Berater der Regierung: Arbeitszwang für Arbeitslose einführen! Teil 3
Bisher erschienen:
Berater der Regierung: Arbeitszwang für Arbeitslose einführen! Teil 1
Berater der Regierung: Arbeitszwang für Arbeitslose einführen! Teil 2
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Zusammenfassung Teil 1 und 2:
- Arbeitslosenbashing verschlimmert sich
- Arbeitslosigkeit, weil Qualifizierungsniveau, Antriebsniveau oder Arbeitsplatzangebot nicht ausreichen
- Berufsfindung staatlich ohne Hilfe
- Arbeitslosigkeit hat viele Ursachen, Ursachen, die auf den Arbeitnehmer, Arbeitgeber zurückgehen, Ursachen, die in systemischer Fehlkonstruktion ( Staat, Unternehmerverbände ) zu suchen sind.
Wir müssen, das ist Realität, das ist Fakt, feststellen, dass der Umbau des Arbeitsmarktes zu Niedriglohnarbeitsplätzen eine dramatische Langzeitwirkung haben wird.
Schauen Sie doch in die Statistiken des Statischen Bundesamtes: dort ist ausgewiesen, wie sich die Niedriglohnarbeitsplätze rasant vermehren.
4. Die Veränderung der Unternehmerkultur/-strategie und Arbeitslosigkeit
Früher waren Arbeiter in Unternehmen das wichtigste “Gut”. Der Patriarch als Unternehmer sah seine Mitarbeiter als Lebensverpflichtung. Er identifizierte sich mit seinen Beschäftigten so weit, dass er alles daran setzte, seinen Mitarbeiterstamm zu halten und auszubauen! Wenn man diese Philosophie mit heute vergleicht: “Hire and Fire”, das amerikanische Prinzip, ist Standard geworden, verbrämt dadurch, dass behauptet wird, lieber einer weg, als dass man die gesamte Belegschaft aufs Spiel setzt! So wurden Mitarbeiter auch mit Hilfe der betriebswirtschaftlichen Fakultäten zu reinen Produktionsfaktoren. Den Menschen wurde Seele für Sache, Faktoren, ersetzt. Mit diesem verbalen Wandel ist auch ein mentaler Wandel eingekehrt: die Beschäftigten werden zur Dispositionsmasse, wie man leicht am Thema Leiharbeit und Niedriglohnarbeit sehen kann. Leiharbeit war einmal definiert worden als vorübergehende Beschäftigung im Falle der Abdeckung von Auftragsspitzen; Ziel war, dass Unternehmen nicht Mitarbeiter vorhalten mussten ( Überbeschäftigung ), wenn das Auftragsvolumen geringer wurde. Die Politik erhoffte sich damit eine ruhigere Beschäftigungslage. Lediglich ein Teil der Beschäftigten, so der Gedanke, ist zur Flexibilität an wandelnden Einsatzorten eingesetzt.
Thema Leiharbeit: Wir müssen schlichtweg feststellen, dass gebrochene Berufs- Lebensläufe Normalität geworden ist. Wer aber Normalität quasi als gottgegeben ansieht, der begibt sich in die Gefahr, nicht ändern zu wollen.
Thema Niedriglohnarbeit: Die heutige Wirtschaftsordnung bringt es mit sich, dass der Zwang zur laufenden Kostensenkung beinhaltet, dass Unternehmen die Personalkosten weitestgehend reduzieren müssen. Ein Teil ist durch Einsatz von Niedriglohnarbeit erfüllbar. Wird in einem Unternehmen diese Strategie gefahren, dann findet ein breiter Austausch statt: der Hochlöhner gegen den Niedriglöhner. Von seiten der Arbeitsinhalte ist ein solcher Prozess gerichtlich nie aufzuhalten. Im schlimmsten Falle kostet es eine Kündigung; für den Unternehmer ist im Extremfalle eine Kündigung oft “billiger” als das Schließen ganzer Standorte.
4.1 Leiharbeit und Niedriglohnjobs
Dieser christsoziale flachköpfige Märchenwald:
Sozial ist, was Arbeit schafft!
Mit diesem Unsinn kann man selbst Sklavenarbeit rechtfertigen! Der DGB schreibt auf der Basis der Daten der Hans-Böckler Stiftung:
Die Leiharbeit in der Metall- und Elektroindustrie hat im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. In der Metall- und Elektroindustrie gibt es rund 215.000 Leiharbeitnehmer, in der Gesamtwirtschaft sind es rund 730.000. Jüngste Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) belegen, dass gerade in der Metall- und Elektroindustrie Leiharbeit besonders stark genutzt wird. Im Jahr 2007 gab es gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 40.000 (plus 25 Prozent) Leiharbeitnehmern. In der Gesamtwirtschaft nahm die Leiharbeit um 22 Prozent zu. Im Durchschnitt kommen in der Metallbranche auf 100 Beschäftigte sechs Leiharbeitnehmer.
Die Hans-Böckler Stiftung schreibt in einer weiteren Analyse:
- Anwachsen eines Sektors von Niedriglöhnen in Deutschland
- die Tarifbindung der Beschäftigten in Deutschland zwischen 1995 und 2003 auf etwa 62 Prozent – und damit um 10 Prozent – zurückgegangen
- Mehr und mehr Beschäftigte arbeiten im tariffreien Raum
- Niedriglöhne existieren aber auch innerhalb der tariflichen Vergütungsstrukturen für bestimmte Berufsbilder und Branchen
- Teilweise liegen hier die von den Gewerkschaften mit ausgehandelten Stundenlöhne weit unter dem geforderten Mindestlohnniveau
- Viele Faktoren haben zu einem Anwachsen des Niedriglohnsektors geführt. Die Gründe reichen vom Strukturwandel mit weniger Industrie- und mehr Dienstleistungsbeschäftigten bis hin zur Privatisierung öffentlicher Dienste … mit den Hartz-Reformen die Zumutbarkeitskriterien für Arbeitslose verschärft … Sie können auch zur Annahme von Stellen verpflichtet werden, deren Entgelt bis zu 30 Prozent unter dem üblichen Tarifniveau liegt
- geringfügige Beschäftigungsverhältnisse durch Mini-Jobs und Midi-Jobs ausgeweitet
- Niedriglöhne beziehen 16 bis 24 Prozent der Beschäftigten
- 60 Prozent der Beschäftigten mit Niedriglohneinkommen haben eine Berufsausbildung, 10 Prozent eine Fachhochschul- oder Hochschulausbildung
- 13,7 Prozent der in Deutschland beschäftigten Frauen und 6,1 Prozent der männlichen Beschäftigten beziehen Armutslöhne (weniger als die Hälfte des Durchschnittslohns)
Und ein Henkelmann könnte dazu sagen: ‘wenn die Kündigungsschutzgesetze handhabbarer wären, dann würden die Unternehmen deutlich weniger Leiharbeiter einsetzen’.
Und was macht eine Regierung, die IHR alle gewählt habt: “Sozial ist, was Arbeit schafft”, verkündet die Mutter der Nation, die Inge Meisel der Neuzeit, von der hohen Kanzel. Einem Stück Schmierseife ist es weniger gleichgültig, welche Konsequenzen dieser Satz “Sozial ist, was Arbeit schafft” als der Inge Meisel der Neuzeit. Dieser Dame ist doch völlig gleichgültig, ob die Bürger am Existenzminimum leben; dieser Dame ist doch völlig gleichgültig, ob die Bürger Probleme mit Altersarmut haben! Dieser Dame ist doch völlig gleichgültig, ob die Bürger tagtäglich mit einem Bein in der weiteren Arbeitslosigkeit stehen!
Und auch hier muss man wieder Ross und Reiter nennen: Wer hat jenen Leiharbeitern das eingebockt? Diese verdammte SPD, die dies der SPD ihr Leben lang nicht mehr vergessen können – ich schwöre es Ihnen Herren Steinmeier, Gabriel und so weiter. Da können die hohen Herren der SPD noch so gesundbeten: Die Schröder’schen “Reformen” haben Millionen Bürger ins Elend geführt.
Millionen Bürger sind betrogen worden, weil es an Ehrlichkeit und Klugheit in der Politik schon lange mangelt: niemand sagt, die Arbeitsplätze werden weniger, niemand sagt offen, dass die EU in ihrer Diktatur die Devise herausgegeben hat, dass die Volkswirtschaften zu Dienstleistungs- Volkswirtschaften umgebaut werden sollen. Dort, wo Industriekultur bestand, dort soll Dienstleistung entstehen! Einen schlimmeren Fehler kann man nicht machen!
Die Hans Böckler Stiftung schreibt: “Ende Juni 2008 gab es in Deutschland so viele Leiharbeiter wie nie zuvor: Gut 700.000 Menschen arbeiteten nach der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit bei Zeitarbeitsfirmen – 84 Prozent mehr als 2005″.
Der DGB schreibt “Leiharbeit in Deutschland Fünf Jahre nach der Deregulierung … Seit der Reform wächst die Leiharbeit in zweistelligen Prozentsätzen pro Jahr bis zum Beginn der Wirtschaftskrise. Gleich im ersten Jahr nach der Reform lag die Zuwachsrate bei über 20 %, obwohl die Konjunktur zu dieser Zeit noch am Boden lag. Der Höchststand wurde zunächst im Sommer 2008 erreicht. Zu dieser Zeit waren fast 800 000 Beschäftigte als Leiharbeiter tätig; das sind knapp 3 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Mit der aktuellen Krise ist der Boom zunächst beendet. Der DGB befürchtet aber, dass nach Ende der Beschäftigungskrise die Leiharbeit den bisherigen Höchststand schnell wieder erreicht und weiter zunimmt … Durch Ausweitung der Leiharbeit werden vor allem die Chancen spezifischer Beschäftigtengruppen auf eine reguläre dauerhafte Vollzeitbeschäftigung deutlich eingeschränkt. Es ist zu befürchten, dass der Arbeitsmarkt für Geringqualifzierte bald überwiegend von der Leiharbeit dominiert wird. Dies wird die dauerhafte Eingliederung von Geringqualifizierten in den Arbeitsmarkt weiter erschweren. Schon heute sind 40 % der „Hilfsarbeiter ohne Tätigkeitsangabe“ als Leiharbeiter beschäftigt. Gerade junge Menschen stehen zunehmend vor dem Problem, dass es einen regulären Arbeitsmarkt für sie nicht mehr gibt und sie vielfach mehrere Jahre in Leiharbeit oder anderen prekären Arbeitsformen tätig sein müssen.”
Analyse zu den Branchen der Geringverdiener nach Hans-Böckler Stiftung:
Deutschland wird brutal umgebaut: von einem Hochlohnland auf ein deutlich niedrigeres Lohnniveau. Von einem Vollbeschäftigungsland zu einem Arbeitslosenland! Das ist die wahre Veränderung unserer Politik, weil Globalisierung und die Unternehmensfreiheit die Taktgeber dieses Prozesses sind. Sollten Sie sagen ‘die Beschäftigten haben sich ihre Arbeitsplätze doch selber ausgesucht’, dann berücksichtigen Sie nicht, dass es keine Angebote in der Hochlohnindustrie ohne Leiharbeit gibt. Die von den Arbeitgebern dargestellten offenen Arbeitsstellen können genau so gut auch manipulierte Zahlen sein, weil eine hohe Anzahl prima ins politische Konzept ( Stimmung ) passt.
Leiharbeiter, das weiß man jetzt in der Krise, sind die ersten, die gefeuert werden! Leiharbeiter sind die freie Dispositionsmasse von Unternehmen, zum Niedriglohntarif. Und was machen Sie, die hohen Politiker, die Klügsten der Klugen, die wir ständig wählen, die jene in der Krise gefeuerten Leiharbeiter in Lohn und Brot bringen wollen? NICHTS! Schwätzen, Gelder kürzen. Die Bürger unwürdig darben lassen.
Und dann kommt ein Koch und sagt: Zwangsarbeit! Wer mit einigen Leuten “vom Land” spricht, der wird auch eine andere Sichtweise hören: ‘Warum soll der Staat nicht auch Leistungen verlangen können?’
Lesen Sie bitte hier:
Langzeitarbeitslose – Sklavenarbeit ohne reelle Chance
An der Stelle ein kleiner HALT:
Warum sollte der Staat nicht die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung gänzlich streichen ( es ist ja ohnehin keine Versicherung im eigentlichen Sinne ) und statt dessen mit denen, die dann staatlicherseits Gelder zum Leben beziehen, in einer Art “staatlicher Beschäftigungsgesellschaft” jene Arbeitslosen beschäftigen? Das Modell “staatliche Beschäftigungsgesellschaft” wird später eingehend behandelt. In dem Falle sind alle Seiten die Gewinner:
- der abhängig Beschäftigte hätte einen höheren Nettolohn
- der Unternehmer spart Kosten
- der Staat könnte auf vielfältige Weise Arbeitslose beschäftigen
- die Arbeitslosen könnten, würden sie das Modell “staatliche Beschäftigungsgesellschaft” ernst nehmen, eine neue Identität und ein neues Selbstbewusstsein aufbauen.
Leiharbeit und Niedriglohnjobs und deren schnelle Arbeitslosigkeit müssen, im Falle des Aufbaus “staatlicher Beschäftigungsgesellschaften” nicht unbedingt etwas Negatives bedeuten. Fragen Sie sich selber: bedeutet eine “staatliche Beschäftigungsgesellschaft” wirklich Zwangsarbeit? Zu erinnern sei, dass 90 Prozent der Arbeitslosen gern schnellstmöglichst eine neue Arbeit haben wollen!
4.2 Wandel der Unternehmerkultur/-strategie und Arbeitnehmer- Konsequenzen
4.2.1 Arbeitgeberstandorte
Während früher Unternehmen dort angesiedelt wurden, wo die besten Mitarbeiter zu finden waren, optimiert wurden Anforderungs- Qualifikationsprofil, Anforderungen der Arbeitsinhalte und Lohnhöhe, sind mit steigendem Automatisierungsgrad und externer Zulieferantenbeschaffung die Bedeutung der Standorte- Rahmenbedingungen gewachsen. Wie man an NOKIA sehen kann, wird mal eben ein neues Werk im Rumänien aufgebaut, weil dort die Rahmenbedingungen den betriebswirtschaftlichen Anforderungen eher entsprechen als in Deutschland. Vielfach wird bei solchen Ausgliederungen von den Unternehmen erwartet, dass die Mitarbeiter zum Teil den Umzug mitmachen.
Was die Politik, gemeint ist insbesondere das Familienministerium mit der Dauerpredigerin von der Leyen, Vorkämpferin für allgemeine Frauenarbeit, nicht bedenken ist, dass bei gleichzeitiger Beschäftigung von Mann und Frau im Falle eines Arbeitsplatzwechsels einer die Familienbande auseinander reißt. Unklar ist die Präferenz der CDU: Frauenarbeit oder intakte Familien. Bei der heutigen Unternehmerkultur ergibt sich ein Widerspruch, der viele Familien in einen nicht lösbaren Konflikt führt. Dieser Konflikt ist im Falle der Entscheidung für die Familie nur dadurch lösbar, dass Mann oder Frau arbeitslos werden!
Was ergibt sich daraus? Kopf in den Sand stecken? Nein:
An der Stelle ein kleiner HALT:
Warum sollten der Staat nicht die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung gänzlich streichen ( es ist ja ohnehin keine Versicherung im eigentlichen Sinne ) und statt dessen sollten die Städte/Landkreise mit denen, die dann staatlicherseits Gelder zum Leben beziehen, in einer Art “staatlicher Beschäftigungsgesellschaft” jene Arbeitslosen beschäftigen? Das Modell “staatliche Beschäftigungsgesellschaft” wird später eingehend behandelt. In dem Falle sind alle Seiten die Gewinner:
- die Familien haben eine Zukunft
- die Familien haben Existenzsicherheit und könnten “kinderfreundlicher” werden
- der Unternehmer spart Kosten
- die Städte/Landkreise könnten auf vielfältige Weise Arbeitslose beschäftigen
- die Arbeitslosen könnten, würden sie das Modell “staatliche Beschäftigungsgesellschaft” ernst nehmen, eine neue Identität und ein neues Selbstbewusstsein aufbauen.
Unternehmensverlagerungen und deren schnelle Arbeitslosigkeit müssen, im Falle des Aufbaus “staatlicher Beschäftigungsgesellschaften” nicht unbedingt etwas Negatives bedeuten. Fragen Sie sich selber: bedeutet eine “staatliche Beschäftigungsgesellschaft” wirklich Zwangsarbeit? Zu erinnern sei, dass 90 Prozent der Arbeitslosen gern schnellstmöglichst eine neue Arbeit haben wollen!
4.2.2 Arbeitgeber- Strategieänderungen
Wir verschließen unseren Blick gegen die Realitäten der Wirtschaft. Gern lassen wir den Pawlow raus: die bösen Unternehmer! Deutlich muss man sagen, in diesem Wirtschaftssystem überleben Unternehmer über Preis und Qualität. Punkt! Dass hier diese die Rahmenbedingungen bestimmen, sollte doch nicht wirklich wundern! Man stelle sich nur einmal vor, ein Unternehmer aus einem Schwellenstaat, beispielsweise Indien, würde ein Konkurrenzprodukt auf dem Weltmarkt anbieten, dann aber zu den Standort- Rahmenbedingungen von Indien. Die Reaktion des Deutschen Unternehmers wäre eindeutig: Kosten senken, auf Teufel komm raus! Klappt das nicht, dann kann ein Unternehmen sich von einer Sparte verabschieden; das Schließen ganzer Standorte wäre die Folge:
Und wie werden Kosten gesenkt?
- Durch Verbesserungen der Fertigungstiefe ( geringere Eigenfertigung )
- durch Splitten der Branchenlöhne ( Fremdvergaben von Serviceleistungen )
- durch Optimierung der Abläufe
- durch höhere Mechanisierung.
Und was heißt das bezüglich der Beschäftigung? Reduzierung der Mitarbeiter! Arbeitslosigkeit! Und dann waren Sie 20, 30 Jahre in dem Unternehmen und werden keinen neuen Arbeitsplatz finden, Sie sind zu alt ( Sie kosten zu viel )! Und hinter Ihnen steht Ihre Familie, die Anforderungen hat
- an Sie als Vater/Mutter
- an Sie als Einkommensträger.
Und Sie können aufgrund der Arbeitgeber- Strategieänderungen diese Funktionen nicht mehr erfüllen: Ihr Lebensplan ist dahin! Unschuldig arbeitslos geworden ( beide Seiten sind die Getriebenen des definierten Systems ) und jeder muss einen eigenen Weg gehen!
Dass sich darüber SPD und CDU keine Gedanken machen, ist doch klar. Eine Anpassung würde brutale Änderungen hervorrufen!
Aber Sie kennen es bereits: An der Stelle ein kleiner HALT:
Warum sollten der Staat nicht die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung gänzlich streichen ( es ist ja ohnehin keine Versicherung im eigentlichen Sinne ) und statt dessensollten die Städte/Landkreise mit denen, die dann staatlicherseits Gelder zum Leben beziehen, in einer Art “staatlicher Beschäftigungsgesellschaft” jene Arbeitslosen beschäftigen? Das Modell “staatliche Beschäftigungsgesellschaft” wird später eingehend behandelt. In dem Falle sind alle Seiten die Gewinner:
- die Familien haben eine Zukunft
- die Familien haben Existenzsicherheit und könnten “kinderfreundlicher” werden
- Unternehmer können von der Gesellschaft voll akzeptiert IHRE Strategie fahren
- der Unternehmer spart Kosten
- die Städte/Landkreise könnten auf vielfältige Weise Arbeitslose beschäftigen
- die Arbeitslosen könnten, würden sie das Modell “staatliche Beschäftigungsgesellschaft” ernst nehmen, eine neue Identität und ein neues Selbstbewusstsein aufbauen.
Unternehmens- Strategieänderungen und deren schnelle Arbeitslosigkeit müssen, im Falle des Aufbaus “staatlicher Beschäftigungsgesellschaften” nicht unbedingt etwas Negatives bedeuten. Fragen Sie sich selber: bedeutet eine “staatliche Beschäftigungsgesellschaft” wirklich Zwangsarbeit? Zu erinnern sei, dass 90 Prozent der Arbeitslosen gern schnellstmöglichst eine neue Arbeit haben wollen!
( Fortsetzung )
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