschuldsystem – Kettenbriefes Kapitalismus wird. Und das „Gerechtigkeitsempfinden“ spielt dabei eine sehrt wichtige Rolle. Und dieses ist gegenwärtig nicht mehr gegeben. Die Relationen Passen nicht mal mehr ansatzweise und je offensichtlicher die Menschenverachtende Politik der Wirtschaft wird umso stärker Radikalisiert sich ein Teil der Bevölkerung. „Moral“ war schon immer ein Luxus der Menschen die es sich „Leisten“ konnten. Und jeder Skandal untergräbt die Moral.
    Damit Erodiert das Gesellschaftsgefüge zusehends, Kriminalität als legale Überlebensstrategie wird zunehmen, betrifft aber überwiegend die „bildungsfernen“ Schichten. Geht es dem ehemaligen Mittelstand an den Kragen werden Pseudolegale Motive im Mittelpunkt stehen. „Demokratie, Kommunismus, Nationalismus, Religion“ Theoretisch ist da alles möglich.
    Reale oder Vermeintliche Sündenböcke müssen gefunden werden. Jedes Schema liefert „Feindbilder“. Verfolgt man den Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland und anderer Faschistischer Bewegungen fällt auf das diese überwiegend durch den Mittelstand getragen wurden. Auch der Kommunismus als „Klassenkampf“ Ideologie ist stark Nationalistisch geprägt, da auch hier die Rahmenbedingungen durch die Lebensumstände IN einem Land geprägt werden.
    Der Passus „Und ganz plötzlich kann sich das Papiergeld dann im Rahmen einer Hyperinflation erledigen. Dann kommt eine Währungsreform, neues Papiergeld ist da. Und das Spielchen geht von vorne los.“ Übersieht also einen entscheidenden Faktor, den der Realen Lebensumstände. Eine Währungsreform ändert überhaupt nix, den arm bleibt arm und Wohlhabend (Materiell) bleibt Wohlhabend. Und in einer solchen Krise bedeutet Währungsreform lediglich die „Enteignung“ der Bevölkerungsschichten die dumm genug waren auf die Versprechen der „Finanzhaie“ herein zu fallen und sich über „Versicherungen, Sparverträge, Geldanlagen usw.“ ab zu sichern.
    Auch eine „Währungsreform“ schafft eines nicht – nämlich mehr Arbeit, die „Überproduktion“ bleibt ja erhalten, genauso aber auch der Mangel an „Beschaffungsmöglichkeiten“ für diejenigen die nicht abgesichert sind. Eine Währungsreform bringt also nur etwas wenn diese mit Massiver Schaffung von Arbeitsplätzen verbunden ist. Dieses erfolgt aber in einem gesättigten Umfeld nicht automatisch mit der Währungsreform.
    Die Krisen wurden bisher IMMER mit Kriegen gelöst um a. überschüssiges Menschenmaterial los zu werden und b. um genug Zerstörung. Diesen Weg ist das Zinssklavensystem immer gegangen und tut es noch heute. Je größer die Krise umso größer der Krieg. Beim platzen der Internet Blase 2000 reichte noch der Afghanistan Krieg und der Irak Krieg um die Renditen wieder anziehen zu lassen. Der Zusammenbruch jetzt hat eine ganz andere Dimension. Nicht umsonst Fliessen viele Mittel der „Konjunkturpakete“ auch heute wieder in die Rüstung. Nur auch hier verpufft die Wirkung zusehends, da wo früher Tausende für die Rüstungsindustrie eines Hitlers oder Roosevelts Arbeiteten – schaffen heute mehr Maschinen als Menschen.
    Bin mal gespannt was passiert wenn das BRD Syndikat pleite anmelden muss und die ganzen abhängigen (Transferleistungsbezieher – Rentner, Beamte, HIV, Asylbewerber, Professoren und andere Dummschwätzer plötzlich kein Werthaltiges Einkommen mehr beziehen). Und hier vor allem dann die verarschte Jugend.
    Die Welt mag sich rasant verändern aber die Menschen sind die gleichen geblieben. Ein Teil wird den Sklavenstatus gerne für paar Krümel Akzeptieren ein anderer Teil wird um seine Freiheit und Lebensrechte Kämpfen. Hier trennt sich die Spreu vom Weitzen.

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+++ der Sumpf hat Deutschland vollständig erreicht. Man kann gar nicht so viel schreiben ... +++

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