Hot News: "Deutschland muss sparen, ab 2011 gilt die Schuldenbremse. Doch im neuen Haushaltsentwurf finden sich Posten wie die Finanzssteuer. Luftbuchungen also", http://www.morgenpost.de/politik/article1337597/Deutscher-Haushalt-enthaelt-Luftbuchungen.html => der Zerfallsprozess erreicht die konservative Presse; diese ist nicht mehr bereit, Büttel für die konservative Regierung unter Merkel zu sein.

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Unsere Marktwirtschaft ist sozial genug !

alles-gescheiterte-unseres-systems.jpgDas muß DD kommentieren! Die Zeitschrift CAPITAL hat von dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) eine Analyse zur gesellschaftlichen und politischen Lage in Deutschland erstellen lassen.

646 repräsentativ ausgewählte Führungsspitzen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung wurden befragt.

(1) also sagt CAPITAL damit, die dargestellte Meinung ist eine allgemeingültige Meinungslage der Führungsspitze ( FK )

“78 Prozent der Elite, dass sich zunehmend eine Unterschicht herausbildet, die sich sozial und wirtschaftlich vom Rest der Gesellschaft abkoppelt”

(2) Die FK gestehen also ein, dass die Unterschicht wächst und somit das Gefälle zwischen arm und reich immer größer wird. Indem man sagt “abkoppelt” suggeriert man eine aktive Handlung jener, die eigentlich durch die Globalisierung abgekoppelt werden. Eine völlige Verdrehung der Tatsachen! Außerdem wird mit dem Relativsatz eingestanden, dass man eine ( Zwei )klassengesellschaft bekommt.

Die FK sagen fast zur Hälfte, dass es eine wachsende Zahl Verlierer gibt!

(3) Noch wachsender? Was sollen denn all die tollen Meldungen über das Wachsen der Wirtschaft und Absenken der Arbeitslosenzahlen und nochmals der SPIEGEL und der toll wachsende Mittelstand hier mit jeder Menge Diagramme, wo teilweise genau das Gegenteil gesagt wird ( “Einstellungen geplant” … Folien 3, 6, 10 haben wegen der Aussagen-Verfallszeit schon gar keinen Titel mehr )? Es fällt der Hinweis von ngo- online ein “Gleichzeitig beobachten wir eine zunehmende Übereinstimmung der von den Medien transportierten und protegierten Meinungen. Dies beruht wesentlich auf der engen Verzahnung der meisten Medien mit Nachrichtenagenturen und mit den Interessen von Gesellschaftern, Anzeigenkunden und politischen Parteien.” Sind wir ein riesiger Manipulationsbetrieb geworden?

Mehr als 80 Prozent der Befragten sind nicht der Meinung, dass in unserer Marktwirtschaft „die sozialen Aspekte zu stark betont werden“, sagt die Analyse.

(4) Wir interpretieren das so, dass die befragten FK, nein, die Manager in unserer Gesellschaft eine klare Vorstellung vom Ausmendeln haben! Solidarität ex und hopp! Hauptsache, ich verdiene genug. Höhepunkt dieser Fragestellung ist, dass die FK fordern, die Gesellschaft soll sich in der Meinung, alles ist so sozial, hinter die FK stellen und gleich argumentieren ( damit sich jene, die ausgegrenzt wurden, noch mehr als Abschaum empfinden sollen, so kann man das interpretieren ).

Insgesamt sind die FK überaus von sich überzeugt, weil sie die “Wohlstandsunterschiede als nicht zu groß ansehen”.

(5) Das läßt Interpretationsspielraum! Man könnte verstehen, dass zahlenmäßig kein sonderlich großes Gefälle zwischen arm und reich besteht; na ja, vielleicht arbeiten die Manager ja so viel, dass sie von der Wirklichkeit nicht mehr viel wahrnehmen. Man kann es auch so verstehen, dass bezogen auf ihre Leistungsdifferenzen zu der Unterschicht, sie sich fair bezahlt fühlen und daher die Differenz nicht zu groß ist.

Die Manager dieses Landes sehen Merkel, Beck und Müntefering als Garanten des sozialen Ausgleichs! Lafontaine wird von den FK kaum als Ausgleich sozialer Differenzen genannt.

(6) Fällt uns nur ein, dass Herr Lafontaine deshalb nicht so bekannt ist, weil die Manager ja so viel arbeiten, dass sie von der Wirklichkeit nicht mehr viel wahrnehmen.

An dieser Stelle beenden wir die Wiedergabe der Traumwelt! Lest selber weiter.

2 Reaktionen zu “Unsere Marktwirtschaft ist sozial genug !”

  1. Heribert Lenzen

    Möglicherweise übersieht der Schreiber, daß auch er -wie jeder – eine Vorstellung der Wirklichkeit hat die von der Realität abweicht.
    Welchen Vorschlag darfg ich real daraus ableiten, wie die unterschiedliche Sichtweise auf die Realität gelöst wird?
    Wird damit gesagt, dass alle FK verantwortungslos sind und sich nicht darüber im Klaren sind, dass dieses Land einen sozialen Ausgleich braucht? Zumindest leisten sie einen Beitrag durch wirtschaftliches Handeln.
    Welchen Ansatz schlägt der Schreiber vor, wie Staat, Wirtschaft und soziale Gruppen einen Ausgleich finden – und einen Weg zur Lösung der grossen sozialen Differenzen.
    Heribert Lenzen

  2. bmautor

    Sehr geehrter Herr Lenzen,
    zunächst recht herzlichen Dank für Ihre Antwort. Leider ist darin einiges unklar:
    1. Welchen Schreiber meinen Sie, den des CAPITAL- Artikels oder den in DD? Berücksichtigen Sie bitte, dass der Beitrag dem Textursprung nach auf einen Artikel der Zwitschrift CAPITAL zurückgeht und hier eine Interpretation vorgenommen wurde.
    2. “er – wie jeder – eine Vorstellung der Wirklichkeit hat die von der Realität abweicht.” diese Formulierung “wie jeder” entzieht leider Ihrer Argumentation den Boden, weil Sie sind ein Teil der “jeder”.
    3. Wer die unterschiedliche Sichtweise auf die Realität lösen will, verkennt, dass Realität nicht etwas Absolutes ist, sondern durchaus zulässig ist, Dinge unterschiedlich wahrzunehmen. Sollte man aus der Frage ableiten, dass nur eine Sichtweise der Realität zulässig ist, dann wird die Demokratie obsolet, Herr Lenzen.
    4. Wo steht in unserem Text “verantwortungslos”? Man sollte sich schon an den Text halten, wenn interpretiert wird. Es heißt “Die FK sagen fast zur Hälfte, dass es eine wachsende Zahl Verlierer gibt” dennoch ( oder gerade deswegen ) kommen sie FK zu dem Schluss “dass in unserer Marktwirtschaft „die sozialen Aspekte zu stark betont werden“, sagt die Analyse”
    5. Es ist in dem Text nie bestritten, dass man FK in den Verwaltungen und in der Industrie braucht, und dass diese eine hervorragende Arbeit geleitet haben. Insofern war der Text kein Generalangriff auf FK; es sei nochmals gesagt: zurückgehend auf den CAPITAL- Artikel, den Sie wirklich einmal lesen sollten.
    6. Ihre Frage nach der möglichen Lösung ist sicherlich berechtigt; wir hätten es als fruchtbar erachtet, von Ihnen Ansätze zu finden, denn die Frage nach Lösungsnotwendigkeit ist absolut berechtigt. Die Möglichkeit, in Dialogform auch öffentlich Lösungsansätze zu besprechen, ist einer der wesentlichen Vorteile einer Internetpräsenz.
    In Ihrer Frage steckt auch gleichzeitig die Feststellung, dass es grosse soziale Differenzen gibt. Die Daten des statistischen Bundesamtes können aufzeigen, dass die berühmte Schere immer größer wird und sogar als Gefahr für die Demokratie angesehen wird: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,466865,00.html. Wäre DD eine vom Volk gewählte politische Institution, dann wäre Ihre Frage als sogar Forderung zulässig. Da dieses nicht so ist, werden wir uns, das habe ich mit den Co- Autoren aus HH und K besprochen, langsam den Lösungen annähern.

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+++ der Sumpf hat Deutschland vollständig erreicht. Man kann gar nicht so viel schreiben ... +++

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